Sie schaute ihn an und keine Regung huschte über ihr Gesicht. Willkommen im Paradies!, murmelte sie verächtlich und kalt.
 
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 Bloody Trail ~ previously

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Natscho
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BeitragThema: Bloody Trail ~ previously    Mi Jul 23, 2014 9:01 am





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Kollege Essig



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Anmeldedatum : 24.07.14

BeitragThema: Re: Bloody Trail ~ previously    Fr Sep 05, 2014 11:56 pm

Sam
Seufzend sah er dem Auto seiner Eltern nach. "Na vielen Dank und ich darf jetzt auf so ein verdammtes Internat gehen..", murmelte er ihnen hinterher und sah dann vor sich die hohen Mauern. "Nein, kein Internat...einen Knast", verbesserte er sich bei diesem Anblick

Aiko
Nachdem er noch ein paar Notizen geordnet hatte lief er mit schnellen Schritten zum Tor. Schließlich war heute der Tag, an dem die neuen Schüler kamen. Jedoch war er sich nicht sicher ob ihm diese gefallen würden.

Cooper
Er machte sich nicht die Mühe die Schüler zu begrüßen. Die würden doch eh nur schreiend wegrennen wenn sie mich sehen, dachte er und lehnte sich in seinem Sessel zurück. Durch sein Fenster spähte er zu den heran strömenden Schülern.

Tara
Mir blieb nichts anderes übrig, als in das Auto zu steigen*wenigstens kein Waisenhaus*dachte ich, doch als ich das Internat aus der Ferne begutachtete wusste ich ehrlich gesagt nicht ob ich meinen Gedanken noch bereuen würde.
Ich seufzte und sah gelangweilt aus dem Fenster*mein Leben kann sowieso nicht schlechter werden, als es schon ist*

Sophie
Ich ging nach draußen und blieb in der Nähe bei dem Tor stehen. Ich wollte mir einen ersten Eindruck der neuen machen. Ich konnte nur hoffen, dass sie nicht ganz untalentiert sind.

Bella
sah aus dem Fenster auf einen Jungen. "Viel Spaß!", murmelte sie verbittert und ging dann nach unten um Aiko zu suchen. Sie fand ihn am Tor. Als er ihre Schritte hörte, drehte er sich um.

Sam
Mit dem Koffer in der einen Hand und der anderen in der Hosentasche trottete er auf das riesige von zwei bulligen Männern bewachte Tor. Es stand offen.

Aiko
Seine Miene erhellte sich ein wenig als er Bella sah. "Fast so leise wie eine Katze", meinte er und musterte sie. "Sei bitte nicht zu unhöflich zu den neuen, sie müssen ihr Leben hier ja nicht gleich hassen"

Bella
zog die Augenbrauen hoch. "Wie es gerade kommt!", antwortete sie kalt. "Eigentlich wollte ich dich nur fragen, ob heute schon Unterricht ist" Als der Junge auf sie zukam sah sie ihm direkt in die Augen. Sie waren noch voller Hoffnung glitzerten, wenn auch nicht begeistert. Bella schnaubte.

Tara
Das Auto hielt an und ich stieg aus. Schnell holte ich noch meine Koffer. Ich ging langsam hinein. Vor mir war ein Junge. So wie es aussah war er auch neu. Ich seufzte, denn irgendwie hatte ich ein schlechtes Gefühl, doch das musste noch nichts bedeuten.

Aiko
"Heute noch nicht. Aber geh ruhig in die Halle und übe", antwortete er ohne ihren vorigen Kommentar zu beachten. Dann sah er zu dem Jungen.

Sam
Während er durch das Tor lief hatte er das ungute Gefühl hier wirklich im Knast gelandet zu sein. Die beiden bulligen Typen waren bewaffnet und gafften ihn an als wäre ich ein Schwerverbrecher. Dann sah er das Mädchen, das neben einem mindestens eben so bulligen Typen wie die beiden "Torwächter" stand. Ihre Augen waren so kalt, das es ihm einen Schauer über den Rücken jagte.

Bella
"Einen Moment noch...", murmelte sie. Sie schaute ihn an und keine Regung huschte über ihr Gesicht. "Willkommen im Paradies!", murmelte sie verächtlich und kalt.

Sam
"Schönes Paradies, muss ich zugeben", antwortete er. Okay, ihre Augen schüchterten ihn ein wenig ein, aber er war schon schlimmeren Leuten begegnet...Da vermutete er zum mindestens

Aiko
"Bella geh bitte", bat er höflich und machte eine scheuchende Handbewegung, er konnte es nicht gebrauchen das sie den neuen Angst machte. Inzwischen war auch ein Mädchen und ein paar andere Schüler dazu gestoßen. "Ich hoffe eure Anreise war schön. Ich heiße euch alle Willkommen im Internat Scar. Da ihr vermutlich euer Gepäck verstauen wollt, folgt mir doch" Er drehte sich zielstrebig um und musste sich wirklich bemühen um freundlich zu wirken.

Bella
seufzte und schaute dann zu Aiko. So hatte er sie schon immer behandelt, zehn Jahre lang, doch man gewöhnte sich daran. "Ich bin dann in der Halle, falls du mich suchst, Aiko" an Sam und Tara gewandt sagte sie: "Viel Spaß noch!" doch ihr Blick war kalt. Dann wanderte sie langsam in Richtung Sporthalle.

Emma Rose
stellte sich zu Aiko und lächelte die neuen Schüler an. "Soll ich die Führung übernehmen, Aiko?", fragte sie ihren Kollegen

Tara
Noch etwas skeptisch blieb ich stehen, doch als die anderen anfingen zu laufen lief ich auch.*willkommen im Internat Scar..*dieser Satz wollte mir nicht aus dem Kopf gehen.
Ich blickte kurz zu dem Mädchen, antwortete aber nicht. Sie war irgendwie...komisch...

Aiko
"Bella!", zischte er ihr noch nach und sah dann zu Rose. "Meinetwegen. Dann habe ich noch etwas Zeit", erwiderte er und überließ ihr den Haufen von Schülern.

Sam
"Oh wow, so ein freundliches freundliches Mädchen..", murmelte er leise und verdreht die Augen. Das konnte ja noch heiter werden, dachte er mit einem innerlichen Seufzer.

Emma Rose
"Das war Aiko, euer Lehrer für Sport. Ich bin eure Lehrerin für Kampfkunde. Wir werden nun eine kleine Führung durchs Internat machen, bitte folgt mir." erklärte sie und ging in Richtung Sporthalle

Bella
war in der Sporthalle angelangt und schnallte sich einen Gürtel mit Messer um und spannte sich einen Köcher über die Schulter. Als nächstes nahm sie den Bogen und fing an Zielscheiben zu 'attackieren'.

Aiko
Er hatte ebenfalls den Weg zur Sporthalle eingeschlagen und betrat sie soeben. Sofort sah er Bella. "Bella.", sagte er. Eigentlich war es unnötig etwas zu sagen, da Bella ihn wahrscheinlich schon bemerkt hatte als er noch auf dem Weg hier her war. "Die Schüler sollen sich heute noch in Sicherheit wiegen. Es wäre nicht falsch für dich wenn du ihnen etwas entgegen kommst und sie nicht gleich mit irgendwelchen Schauergeschichten jagst, oder sie mit Blicken durchbohrst. du weißt doch, ein wahrer Mörder kann seine verbitterte Seele verbergen"

Sam
Über den Schlagabtausch der beiden Lehrer wunderte er sich schon nicht mehr. Nach dem Auftritt des Mädchens schien ihm hier irgendwie alles...unheimlich.

Cooper
Da ihm langweilig wurde warf er ein Messer in die Luft und fing es danach wieder auf. Aiko hatte ihm leider verboten den Schülern heute über den Weg zu laufen. Er sehe zu brutal aus... Doch ihn kümmerte das nicht. Je weniger Zeit er mit den Schülern verbringen musste, desto besser.

Bella
"Mit welchen Schauergeschichten? Das ist doch alles die Wahrheit?!", antwortete sie ohne aufzusehen oder Aiko auch nur zu zeigen, dass sie ihn gesehen oder gehört hatte. "Aber ich werde versuchen mich zurückzuhalten. Ich kann aber für nichts garantieren!"

Emma Rose
gelangte in der Sporthalle an und sah, dass Bella gerade übte. Sie warf Aiko einen schnellen dürfen-die-Schüler-das-sehen-Blick zu und wandte sich dann zu den Schülern um. "Einen Moment bevor ihr eintretet!"

Tara
Ich sah mich um. Hier sah alles nicht gerade sehr ansprechend aus. Wofür braucht man den zwei bewaffnete Männer an einem Tor zu einer 'Schule'? Ich denke das wird nicht das einzige komische hier bleiben, da bin ich mir sicher.
*Ich dachte wir gehen in die Sporthalle*sprach ich in Gedanken und blieb stehen.

Aiko
"Dann versuch es jetzt", zischte er noch in ihre Richtung und sah dann mit einem nicken zu Rose.

Sam
Als sie nun vor einer riesigen Halle hielten sah er sich kurz um. Er dachte eigentlich sie würden erst bei den Zimmern vorbei schauen... oder sollte er schon annehmen das es Zellen waren?!

Emma Rose
trat zur Seite und ließ die neuen Schüler eintreten. "Das ist die Sporthalle und das..." sie schluckte kurz. "...das da unten ist Isabella."

Bella
drehte sich um. Sie hasste es bei ihrem vollen Namen genannt zu werden. Als Aiko ihr einen bösen Blick zuwarf murmelte sie etwas sehr bedrohlich klingendes und drehte sich wieder weg. Sie öffnete ihren Gürtel sodass sie an die Messer herankam. Dann legte sie den Bogen zur Seite und warf geschickt Messer auf die Zielscheiben. Man sah es kaum, da sie kaum mehr ein Handzucken dafür brauchte. Dafür hatte Aiko gesorgt.
Aiko
Zufrieden darüber, das Bella nicht in die Luft gegangen war und eine allgemeine Massenpanik ausgelöst hatte lehnte er sich gegen die Wand. Bella war vielleicht nicht die netteste Person, doch so etwas war als Mörder sowieso falsch.

Sam
Er erkannte das Mädchen mit den kalten Augen sofort. Isabella also...dachte er und beobachtete wie geschickt sie mit den Messern umgehen konnte. Es faszinierte ihn irgendwie, doch andererseits machte es ihm ein wenig Angst...schließlich konnte sie es etwas...naja..ZU gut.

Bella
beobachtete Sam aus den Augenwinkeln, und doch traf sie jede Zielscheibe. Sie spürte seinen Blick und das störte sie. Sie sah zu Aiko und murmelte: "Wer ist dieser Junge, der mich die ganze Zeit anstarrt?"

Aiko
Er sah kurz zu der Menge, als er Bellas Kommentar hörte. Viele Schüler starrten sie an, doch alle nicht sehr interessiert. Nur ein Junge schien es wirklich faszinierend zu finden. Er wusste sofort wer der Junge war. "Er heißt Sam, kommt aus gutem Hause, also lass ihn gefälligst Leben. Verstanden!", murmelte er leise zurück.

Sam
Irgendwann bemerkte er das der Mann, der von der Lehrerin als Aiko vorgestellt wurde zu ihm sah. Irgendwie machte ihn der Blick des Mannes Nervös. Er hatte noch kältere Augen als Bella, wenn das überhaupt noch möglich war.

Bella
"Sam!", sagte er laut genug, dass er sie hörte. Sie sah, dass er bei ihrer höhnischen Stimme zusammenzuckte.

Emma Rose
"Genug! Ich werde euch die Schule zeigen!", sagte sie und übertönte so das flüstern und tuscheln der Schüler.

Sam
Er war einfach zusammen gezuckt, weil er nicht darauf vorbereitet war das diese Isabella seinen Namen kannte. Sein Herz raste bei ihrem eiskalten Ton. Nein er hatte noch nie Schlimmere Leute kennengelernt...

Aiko
Als die Schüler gegangen waren kam er ein paar Schritte auf Bella zu. "Was habe ich gesagt?! Hör auf den Schülern Angst zu machen! Morgen kannst du sie meinetwegen zum weinen bringen, aber lass ihnen den heutigen Tag!", knurrte er aufgebracht

Bella
seufzte und sah dann Aiko direkt in die Augen. In die Augen, die sie seit ihrem sechsten Lebensjahr kannte. Die so fremd wie vertraut waren. Sie schaute hin und her zwischen seinen Augen, dann wandte sie sich um, warf den Gürtel mit dem Messern auf den Tisch und verließ mit schnellen Schritten die Halle.

Emma Rose
ende des Tages war die ganze Anlage gezeigt und nun ging es daran die Zimmer zu verteilen. Sie sah zu einem Mädchen mit blonden Haaren, das Tara hieß. "Du kommst in Zimmer...113". Zu Sam sagte sie: "Deine Nummer ist 27, das Zimmer ganz unten gegenüber der Schülerküche." Zu einem kleinen Mädchen das ziemlich verloren hier aussah, sagte sie: Du kommst in Zimmer 100. Das ist in der Nähe der Mädchenwaschräume." so verteile sie alle Mädchen und jungen auf die Zimmer. "Wir treffen uns in einer halben Stunde im Speisesaal. Dort werden euch alle Lehrer vorgestellt"

Aiko
Er schüttelte den Kopf. Immer wenn etwas nicht nach Bellas Vorstellungen lief ging sie. Das war er mittlerweile gewohnt, deshalb nahm er den Gürtel mit den Messern, verstaute ihn und lief dann zum Gebäude. Schließlich würden sich bald alle Schüler im Speisesaal einfinden.

Sam
Er seufzte und schleppte seinen Koffer zu dem Zimmer, das ihm zugewiesen wurde. Als er dort ankam schmerzte seine Hand, in der er den Koffer hielt. "Warum ist dieses blöde Teil nur so schwer...",meckerte er vor sich hin und öffnete die Tür. Neugierig sah er sich um und seine schlimmste Vorstellung wurde wahr. Die Zimmer waren wirklich Zellenartig. Weiße Wände, ein Schrank, der nicht grade groß war und ein Bett, das verdächtig hart aussah. "Na herzlichen Glückwunsch...da hab ich wohl die Luxussuite bekommen"

Bella
seufzte und sah auf die Uhr. Langsam rappelte sie sich hoch und klappte ihr Lieblingsbuch zu. Langsam schlenderte sie durch die Gänge zum Speisesaal. Als sie an Zimmer 27 vorbeikam hörte sie Sams Stimme. "Wen haben wir denn da?!"

Sam
Er hatte sich so eben auf dem Bett nieder gelassen - das im übrigen noch härter war als es aussah - und starrte auf seinen Koffer. "War ja klar das sie mich in eine Art Knast stecken..", murmelte er und trat missmutig mit dem Fuß gegen den schweren Koffer.

Bella
stieß die angelehnte Türe leicht auf. Ihr kamen Aikos Worte in den Sinn und Bella hob reflexartig ihren rechten Arm und betrachtete die 14 cm lange Narbe. Doch Sam hatte sie schon gesehen. Sie sah ihn an, und bemerkte zu spät, dass sie eine Gefühlsregung durch ihre 'Maske' gelassen hatte, und verschloss sich schnell wieder. Doch Sam schien die leichte Spur von Unbehagen, fast Angst, auf ihren Gesicht bemerkt zu haben. Das mit der Narbe war vor gut 8 Jahren passiert, als sie mal zu frech zu Aiko gewesen war. Keine schöne Erinnerung. "Du solltest in den Speisesaal kommen. Zu spät kommen ist hier keine gute Idee!"

Tara
Ich nahm meine Koffer und lief zu Zimmer 113, wie es mir gesagt worden war. Ich öffnete die Türe und trat in das kahle Zimmer ein"na super"sprach ich und stellte mein Gepäck auf den Boden. Enttäuscht setzte ich mich auf das Bett. Ich mochte dieses Zimmer schon jetzt nicht, das stand fest.

Sam
Überrascht hatte er den Kopf gehoben. Zuerst dachte er, er würde wieder in Isabellas kalte Augen sehen, doch in diesen Augen lag, wenn auch nur sehr schwache, Angst. Es überraschte ihn noch mehr, doch im nächsten Moment war nichts mehr davon zu sehen. Er seufzte. "Ich merk schon, im Knast wärs glaub ich schöner",meinte er und stand auf.

Aiko
Er traf im Speisesaal ein und sah schon ein paar Schüler, jedoch waren es noch lange nicht alle. Es erheiterte ihn wie viel Glanz noch in den Augen der Schüler lag. Bald würde dieser Glanz verflogen sein. Bald würden sie lernen was das Leben war.

Cooper
Als sein Blick zufällig auf die Uhr schweifte sprang er auf. "Warum muss die Zeit nur so rasen", meinte er kopfschüttelnd und riss die Tür auf. Mit großen, schnellen Schritten lief er Richtung Speisesaal.

Bella
schaute ihn einfach an, und sagte nichts. Sie lief voraus, und Sam ging ihr hinterher zum Speisesaal. Dort setzte sie sich an ihren Platz. Ja, Aiko hatte ihr einen besonderen Platz gegeben. An ihren Tisch setzte sich nie jemand. Jeder, der länger an der Schule war, lernte dass mit Bella nicht gut Kirschen essen war.

Emma Rose
nahm am Lehrertisch platz und wartete darauf, dass alle Schüler eingetroffen waren.

Sophie
Ich sah auf die Uhr.*Wenn ich nicht zu spät kommen will muss ich mich jetzt beeilen*dachte ich und lief zum Speisesaal.

Tara
Ich hatte mich nur ein paar Minuten hingesetzt und jetzt musste ich schon wieder weiter. Ich atmete tief ein und lief den Gang wieder zurück zu dem Speisesaal. Ich trat ein und setzte mich wahllos an einen Tisch

Sam
Da er noch "unwissend" war und eigentlich schon so ziemlich alle Plätze belegt waren setzte er sich, wenn auch nur widerstrebend an den Tisch, an dem Isabella saß. Er versuchte gar nicht erst ein Gespräch anzufechten, es war ihm lieber wenn er sie einfach nicht wahrnehmen musste, denn ihre kalten Augen ließen ihn unruhig werden.

Cooper
Er begegnete auf dem Gang einigen Schülern, denen fast die Augen aus dem Kopf fielen als sie ihn sahen. Er seufzte. Man müsste sie alle umbringen...jeden einzelnen von ihnen!, dachte er sofort, doch Aiko hatte ihm verboten den Schülern heute Angst du machen.

Bella
sah sich in der Halle um. Viele der "alten Hasen" starrten Sam entsetzt an. Zufrieden lehnte sie sich zurück und musterte Sam. Ihr kalter Blick huschte über sein Gesicht und sie stellte fest, dass er sich ziemlich unruhig in ihrer Gesellschaft fühlte.

Emma Rose
sah, dass Aiko neben ihr aufgestanden war.

Sam
Er biss auf seiner Unterlippe herum und versuchte die Tatsache zu ignorieren, das fast alle Schüler, einschließlich einiger Lehrer, ihn anstarrten, als hätte er ein Verbrechen begangen. Nun wurde er wirklich nervös. Warum starrten sie ihn alle an als hätte er etwas verbotenes getan?!

Aiko
Er hatte sich erhoben und räusperte sich nun geräuschvoll. "Noch einmal sage ich zu euch allen Herzlich Willkommen auf dem Internat Scar. Ich hoffe eure Zimmer gefallen euch. Ihr könnt euch Tagsüber auf dem gesamten Gelände frei bewegen, doch spätestens um halb neun Abends wird der gesamte Schlaftrakt abgeschlossen. Wer dann nicht drinnen ist, muss draußen übernachten. Morgens steht die Küche offen, der Kühlschrank ist immer gefüllt. Mittags, Punkt zwölf und keine Sekunde später ist es euch ans Herz zu legen euch hier im Speisesaal einzufinden. Abends ist wieder Selbstbedienung angesagt. Natürlich werdet ihr hier nicht einfach nur herumlungern, sondern unterrichtet. Der Unterricht wird zum ersten mal morgen statt finden. Damit ihr wisst in welchem Raum, mit welchem Lehrer ihr Unterricht habt, liegen in euren Zimmern entsprechende Karten des Gebäudes. Dort werdet ihr auch alle weiteren Wege sehen. Für die unter euch, die schon ein Jahr hier verbracht haben, es ist mir eine Freude euch wieder begrüßen zu dürfen und für alle Neuankömmlinge, ich hoffe ihr werdet einen angenehmen Aufenthalt haben. Damit sie schon einen kurzen Ausblick auf die verschieden Lehrer haben, werden sie sich nun alle vorstellen. Ich fange gleich einmal an, ich bin Aiko, euer Lehrer für...Sport", endete er und sah mit einem vielsagenden Blick zu Rose, das sie weiter machen sollte.

Emma Rose
"Ich bin Emma Rose Kathrin Quenniver Lorence. Aber ihr habt mich Mrs. Lorence zu nennen, ist das klar? Ich bin die Lehrerin für Kampfkunde" Sie sah zu der Lehrerin neben sich.

Bella
murmelte etwas unverständliches und machte sich gar nicht erst die Mühe zum Lehrertisch zu schauen. Seit zehn Jahren war es jedes verdammte Jahr das gleiche gewesen!

Tara
Mein Blick wanderte zu dem Lehrer, der anfing zu reden. Seine Stimme klang eigentlich neutral, doch irgendetwas war komisch an ihm...wenn nicht sogar unheimlich. Ich versuchte diese Gedanken beiseite zu schieben und zuhören, schließlich waren diese Informationen mehr oder weniger wichtig.

Sophie
Ich betrat den Saal, in dem schon ein paar Schüler waren. Ich lief zu dem Lehrertisch und setzte mich. Schon fing Aiko an zu reden und ich blieb stumm.
Als sich Emma vorgestellt hatte war nun ich an der Reihe. Ich sprach"Ich heiße Sophie und unterrichte Theorie"

Sam
Er konzentrierte sich so gut es ging auf die Lehrer, die sich nun vorstellen. Kampfkunde...Sport...Theorie? Das klang aber nicht nach normalen Stunden. Ihn beschlich das Gefühl hier in etwas geraten zu sein, in das er nicht rein gehörte.

Cooper
Er war mittlerweile auch im Raum eingetroffen. Während den Vorstellungen der anderen blieb er im Schatten, doch als Sophie sich nun vorgestellt hatte, war er als nächster dran. Er trat leichtfüßig aus dem Schatten und versucht ein nicht zu hämisches lächeln aufzusetzen. "Ich bin Cooper Davis, aber aus euren Mündern will ich niemals Cooper hören. Für euch bin ich Mr. Davis, niemand sonst. Ich bin euer Lehrer für Strategie", stellte er sich vor.

Aiko
Nachdem alle Lehrer ihren Namen und ihr Fach genannt hatten stand er wieder auf. "Vielleicht mögen die verschiedenen Stunden für unsere Neuen hier etwas komisch klingen, doch ich versichere euch, das es sich morgen aufklären wird. Für heute seit ihr also entlassen. Ihr dürft euch nun noch auf dem Gelände bewegen, aber bitte vergesst nicht: Um halb Neun wird abgeschlossen."

Bella
wischte sich die Haare aus dem Gesicht und schnaubte. Die neuen Schüler würden morgen erfahren, wie diese Schule hier wirklich war! Bella ging in ihr Zimmer und legte sich schlafen. Morgen würde ein anstrengender Tag werden, denn wie immer würde sie als "Vorzeigeobjekt" herhalten müssen. Vor allem Aiko würde sie scheuchen, da Sport ihr besten Fach war.

Emma Rose
"Bitte geht' jetzt. In einer Stunde ist Bettruhe, und damit meinen wir, dass das Licht aus ist. Keiner redet mehr, ist das klar? Schön! Jetzt husch husch!!!"

Sam
Ein wenig misstrauisch beschloss er lieber in sein Zimmer zu gehen. Er wusste schließlich nicht wie die Uhren hier tickten, vielleicht war sein halb neun, nicht das halb neun von hier. Also ging er auf Nummer sicher. Nachdem er wieder auf seinem steinharten Bett platz genommen hatte seufzte er. "Strategie, Kampfkunde...Theorie...Sport...was für eine Art Schule ist das hier überhaupt?!"

Tara
Ich hörte zu, doch sah etwas verwirrt, als die Lehrer die Unterrichtsfächer vorstellten. Was war das hier für eine 'Schule'?
Naja ich stand auf und lief zu meinem Zimmer. Ich öffnete die Türe und sah gar nicht, dass noch jemand hier war. Ich legte mich einfach in das Bett und schloss meine Augen.

Nächster Tag

Sam
Wie er befürchtet hatte konnte er die ganze Nacht über nicht schlafen, da die Matratze so hart war, als läge man auf einem blanken Stein. Genervt setzte er sich nun, da die Sonne aufgegangen war auf und streckte sich.

Tara
Ich wachte auf, obwohl ich mich gar nicht erinnern konnte, dass ich eingeschlafen war. Ich setzte mich auf und erst jetzt bemerkte ich das merkwürdige Mädchen in dem Bett nebenan. Ich ging in das Bad, wo ich mich frisch machte.

Sam
"Verdammter Knast.. verdammtes Bett...verdammte Eltern..die wollen mich doch nur aufgeben sehen", murmelte er und rieb sich über das müde Gesicht.

Tara
Ich verließ das Bad und ging wieder in das Zimmer, wo ich meine Kette holte die ich mir um den Hals legte. Ich setzte mich kurz ein paar Sekunden hin um meine Gedanken zu ordnen, doch es nützte nicht wirklich etwas. Ich ging nach draußen auf den Gang und lief langsam nach unten.

Bella
wachte auf und schaute sich um. Im Bad war jemand, Aiko hatte jemanden in ihr Zimmer verlegt. "Mutig mutig!", murmelte sie und zog sich an. Dann wartete sie bis ihr Zimmernachbar aus dem Bad kam
Oh, Sorry zu Spat:

Bella
ging ebenfalls ins Bad. Als die herauskam, schnappte sie sich ihren leeren Waffengürtel und ging mit schnellen Schritten zu Sport
Sam
Nachdem er sich umgezogen und gewaschen hatte schnappte er sich den Gebäudeplan und suchte darauf die Küche. Schließlich schien sein Hunger von Sekunde zu Sekunde schlimmer zu werden.

Tara
Komischer weise hatte ich gar keinen Hunger. Schon gestern konnte ich nicht viel essen. Das war aber nicht so schlimm, wie diese Zimmer hier. Die könnten eine Renovierung gut gebrauchen. Das Mädchen, das mit mir in einem Zimmer war hatte mich inzwischen überholt und ich lief nun auch schneller. Ich wollte nicht zu spät kommen.

Bella
stoppte kurz vor der Eingangstüre zu den Quartieren und wandte sich nach links in die Küche. Eigentlich aß sie kein Frühstück, aber es war an der zeit den neuen zu zeigen, dass diese Schule nicht normal war. Aikos Drohung hatte heute keine Wirkung mehr!

Sam
Da irgendwie nicht mit angesagt wurde wann die Stunden hier anfingen, trottete er in die Küche, in der schon einige andere herum lungerten. Er bahnte sich den Weg nach vorne zum Kühlschrank und nahm irgendwas aus, das essbar aussah. Was er schlussendlich in der Hand hielt war ein Apfel. "Na Dankeschön", murmelte er und machte sich mit Apfel und einem weiteren Strom Schülern auf den Weg zur Sporthalle.

Aiko
Er war schon seit einigen Stunden in der Sporthalle, wie eigentlich immer. Mittlerweile warf er mit Messern, während er auf die Schüler wartete.

Bella
"Guten morgen Sam!", sagte sie kalt neben Sam. Sie war so leise gekommen, dass er zusammenzuckte, als sie ihn ansprach.

Sam
Die Stimme von Isabella ließ ihn so heftig zusammen zucken, das er fast seinen Apfel fallen ließ. Doch er konnte ihn noch grade festhalten. "Heilige Scheiße!", rief er geschockt aus.

Tara
Ich entschied mich aber trotzdem noch kurz in die Küche zu gehen. Nicht um etwas zu essen, doch wenigstens trinken musste ich. Ich trat ein und holte mir ein Glas Wasser. Kurz sah ich zu einem Jungen, der gerade etwas lauter wurde.

Sam
Sein Puls raste immer noch. Doch er versuchte sich nichts anmerken zu lassen. "Danke für den kleinen Wachmacher", murmelte er schließlich und lief weiter, während dessen biss er in den Apfel.

Bella
zog die Augenbrauen hoch und schnappte sich ebenfalls einen Apfel. "Schönen Tag noch, Sam!", flüsterte sie ihm zu und huschte dann so unbemerkt wir sie gekommen war in Sport. Dort wartet Aiko schon.
Bella Schnappte sich ein Messer und warf so geschickt, dass sie genau das von Aiko mitten im Flug traf und es aus der Bahn schleuderte. "Guten Morgen!" sagte sie als beide Messer scheppernd zu Boden fielen.

Sam
Er seufzte. Diese Isabella würde ihm nochmal einem Herzinfarkt einjagen... er atmete tief durch, bis ein letztes mal in seinen Apfel und warf ihn dann weg. Ihm war der Appetit wirklich vergangen...

Aiko
Es überraschte ihn nicht, als ein Messer seines aus der Bahn warf. "Schon Schülern Mut zu gesprochen?", fragte er und hob beide Messer auf.

Bella
"Ich habe mein bestes getan!", antworte sie beiläufig. Ein Mädchen, das schon früher da gewesen war schaute Bella entsetzt und erstaunt an. "Was guckst du so?! Pass' auf, wenn du weiter so schaust, dann bleibt's!", fauchte sie da Mädchen an.

Aiko
"Wirklich....entzückend deine Gastfreundschaft Bella",gab er zu und legte die Messer weg.

Bella
"Hab' ich von dir gelernt!", antwortete sie trocken und wartete auf die anderen Schüler.

Aiko
Nickte wohl wissend. Er wusste schließlich auf was er Bella trainiert hatte. Langsam trudelten alle Schüler an, doch noch fehlten einige. Deshalb wartete Aiko noch und ging im Kopf durch wer noch fehlte.

Sam
Da sich einige Schüler vor ihm beeilten tat er es ihnen gleich und lief schnell hinterher. Irgendwas würde heute wohl noch passieren...was wusste er noch nicht.

Bella
"Sie sind zu spät...", bemerkte sie, doch ersten Tag ließ Aiko das durchgehen. Danach wurden sie hart bestraft werden.

Aiko
Wieder nickte. Er hatte vier Schüler im Kopf, die auf jeden Fall noch fehlten, darunter Sam und Tara. Doch heute würde es für diese Verspätung noch keine Folgen geben. Schließlich wollte er sie nicht schon am ersten Tag an ihre Grenze bringen.

Bella
ihr Blick huschte über die vielen fremden oder auch bekannten Gesichter. Es gab nie viele Schüler an dieser Schule. Es gab vier Klassen mit jeweils 20-30 Schülern.

Tara
Als alle gegangen waren beeilte ich mich und hoffte nicht zu spät zu kommen. Ich wunderte mich noch immer warum wir keine normale Unterrichtsfächer hatten. Andererseits musste ich nicht mehr lernen. Ich betrat die Halle und sprach kurz"Entschuldigung"während ich zu den anderen Schülern lief. Das war ja mal wieder klar, dass ich am ersten Tag zu spät komme.

Sam
Er kam als letzter in die Sporthalle und seufzte. Na toll, der erste Tag und in der ersten Stunde gleich Sport...

Aiko
Als keiner mehr fehlte räusperte er sich und sah kurz durch die Menge. "Es tut mir leid, eure kleinen Traumblasen platzen zu lassen, doch ihr seit hier keines falls auf einer normalen Schule. Wie ihr alles sicher schon bemerkt habt, sind die Fächer nicht auf normalem Unterrichtsniveau. Denn alles Fächer hier bereiten euch auf eine Karriere als Auftragskiller vor. Ja ihr habt richtig gehört. Ihr werdet hier trainiert um später zu töten. In meinem Unterricht lernt ihr das werfen von Messern, das schießen mit Pfeil und Bogen und der allgemeine Umgang mit Waffen. Außerdem wird hier eure Kondition, eure Balance und eure Disziplin gesteigert. Im Kampfkunde Unterricht werdet ihr den richtigen Kampf erlernen. Ob mit oder ohne Waffen. In der Theorie werdet ihr jeden Schwachpunkt des Körpers erlernen und auf Wunsch auch weitere Erklärungen. Im Fach Strategie, werdet ihr verschiedene Kampfschritte üben, mit denen ich euer Opfer lautlos und ohne Spuren zu hinterlassen überwältigen könnt. Falls fragen auftreten sollten, wendet euch an den zuständigen Lehrer des Fachs. Gut.Da wir diesen Teil nun geklärt hätten beginnen wir mit dem heutigen Unterricht. Nur zu eurer Information, jeder der ab dem morgigen Tag zu spät kommt, wird von mir, so wie von den anderen Lehrern mit einer besonderen Strafe gequält." Ein kaltes schadenfrohes lächeln lag auf seinen Lippen. "Ich möchte euch allen Bella vorstellen. Wahrscheinlich kennt ihr sie schon, ja sie ist diejenige die euch mit einem Handschlag den Kopf abreißen kann.", erklärte er mit ungerührter Stimme. "Sie wird euch heute einige Übungen mit verschiedensten Waffen vorführen. Seit nicht betrübt wenn es bei euch nicht klappt, Bella trainiert seit 10 Jahren und ist fast perfekt ausgebildet"

Tara
Ich stand mit verschränkten armen da und hörte zu*Auftragskiller?! Hatte ich das richtig verstanden?*das war der erste Gedanke, der mir in den Sinn kam*zwingen können die mich nicht....ich werde gleich Morgen wieder von hier abreisen*
Heute musste ich wohl noch hier bleiben. Ich stellte mich desinteressiert etwas an den Rand und sah nach vorne. Alles nur verschwendete zeit...Ich machte mir keine Gedanken darüber, dass ich vielleicht hierbleiben musste. Ich ging davon aus das ich einfach gehen konnte wann ich wollte. Ich mochte diesen Ort schon seit der ersten Sekunde nicht.

Bella
ihr Blick schweifte über die entsetzten Gesichter. Jedes Kind, jeder Jugendliche in diesem Raum wünschte sich wahrscheinlich nun, nie in diese Schule gekommen zu sein. Das wünschte sich Bella seit 10 Jahren, doch ihre Hoffnung war schon längst verpufft. In ihrer Miene regte sich kein Mitleid über die verängstigten und entsetzten Schüler, sondern eigentlich nur Genugtuung. So fühlte sie sich jedes Jahr, wenn sie sah dass außer ihr noch andere Jugendliche dieses Schicksal hatten. Das Schicksal zu töten!
Ihre Augen verweilten eine Sekunde länger auf Sam, als auf den anderen, dann wandte sie sich zu Aiko und sah ihn mit erwartendem Blick an. Wie jedes Jahr würde sie erst einmal Übungen vorführen müssen, um die Schüler ein wenig einzuschüchtern, und ihnen zu demonstrieren, was Aiko alles konnte und dass es nicht klug war, sich mit ihm anzulegen.

Sam
Irgendwie war er nicht wirklich schockiert über diese Nachricht. War ja kein wirklich großer Unterschied zum Knast. Nur das es hier erlaubt und sogar gewollt ist sich gegenseitig an die Gurgel zu springen. Er sah einfach nur stur nach vorne. Zwar war ihm klar, das er hier lernen müsste Menschen zu töten, aber er wartete erstmal ab. Vielleicht konnte er seine Eltern ja irgendwie überreden ihn hier weg zu holen. Eher unwahrscheinlich..aber man durfte ja wohl noch träumen.

Aiko
Er bemerkte das Getuschel der ganzen Schüler, als es anfing ihn zu nerven, warf er ein Messer, haarscharf an den Gesichtern der Schüler vorbei. Das Messer bohrte sich in die Wand hinter ihnen. "Seit still!", knurrte er und sah dann zu Bella. "Zeig ihnen doch was sie noch zu lernen haben", forderte er sie auf.

Tara
Ich zuckte zusammen, als dass Messer an uns vorbei in die Wand flog. Vorhin war ich überzeugt gewesen, dass ich hier weg komme, doch langsam zweifelte ich daran. Ich schluckte*Auch wenn ich nicht hier raus komme, weigern kann ich mich trotzdem...*dachte ich und sah kurz zu dem Mädchen, Bella, das nach vorne gefordert wurde.

Bella
zog die Augenbrauen hoch und murmelte etwas, das nur Aiko verstehen konnte. Dann zog sie ein Messer aus ihrem Gürtel und warf es so flink, dass die Schüler erst gar nicht begriffen, dass sie es geworfen hatte. Erst als ein dumpfer Laut von der anderen Seite der Halle ertönte drehten sich die Schüler um und Bella sah zufrieden die schockierten Gesichter der Schüler, neben denen das Messer stecken geblieben war. Nun hatten wohl alle begriffen, dass Bella gut zielen konnte, und dass sie jeden von ihnen hätte töten können. Dann winkte sie Sam zu sich nach vorne. "Ich brauche jemanden, der mir assistiert!", sagte sie kalt. Ihr Blick durchbohrte den Jungen wie ein Messer

Sam
Er verschluckte sich schon fast an der Luft als Bella ihn ansprach. Okay, so langsam hatte er doch ein unwohles Gefühl im Magen. Trotzdem trat er etwas unsicher vor. Er wand sich unbehaglich unter Bellas Blick. Was hatte sie vor?

Aiko
Er seufzte und lehnte sich gegen die Wand. Er ließ ihr den Spaß die Schüler einzuschüchtern. Sie wusste wie weit sie gehen durfte und falls sie übermütig werden würde war er ja noch da.

Bella
gab ihm ein Messer in die Hand. "Greif mich an!", sagte sie schlicht. Sie hatte keinerlei Angst vor Sam mit dem Messer. Erstens wusste sie, dass Sam ihr damit nichts anhaben konnte, da er keinerlei Übung hatte, und zweitens: Wenn man Aiko kannte, war man schlimmeres gewohnt.

Sam
"Ich soll WAS?", fragte er unbeweglich und hielt das Messer in seiner leicht zitternden Hand. Warum sollte er sie angreifen? Warum grade ER?! Warum hatte sie es auf ihn abgesehen?

Bella
"Hast du etwa Angst?", fragte sie ihn und ihre Stimme war kaum mehr als ein raues Flüstern. Doch es war schwer, den spöttischen Unterton zu überhören.

Sam
Er starrte auf das Messer. "Ganz bestimmt werde ich dich nicht angreifen", meinte er kopfschüttelnd. Warum sollte er das auch tun? Außerdem hatte er wirklich Angst, aber nicht Angst das er sie verletze, sonder das SIE ihn verletze.

Bella
"Keine Sorgen, würde ich dich verletzen, würde er...", sie deutete auf Aiko "... mich verletzen. Jetzt zier dich nicht so, sondern tu' was ich dir gesagt habe!"

Tara
Ich sah ungläubig nach vorne. Ich selber könnte niemals jemandem absichtlich schmerzen machen...nein das konnte und wollte ich nicht. Ich war echt froh, dass nicht ich da vorne stand. *Das wird noch ein tolles Jahr*dachte ich sarkastisch.

Sam
Kurz sah er zu Aiko, der nicht so aussah, als würde er sofort eingreifen. Kopfschüttelnd ließ er das Messer fallen. "Such dir einen neuen Assistenten" Er würde das niemals machen. Nicht heute, nicht morgen und niemals.

Bella
schloss die Augen um sich zu beruhigen. Dann warf sie einen Dieser-Idiot-Blick zu Aiko. "Dann tu mir einfach den Gefallen, und lass' meine Messer nicht mehr fallen ja?! Die brauche ich noch, die sind nämlich eigentlich dazu gedacht, Menschen wie dich aus dem Weg zu räumen!"

Aiko
"Sei doch froh, wenn du damit jemanden verletzt kriegt dieser jemand eine Infektion", meinte er beiläufig und warf ihr eins von seinen Messern zu. "Um ein Messer musst du dir keine Sorgen machen, davon haben wir noch genug"

Sam
Die Kälte in der Stimme von Bella und die Beiläufigkeit, mit der Aiko sie anwies setzten ihm schon zu. Wahrscheinlich wirkte er nicht so nervös nach außen, wie er innen wirklich war. Er trat schnell wieder zurück in die Menge, ehe Bella noch irgendetwas sagen oder tun konnte.

Bella
fing das Messer geschickt auf ohne richtig hinzusehen. In Sams Richtung fauchte sie: "Feigling!" in Gedanken fügte sie hinzu: ~Hätte ich mich bei Aiko damals so angestellt, wäre ich mittlerweile nicht mehr am Leben!~ Nun nahm sie einen anderen Jungen dran, der das Messer aufhob und versuchte Bella anzugreifen. Diese wich jedoch geschickt aus, stellte sich hinter ihn und hielt ihm das Messer an die Kehle. Sie drückte ganz leicht zu, und eine feine, rote Linie erschien an seiner Kehle, doch Bella ließ ihn wieder los und stieß ihn mit einer kleinen Handbewegung zurück in die Menge, wo er an Tara taumelte und fast umkippte. ~Dieses Jahr sind die Schüler erbärmlich schlecht!~, dachte sie verbittert.

Sam
Er sah zu dem Jungen, der immer noch mit wackligen Beinen neben dem Mädchen stand. An seinem Hals war eine feine blutende Linie, aus der ein Rinnsal Blut lief. Das wäre ich gewesen...., wurde es ihm mit einem Schauer klar.

Tara
Ich sah nach vorne. Ich war schon leicht nervös, auch wenn ich nur zusehen musste, im Gegensatz zu dem Jungen, der an mir vorbei taumelte. Ich konnte ihn aber noch gerade so am Arm festhalten, ansonsten wäre er jetzt wahrscheinlich auf dem Boden. Ich lies in wieder los und hoffte das dieser Unterricht bald zu Ende war.

Bella
sah zu Aiko und schüttelte leicht den Kopf. Dieser Unterricht konnte ja noch spaßig werden. Und DAS waren erst die ersten 20 Minuten gewesen. Es würden noch 70 weitere folgen!

Sam
Die waren doch alle krank hier! Den Lehrer schien es nicht mal zu interessieren, das dieser Junge Todesangst hatte. Er sah wie der Junge sich immer wieder an die Kehle griff und zusammenzuckte als er das Blut an seinen Fingern sah. Verdammt das war doch krank!

Aiko
"Was habe ich über Verletzungen gesagt Bella?", fragte er, aber nicht grimmig, sondern gelangweilt. "Sie sind noch zu weich um dir stand zu halten, such dir nicht die schwächsten raus, das bringt dir und ihnen nichts."

Bella
knurrte etwas unverständliches, dann zuckte sie die Achseln. "Dann such du einen für mich 'raus, Aiko!"

Tara
*Wie lange würde das noch so weiter gehen?*fragte ich mich.
Als ich Bella's Worte höre sah ich nervös zu Aiko. Ich konnte nur hoffen, dass ich nicht nach vorne musste. Ich sah kurz noch einmal zu dem Jungen mit der kleinen Wunde, wandte meinen Blick aber dann wieder ab.

Aiko
Er stieß sich ab und sah quer durch die Menge. Sein Blick blieb einen Moment prüfend an Tara kleben. Eigentlich sah sie gar nicht so hilflos aus. Wahrscheinlich könnte sie sich gut wehren. Doch sein Blick wanderte weiter durch die unruhigen Reihen der Schüler. Schließlich lehnte er sich wieder gegen die Wand. "Tara, zeig doch mal was du so kannst"
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BeitragThema: Re: Bloody Trail ~ previously    Sa Sep 06, 2014 1:10 am

Bella
ihr Blick huschte zu dem Mädchen, das Aiko angesehen hatte und sie wartete darauf, dass diese sich rührte.

Tara
Ich blieb erstarrt stehen. Ich hatte es schon geahnt, jedoch hatte ich gehofft er würde jemand anderen nehmen. Schließlich ging ich langsam vor und verschränkte meine Arme. "Ich werde nichts machen", sprach ich und stand still da.

Aiko
Er verdrehte die Augen. "Wenn ich diesen Satz noch einmal höre werdet ihr ALLE bestraft. Ihr könnt Bella fragen was für Strafen euch dann erwarten, sie hat es in der Anfangszeit auch erlebt", knurrte er ein wenig aufgebracht. "Also Tara! Stell dich nicht an wie ein verweichlichtes kleines Mädchen. Bella wird dir kein Haar krümmen und das du ihr kein Haar krümmen kannst muss ich wohl nicht erwähnen oder?" Langsam regte ihn die Verweigerung der Schüler auf.

Tara
Vorhin hatte sie den Jungen auch verletzt, warum jetzt auch nicht mich? Ich sah Aiko verärgert an. Er konnte mich beleidigen, dass war mir egal, doch ich wollte nicht das alle bestraft wurden. Ich nahm das Messer in die Hand und griff lustlos Bella an. Es war keine Kunst gewesen jetzt auszuweichen. "Jetzt zufrieden?", fragte ich ihn "kann ich wieder zu den anderen?"

Aiko
Er durchbohrte sie mit einem grimmigen Blick. "Versuch lieber nicht mich zu verarschen Kleines...", knurrte er langsam und viel zu ruhig. "das kommt dir nicht zur Gute. Entweder du spielst hier mit und strengst dich an, oder ich mache dir den Aufenthalt wirklich zur Hölle"

Tara
Ich schüttelte lächelnd den Kopf "Der Aufenthalt hier wird sowiso nicht besonders toll", sprach ich und warf das Messer in die Wand."Morgen bin ich hier so oder so weg", murmelte ich während ich zu den Anderen lief.

Aiko
Lautlos kam er auf sie zu, umschlang ihre Kehle und hielt sie fest, jedoch nicht so stark, das er sie richtig würgte. "Weißt du was? Ich glaube du kommst hier so einfach nicht weg. Und weißt du was ich sonst noch glaube? Ich glaube das du dich mit dem falschen anlegst", knurrte er und verhärtete seinen Griff.

Sam
Fassungslos starrte er auf Tara und den Lehrer. Er konnte nicht wirklich glauben in was er hier wirklich rein gefallen ist. Er saß hier fest, genau wie jeder andere und alle würden leiden. Nicht nur der Junge mit dem Riss an der Kehle, nicht nur Tara die von Aiko gequält wurde, sondern auch alle anderen.

Tara
Ich war echt nicht darauf vorbereitet, und so blieb mir kurz die Luft weg. Ich atmete schneller und antwortete stockend "Lass...mich sofort...los!" Mir wurde klar, das ich mich mit Aiko ernsthaft nicht anlegen sollte. Er war einfach zu stark und hatte viel mehr wissen als ich.... "Ich habs ja verstanden", sagte ich.

Bella
ihre Hand fuhr ruckartig an ihren rechten Unterarm, als durchführe sie ein stechender Schmerz. Die Narbe dort würde sie ewig an Aiko erinnern!
Nein, er meinte es wirklich ernst. Er scheute nicht einmal davor, seine beste und damals noch jüngste Schülerin zu verletzen. Sie wusste zur Genüge wie es sich anfühlte in seinem Klammergriff gefangen zu sein.
Bella hatte keine Andere Regung gemacht, außer dass sie ihre Narbe berührt hatte. Doch Sam beobachtete sie schon wieder. "Ich an eurer Stelle...", knurrte sie den Schülern zu "...würde genau aufpassen was ich sage!"

Sam
Er wusste nicht wieso er zu Bella gesehen hatte, doch er hatte mitbekommen wie sie ihren Unterarm berührt hatte, als würde dort etwas sein, das sie an diese Situation erinnerte. Er erschauderte leicht. Langsam wurde ihm bewusst in was für einer Scheiße er hier saß.

Aiko
Mit einem Ruck stieß er sie nach vorne. "Und jetzt nimm das Messer und tu war Bella sagt. Bella keine Verletzungen", knurrte er und sah kurz zu seiner Schülerin.

Tara
Stolpernd lief ich nach vorne und berührte kurz meinen Hals. Ich konnte es nicht fassen, dass ich hier gelandet war. In einer Schule für Auftragskiller...Mir blieb nichts anderes übrig, als das Messer, das in der Wand steckte, herauszuziehen. Ich stellte mich wieder zu Bella und wartete auf ihre Anweisungen. Mir war echt nicht wohl dabei, doch ich wollte es so schnell wie möglich hinter mich bringen.

Bella
nahm ihr das Messer aus der Hand und streckte ihr eine Hand hin. "Versuch' mich zu schubsen"

Tara
Ich gab mein Bestes und versuchte sie zu schubsen, sodass sie nicht mehr reagieren konnte, doch das war leichter gesagt als wie getan.

Bella
blieb unbeeindruckt stehen, doch als Tara zu energisch wurde schüttelte sie den Kopf und legte sie mit einer Bewegung flach auf den Boden.

Sam
Überrascht hielt er den Atem an. Diese Bella war wirklich gefährlich...Doch irgendwie schien sie trotzdem zu sein wie jeder andere, wenn man kurz hinter ihre mit Kälte gefüllten Gesichtszüge sehen konnte. Die Angst, die er gesehen hatte. Diese Angst machte sie menschlich. Sie war nicht gefühllos. Sie wusste nur ihre Gefühle zu verbergen.

Bella
"Du musst fließende und unerwartende Bewegungen machen. Mit deinem hektischen Geflatter schaffst du es höchstens eine Fliege zu vertreiben!", riet sie ihr. Doch der kalte Unterton in ihrer Stimme war noch deutlich zu hören.

Tara
Ich lag plötzlich auf dem Boden und hörte ihr zu, was sie sagte. Am liebsten wäre ich einfach liegen geblieben, doch ich wollte nicht schon wieder Ärger mit Aiko. Mir blieb nichts anderes übrig als aufzustehen."Kann ich wieder zurüch zu den anderen?", fragte ich mich vorsichtiger Stimme.

Bella
verdrehte die Augen als sie merkte, was sie eben gesagt hatte. Sie wechselte einen schnellen Blick mit Aiko, dann nickte sie knapp.

Tara
Ich atmete erleichtert aus und stellte mich neben einen Jungen(Sam). Ich befürchtete, dass das nicht das letzte mal sein wird, wo ich etwas vorne machen musste. Leider.

Aiko
Er zog ein gelangweiltes Gesicht. "Ich hätte wirklich mehr von euch erwartet. Aber so muss es wohl sein, ihr müsst erst weich geklopft werden, bis ihr eure wahre Stärke zeigt. Und damit die anderen von euch nicht nur gaffend in der Ggend herum stehen, sucht ihr euch nun alle einen Partner, mit dem ihr die Übung, die Bella grade vorgeführt hat wiederholt. Und damit ihr alle das Vergnügen habt, wird jeder von euch einmal gegen Bella kämpfen"

Sam
Bei dieser Aussage von Aiko wurde er nervös. Er wusste nicht mal wie Bella das gemacht hatte und außerdem wollte er das alles gar nicht. Sein Blick huschte durch die Menge, die meisten hatten sich mit Leuten die so schon kannten zusammen geschlossen, doch er hatte hier noch niemanden kennengelernt.

Bella
"Soll ich nochmal erklären wie genau es geht?", fragte sie Teils gelangweilt, Teils kalt in die Schülermenge.

Aiko
"Wahrscheinlich wäre das besser, ich vermute nicht das irgendwer sich die Schritte merken konnte", meinte er mit einer halbherzigen Handbewegung zur Schülermenge.

Bella
winkte Sam zu sich. "Starten wir mit dir noch einen Versuch!", knurrte sie und forderte ihn mit einem Blick auf, dass er sie versuchen sollte zu schubsen.

Tara
Na toll. Ich konnte nachher wieder gegen Bella antreten. Als es hieß wir müssten Gruppen machen sah ich mich um. Alle hatten schon einen Partner, ausser ich und der neben mir. Ich ging davon aus, das wir nun eine Gruppe waren. Zum glück würde sie die Schritte nochmal erklären, denn ich konnte sie mir nicht wirklich merken.
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BeitragThema: Re: Bloody Trail ~ previously    Sa Sep 06, 2014 1:44 am

Sam
Er trat unsicher ein paar Schritte vor, bis er ihr gegenüber stand. Ihm war klar das er sich nicht drücken konnte. Und so versuchte er Bella mit aller Kraft wegzustoßen.

Bella
erklärte ruhig was sie tat, während sie Sam am Handgelenk packte, ihm eine Hand gezielt an eine Stelle am Bauch schlug sodass er sich aus Abwehr leicht zusammenkrümmte, sie ihn dann an der Kehle packte, einen Fuß hinter sein Standbein schob, und ihn mit der Hand an der Kehle von sich wegdrückte.

Sam
Überrascht prallte er auf den Rücken. Sein Puls raste und er setzte sich schnell wieder auf. Es war für Bella wahrscheinlich mühelos gewesen ihn zu Boden zu kriegen.

Bella
"Also, denkt dran: Es müssen immer fließende Bewegungen sein. Abgehakte sind zu auffällig und aufwändig. Macht ihr aber fließende, bekommt ihr das Ganze hin ohne aufgehalten zu werden. Und noch etwas: wenn ihr eurem Gegenüber in den Bauch schlagt, dann nicht zu fest und ihr müsst genau das Zwerchfell treffen. Wenn ihr euren Gegner dann an der Kehle festhaltet, dürft ihr nicht zudrücken. Dieser Schritt ist lediglich dazu gedacht den Gegner abzulenken während ihr ihn zu Fall bringt. Aber natürlich bringt es auch nichts euren Gegner zu streicheln. Ihr müsst schon wissen was ihr tut. Das wichtigste beim Kampf ist immer die selbstsicherheit! Jetzt los!"

Tara
Ich sah entgeistert zu, während sie wieder jemanden auf die Matte stieß. Bei ihr sah alles sehr leicht aus. Ich lief zu dem Jungen und half ihm aufzustehen "Dann sind wir wohl eine Gruppe" sprach ich "willst du anfangen?"

Sam
Er seufzte und sah noch einmal zu Bella. "Ich weiß ja nicht mal wie sie das gemacht hat.", murmelte er, noch so laut, das Tara es verstehen konnte.

Bella
wiederholte in mittlerer Lautstärke nochmal ihre Arbeitsschritte. Dann setzte sie sich gelangweilt auf einen Kasten und schaute zu Aiko. "Soll ich bisschen rumgehen?"

Tara
"Da bist du nicht der einzige", sprach ich und atmete aus. Ich hatte zwar zugesehen, doch im merken war ich noch nicht sehr gut, vor allem dann, wenn ich es nicht lernen wollte. "Versuch einfach irgendetwas", sagte ich schliesslich.

Sam
Er hörte zwar die Erklärung von Bella, konnte damit aber reichlich wenig anfangen. Er warf einen kurzen verlorenen Blick auf die anderen Gruppen, die scheinbar ebenso planlos waren.

Aiko
Kopfschüttelnd sah er durch die Reihen. "Letztes Jahr hatten wir eindeutig bessere Schüler", knurrte er und sah schließlich zu Bella. "Tu was du nicht lassen kannst"

Bella
"Die waren auf jeden Fall begabter. Vor allem Tarry hat sich in einem Jahr ziemlich verbessert, auch wenn er relativ lustlos war", antwortete sie und fügte knurrend hinzu: "Untalentiert!"

Tara
Ich stand da und mein blick wanderte ebenfalls zu den andern. "Ich versuche es jetzt einfach mal", meinte ich. Ich nahm sein Handgelenk und versuchte sein Bein mit meinem Fuß wegzudrücken, was aber nicht besonders gut klappte.

Bella
ihre Augenbrauen zogen sich nach oben und sie stellte sich zu Tara. "Sam, versuch sie anzugreifen. Tara halte sein Handgelenk fest und boxe ihm mit der anderen Hand in den Bauch. Dann nimmst du die rechte Hand von seinem Handgelenk und packst ihn an der Kehle. Du stellst dein linkes Bein hinter sein rechten Standbein und drückst ihn dann mit der Hand an der Kehle einfach von dir weg!"

Sam
Er zuckte unwillkürlich zusammen als Bella lautlos neben ihm auftauchte. Er fragte sich ob er sich je daran gewöhnen würde das sie ohne einen Ton an ihn heran schleichen konnte.

Tara
Sie konnte das so leicht sagen. Ich wollte eigentlich niemandem Schmerzen bereiten, doch mir blib nichts anderes übrig. Zögernd packte ich sein Handgelenk und boxte in seinen Bauch. Ich befolgte auch die anderen Schritte, trotzdem hatte ich mühe ihn auf den Boden zu bringen.

Sam
Es gab schon einen unterschied zwischen Bellas Angriff und Taras. Bella hatte ihn innerhalb weniger Sekunden auf den Boden fallen lassen, Tara zögerte. Doch als sie ihn schließlich zu Fall brachte setzte er sich sofort wieder auf. Er zuckte mit den Schultern und sah zu Bella "War doch gar nicht schlecht"

Bella
kniff die Augen zusammen. "Fließende Bewegungen und mit weniger Anstrengung. Wenn du es richtig machst, wirst du ihm weder Schaden zu fügen noch ihn verletzen. Du solltest dich eher auf die Schritte als auf die Tatsache, dass du ihn verletzen könntest konzentrieren!", riet sie Tara.

Tara
Ich nickte und sprach "Ja ich werde es versuchen" Doch ich wunderte mich warum sie wusste, dass ich ihn nicht verletzen wollte. War das so offensichtlich? Ich stellte mich gerade hin und wartete darauf, dass er mich auf den Boden warf.

Sam
"Leichter gesagt als getan..", murmelte er leise, eher zu sich als zu den anderen beiden und warf einen kurzen Blick zu Bella. Sie war ihm immer noch nicht geheuer.

Bella
"Na los!", drängte sie Sam kalt.

Tara
Ich sah ungeduldig zu Sam, der da stand.

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BeitragThema: Re: Bloody Trail ~ previously    Sa Sep 06, 2014 2:02 am

Sam
Er unterdrückte schnell den Drang zusammen zu zucken und sah zu Tara. Wie war das noch? Handgelenk...Zwerchfell...Kehle und dann wegdrücken..., ging er es kurz im Kopf durch, ehe er - sehr vorsichtig - Taras Handgelenk packte, ihr leicht ins Zwerchfell stieß, etwas unbeholfen ihre Kehle umfasste und sie vorsichtig wegdrückte.

Bella
"Wenn du es richtig machst, tust du ihr nicht weh. Und wenn du es so machst, streichelst du sie. Wir sind hier nicht in der Partnersuche, sondern im Sportunterricht. Und wie gesagt, machst du es richtig, sieht es so aus:" ohne vorwarnung packte sie Sam am Handgelenk und führte die Übung blitzschnell aus. Binnen weniger Sekunden lag er wieder auf der Matte. Schnell atmend, da er nicht darauf vorbereitet war.

Tara
Ich fiel auf den Boden, setzte mich aber gleich wieder auf. Er tat mir leid, denn Bella probierte, es um es ihm zu zeigen, an ihm aus. Doch andererseits konnte ich froh sein, dass es ich nicht war. Ich stand auf und sah zu ihm auf den Boden.

Sam
Mit weit aufgerissenen Augen starrte er sie einen Moment geschockt an. Sein Herz drohte ihm glatt aus der Brust zu springen, so schnell ging sein Herzschlag. Das hatte er eindeutig nicht erwartet, doch Bella hatte wirklich recht. Er spürte nicht mal ein ziehen, außer das von dem Aufprall auf den Boden. Schnell rappelte er sich wieder auf.

Bella
"Kapiert?", fragte sie. Doch sie wollte keine Antwort hören, sondern sah erwartungsvoll zu Sam und Tara. "Na los! Nochmal!", drängte sie die Beiden.

Tara
Ich hatte zugesehen, wie sie ihn auf den Boden warf. Bei ihr sah das immer sehr einfach aus... Ehrlich gesagt bemühte ich mich auch nicht sehr. Wenn sie mit wenig Bemühung zufrieden war, wäre doch gut. Ich wartete darauf, dass ich wieder auf der Matte landen würde.

Sam
Er atmete kurz tief durch. Er durfte weder zu viel Kraft, noch zu wenig Kraft einsetzen. Nachdem er sich einen Moment gesammelt hatte, wiederholte er das ganze noch einmal, diesmal mit wesentlich flüssigeren Bewegungen, obwohl er im Hinterkopf immer noch Angst hatte Tara zu verletzen.

Bella
"Das war schon besser. Du kannst sie mit dieser Übung nicht verletzen. Sie ist lediglich dazu da, den Gegner in die Richtige Position zu bringen um ihn DANN zu verletzen!", lobte sie. Doch keine Begeisterung war in ihrer Stimme zu hören.

Tara
Ich war wieder auf dem Boden angekommen. Wenigstens hatte ich keine Schmerzen, und so stand ich wieder auf. Es war echt komisch. Ich war plötzlich auf diesem Internat um Menschen das Leben zu nehmen. Mit diesem Gedanken konnte und wollte ich mich nicht anfreunden....

Sam
Er erwiderte lieber nichts mehr auf Bellas Lob, den er hatte keine Lust auf einen weiteren eisigen Blick von ihr. Also sah er stattdessen zu Tara und wartete darauf, das sie es nun bei ihm versuchte.

Bella
seufzte und kehrte zu Aiko zurück."Und ich muss das hier wirklich machen?", fragte sie genervt.

Aiko
Er grinste zu ihr. "Anstrengend?", fragte er ohne auf ihre Frage einzugehen.

Bella
zog es vor darauf nicht zu antworten. "Unbegabt!", knurrte sie.

Aiko
Stieß sich nun von der Wand ab und lief noch einmal an jeder einzelnen Gruppe vorbei. Dann blieb er wieder an seinem Ursprünglichen Ort stehen. "Genug für heute. Ihr wisst das diese Übung nicht mal im Ansatz schwer war. Ich für meinen Teil schäme mich über eure Unbegabtheit und hoffe das ihr in den restlichen Stunden am heutigen Tag besser arbeitet, denn wir haben nicht nur geduldiges Personal", endete er mit schneidender Stimme und bedeutete den Schülern zur nächsten Stunde zu gehen.

Bella
machte keinerlei Anstalten sich von der Wand - an die sie sich gelehnt hatte - abzustoßen und mit den Schülern in das Klassenzimmer von Mrs. Lorence, die Lehrerin für Kampfkunde, zu gehen. "Willst mir das wirklch Antun?!", fragte sie Aiko mit spottendem Ton.

Aiko
Er sah sie mit ausdruckslosem Gesicht an. "Das Leben ist nicht immer fair, ich dachte eigentlich das hättest du schon gelernt", stellte er mit gedehnten Worten fest. "Also. Ab in die nächste Stunde. Du weißt das ich keine Unpünktlichkeit dulde, vorallem nicht von dir", wies er sie grob an.

Bella
"Nein, das leben ist schlecht...", knurrte sie und gab sich mühe möglichst langsam aus dem Zimmer zu gehen. Doch sie spürte Aikos brennenden Blick auf ihrem Rücken und beeilte sich. Bella fasste sich automatisch wieder an die Narbe. So einen Fehler würde sie nie wieder machen, doch sie wusste bereits wie weit sie gehen konnte.

Tara
Ich atmete erleichtert aus. Endlich war diese Stunde vorbei. Ich ignorierte Aikos gerede. Ich wollte das hier nicht, also kann er keine Meisterleistung erwarten. Am liebsten wäre ich jetzt Zuhause gewesen. Einfach nicht hier. Doch jetzt gab es anscheinend noch mehr Stunden. Mir reichte eigentlich schon diese. Ich sah zu Sam und lief mit den anderen.

Sam
Nervös kaute er auf seiner Lippe herum, während er neben Tara her lief. Immer wieder dachte er daran, wie gerne er nun in seinem richtigen Zuhause sitzen würde und von seinen Eltern ignoriert wurde. Ihm kam das als wesentlich kleinere Strafe vor, als HIER zu sein.

Bella
nahm einen kürzeren Weg und kam als erste im Klassenzimmer von Mrs Lorence an.

Tara
Ich sah zu Sam und sprach mit leiser Stimme"Hey...ich bin übrigens Tara und du?" Auch wenn es jetzt nicht wirklich der passenste Moment war um soetwas zu fragen. Ich wollte mich einfach ein wenig ablenken, was nicht besonders gut klappte. Ich konnte auch vertehen, wenn er nicht antwortete.

Sam
Er sah zu ihr, ein flüchtiges Lächeln huschte über sein Gesicht. "Sam", erwiderte er und folgte den Schülern weiter.

Tara
Ich erwiederte kurz das Lächeln ehe ich schon wieder auf den Boden starrte. Eigentlich wusste ich garnicht, was jetzt kommen würde. Entweder wusste es niemand, oder ich hatte nicht aufgepasst. Still folgte ich den anderen Schülern.

Bella
blieb an der hintersten Wand im Klassenzimmer stehen. Sie hasste Kampfkunde, doch Aiko hatte dafür gesorgt, dass es nicht ihr schlechtestes Fach war.
In Kampfkunde lernte man sowohl theoretisch als auch Praktisch. Zum beispiel brachte man einem dort bei, wie verschiedene Rüstungen aufgebaut sind und mit welchen Waffen man sie durchbrechen kann. Oder man lernt praktisch eine Lage blitzschnell zu durchschauen und sich einen passenden Plan zu überlegen. Doch den Plan dann auch durchzusetzen fiel in den Bereich vom Fach Strathegie.

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BeitragThema: Re: Bloody Trail ~ previously    Sa Sep 06, 2014 2:13 am

Sam
Mit einem mulmigen Gefühl im Magen trat er in den Klassenraum und mischte sich möglichst unsichtbar in die Menge, damit er nicht wieder das Vorführobjekt wurde. Er wartete eher mit Furcht auf das was nun kommen würde.

Emma-Rose (Mrs Lorence)
betrat das Klassenzimmer. Diesmal waren alle Schüler pünktlich. Anscheinend hatte Aiko ihnen deutlich klar gemacht was bei zuspät kommen passieren könnte.
"Guten Morgen!", sagte sie mit strenger lauter Stimme die durch das Klassenzimmer hallte. "Sucht euch einen Platz und setzt euch. Wer redet wird umgesetzt, und zwar genau hierher!", sie deutete auf einen Platz direkt vor ihrem Pult.

Bella
nahm in der ersten Reihe platz. Sie wusste schon lange, dass Aikos Schülerin in der ersten Reihe sitzen musste. So verlangte es jeder Lehrer. Sie sollte ja nicht unaufmerksam werden.

Sam
Etwas erschrocken über den barschen Ton der Lehrerin starrte er nach vorn. Er wusste nicht was ihn erwarten würde und wollte es auch überhaupt nicht wissen. Deshalb saß er möglichst unauffällig da und bemühte sich nicht ZU verängstigt zu wirken. Diese ganze Schule machte ihm ordentlich Muffensausen.

Emma-Rose (Mrs Lorence)
als sich alle gesetzt hatte huschten ihre Augen über jeden einzelnen Schüler und musterten ihn. "Mein Name ist Emma-Rose-Kathrin-Gweniver Lorence, aber wenn mich auch nur einer bei meinem vollen Namen nennt, dann muss die ganze Klasse die Konsiquenzen dafür tragen. Für euch bin ich Mrs Lorence und werde das auch immer bleiben!", begann sie. Ihre Stimme war ruhig, fast sanft, aber dennnoch hatte sie etwas Gefährliches in sich.
"Dieses Fach wird Kampfkunde genannt. Hier werdet ihr lernen die verschiedenen Rüstungen zu unterscheiden, Wege zu finden sie zu umgehen und theoretische Kampfübungen. Wie ihr seht beschränkt sich dieses Fach allein auf die Theorie, aber das bedeutet es gibt viel zu lernen. Ich erwarte von euch äußerste Disziplin beim Lernen und viel Ergeiz um das Ziel zu erreichen das wir euch setzen"
Sie machte eine kurze Pause. Jeder schwieg!
"Ich weiß nicht, ob Aiko euch den lustigsten Teil schon erzählt hat, aber ich werde ihn sonst einfach wiederholen. Jedes halbe Jahr wird einer von Euch ausgewählt, eine Aufgabe zu erfüllen, also jemanden zu foltern oder zu töten. Dazu werdet ihr die Schule verlassen, aber wir überwachen euch auf Schritt und Tritt. Diese Prüfungen dienen zum einen um Schwächlinge auszusondern - diejenigen die bei diesem Vorhaben sterben - und Feiglinge zu lehren ihre Furcht zu zügeln - diejenigen die sich weigern. Nun gut, noch fragen?"

Sam
Er schluckte hart. Okey, nun war es doch noch schlimmer gekommen... Sein Magen verkrampfte sich bis ein stechender Schmerz darauß entstand. Schwächlinge, Feiglinge...genau das war er an dieser Schule, nur das er im Unterschied zu vielen anderen wohl schon einmal eine Waffe in der Hand hatte. Er konnte ein paar Selbstverteidigungstechniken dazu, dann war aber auch schon schluss..

Mrs Lorence
"Oh, und derjenige der den ersten Auftrag hat, hat die Ehre von unserer lieben Isabella begleitet zu werden", sagte sie.

Bella
atmete einmal tief durch. Das hatte ihr noch gefehlt. In einem halben Jahr würde dieser Auftrag sein und sie hatte einen kaum ausgebildeten dummen kleinen Quälgeist am Hals.
Sie stöhnte kaum merklich.

Mrs Lorence
"Gut fangen wir an...", sagte sie nach einer kurzen Schweigeminute.

Sam
Es war amtlich, mit Bella zu diesem Auftrag zu gehen war wie mit einem Grizzly spielen. Eine falsche Bewegung und du WARST mal ein lebender Mensch...

Bella
warf Sam einen vernichtenden Blick zu. Sie schüttelte den Kopf doch innerlich wusste sie schon halb mit wem sie diesen Auftrag würde machen müssen.

Sam
Als er ihren Blick auffing sank er tiefer in seinen Stuhl. Er wäre am liebsten im Erdboden versunken und nie wieder aufgetaucht... Aber das ging leider nicht und so musste er einfach versuchen nicht weiter aufzufallen, weder positiv noch negativ.

Bella
drehte sich wieder nach vorne. Mrs Lorence sagte gerade: "Findet euch in zweier und dreiergruppen zusammen und bearbeitet die Aufgaben unter euren Bänken!"
Bella drehte sich wieder um und winkte Sam zu sich. Irgendwie konnte sie ihn nicht ausstehen aber andererseits mochte sie ihn.

Sam
Aus seinem Gesicht wich jegliche Farbe. Musste Bella so schrecklich zu ihm sein und ihn immer noch weiter triezen? Aber er wagte es nicht sich gegen sie zu wiedersetzen, denn das käme einem Kopfschuss gleich. Beides führte unweigerlich zum Tod. Deshalb holte er die Aufgaben hervor und lief langsam und mit stockendem Atem zu Bella.

Bella
"Setz' dich!", sagte sie unwirsch und deutete auf den Stuhl neben sich. "Hör' zu, wenn du keine Ärger willst, dann mach die Aufgaben. Wenn du in der ersten Stunde gut mitarbeitest wird sie dich eine Zeit lang in Ruhe lassen und die anderen triezen!" Ihre stimmte war kaum mehr als ein Flüsterton und Mrs. Lorence hörte sie nicht.

Sam
Ohne sie anzusehen nickte er. Er wusste nicht was er davon halten sollte. Zuerst versuchte sie ihn zur Tode zu erschrecken und jetzt half sie ihm?

Bella
"Schön!", antwortete sie mit ihrem üblichen kalten Tonfall. "Verstehst du die Aufabenstellung?"

Sam
"Nicht ein klitze kleines bisschen", erwiderte er mit einem verständnislosen Blick auf den Zettel.

Bella
streckt ihren Arm aus um ihm etwas auf dem Papier zu zeigen. Dabei verrutschte ihr Ärmel - Bella trug IMMER lange Shirts - und ihr von Narben gezierter Unterarm kahm zum vorschein. Es war sofort klar, dass diese Narben nicht von zufälligen Verletzungen im Umgang mit waffen herrührten.

Sam
Er konnte nichts dagegen machen. Er starrte auf ihren Arm. Die vielen Narben, kantig, rund, lang und kurz. Verzweifelt versuchte er den Blick davon los zureißen, doch seine Augen wollten sich nicht abwenden. "Woher hast du die?", platze er ganz leise heraus. Er wusste nicht warum, aber vielleicht auch nur weil er ein wenig unter Schock stand.

Bella
blickte auf ihren Unterarm hinab und rückte hastig den Ärmel zurück. Etwas wie Angst spiegelte sich in ihren Augen, doch einen kurzen Moment später, war es wieder verschwunden. Sie öffnete den Mund um etwas zu sagen, schloss ihn aber wieder. Als sie sich gefasst hatte, sagte sie in kaltem Tonfall: "Das geht dich nichts an!"
Sie wollte ihm erst sagen, dass sie von Aiko stammten. Doch sie überwand sich nicht dazu. Sie konnte sich nicht überwinden zu sagen, sie rührten daher, dass sie nicht gehorsam war. Sie konnte sich nicht dazu durchringen ihm zu sagen, wie schrecklich Aiko und seine Mehthoden waren.

Sam
Er wandte den Blick schnell wieder auf den Zettel. Langsam aber sicher verstand er Bella ein wenig. Sie hielt alle nur auf Abstand um ihnen nicht erzählen zu müssen was passiert war. Doch immer noch machte sie ihm Angst. Er beschloss einfach nicht mehr zu fragen und seine Zeit hier abzusitzen. Später könnte er immer noch versuchen mit ihr zu reden. Doch nun zählte es nur hier lebend raus zu kommen. "Wie funktioniert das jetzt?", fragte er leise, da er es nicht mehr aushielt einfach nur rumzusitzen und löcher in den Zettel zu starren.

Bella
"Ganz einfach!", sagte sie mit ihrer üblichen schroffen Stimme. "Schau dir den Entwurf der Rüstung an, und kreise die Schwachstellen rot ein. Dann solltest du dir überlegen, ob es günstig währe eine solche Rüstung im Kampf einzusetzen und zuletzt wie du die Schwachstellen ausnutzen und die Starken Teile umgehen kannst!"

Sam
Diese Erklärung half ihm nur gering, doch immer hin hatte er nun eine ungefähre Vorstellung was er machen sollte. "danke", murmelte er und sah sich die skizze der Rüstung genau an.

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BeitragThema: Re: Bloody Trail ~ previously    Sa Sep 06, 2014 2:21 am

Bella
wandte sich ihrem Blatt zu, nahm einen Stift zur Hand und begann zu schreiben. Nach kurzer Zeit war sie fertig.

Sam
Es war leichter als er gedacht hatte. Die Schwachpunkte fand er schnell und auch der Rest war einfacher als es bei der Erklärung geklungen hatte. Er brauchte zwar länger als Bella, aber nicht so lange wie die meisten anderen.

Bella
murmelte etwas unverständliches. Dann sah sie auf und reichte das Blatt an Mrs Lorence weiter.

Mrs Lorence
sah sich das Blatt durch und nickte dann knapp. Nun nahm sie Sams Blatt entgegen und runzelte beeindruckt die Stirn.

Sam
Er wusste nicht ob das Stirnrunzeln der Lehrerin etwas gutes, oder etwas schlechtes verhieß, also blieb er stumm wie ein Karpfen auf seinem Platz sitzen und wartete einfach ab.

Mrs Lorence
legt ihm das Blatt wieder vor die Nase. Das war natürlich klar gewesen. Bella saß neben ihm und er konnte es. Typisch! Aber vielleicht war er ja auch selbst auf die Idee gekommen. "Ihr könnt euch leise unterhalten!", sagte sie schließlich.

Sam
Da er keine Aussage zu seinem "Meisterwerk" bekommen hatte sah er weiter stumm auf seinen Zettel. Sie hatte vielleicht gesagt das sie sich leise unterhalten konnten, aber er würde nicht von sich aus auf Bella zugehen. Nie. Im. Leben.

Bella
sah zu Sam. Dann wandte sie sich um und begann etwas auf die Rückseite ihres Blattes zu zeichnen.

Sam
Er wusste das er es bereuen würde, doch trotzdem sah er über Bellas Arm hinweg auf das Blatt um erkennen zu können was sie zeichnete.

Bella
war gar keine schlechte zeichnerin. Mit Bleistift malte sie Augen, das einzige was ihr von ihrer Mutter noch in Erinnerung geblieben war. Außenrum malte sie ein verschwommenes Gesicht, auf dessen Wange eine Träne war.
Bella hatte die Augen leer gemalt, wie sie an die Decke starrten und kein Ausdruck darin zu erkennen war.
Mit blauen Stift hob sie die Iris der Augen hervor. Den rest schattierte sie schwarz-weiß

Sam
Mit jedem weiteren Detail das zu dem Bild dazu kam weiteten sich seine Augen ein Stück mehr. Diese Augen waren so real, das er das Gefühl hatte die Person der sie gehören würde auf Bellas Tisch liegen.

Bella
sah zu Sam. Sie hatte genau die selben Augen, wie die, die sie auf Papier gezeichnet hatte. Alles stimmte überein, Fraube Ausdruck, einfach alles! Blau-grau, stumpf, ohne Glanz, ohne Hoffnung, leer, tot! Doch die Augen auf dem Blatt Papier waren tot... Doch sie unterschieden sich in keinster Weise von denen von Bella, obwohl Bella lebte!

Sam
Als er ihren Blick auffing zuckte er unwillkürlich zusammen. Schnell wandte er den Blick ab und verdrängte das gezeichnete Bild und die Augen von Bella aus seinem Kopf. Warum zeichnete sie ihre eigenen Augen?

Bella
sah auf das Bild hinab.
Mit einer schnellen Bewegung zerknüllte sie das Papier und warf es weg. ~Nein! Du darfst es nicht wieder sehen!~, murmelte sie sich in Gedanken zu.

Sam
Er sah dem Papierklumpen kurz nach, dann wandte er schnell wieder den Blick ab. Das war wirklich gruselig gewesen.

Bella
schaute auf die Uhr und genau in dieser Minute läutete die Glocke, doch alles war still. Bella war die einzige die sich rührte und aufstand. Nebenbei schrieb sie die Hausaufgabe auf einen kleinen Zettel und ging dann zur Türe. Nun hatten sie Mittagspause. Danach würde es mit Strathegie weitergehen.

Sam
Er war hin und her gerissen. Einerseits erschien es ihm logisch aufzustehen und zu gehen, andererseits blieben die anderen auch sitzen. Nur Bella war gegangen.

Bella
stöhnte und verdrehte die Augen. Mrs Lorence war schon gegangen. Sie bedeutete Sam mitzukommen, denn wer über die Mittagspause im Klassenzimmer blieb bekam ärger...doch die würden das sehr schnell rausfinden.

Sam
Er stand auf und lief schnell aus dem Raum. Selbst wenn Bella ihm Angst machte, sie war schon länger hier und wusste wie es hier ablief. Das sie ihm - wenn auch auf ihre eigene Art - half, war für ihn ein großer Vorteil.

Bella
"Mitkommen!", befahl sie und ihre Stille ließ keine Wiederrede dulden.
Schnell liefen sie durch die Gänge, auf einmal stellte sich ihr Aiko in den Weg. "Aiko!", sagte sie trocken. Von hinten spührte sie einen Luftzug und sie bemerkte wie ein Neuer versucht hatte ihr vor lauter Übermut einen Papierball in die braune Ledertasche zu stopfen, die sie immer mit sich führte.

Sam
Wie angewurzelt blieb er hinter Bella stehen und sah etwas erschrocken in das Gesicht des Mannes, der Bella den Weg versperrte.

Aiko
"So so, du zeigst einem Neuling die Schule?", fragte er mit einem spöttischen lächeln. "Das sind ja ganz neue Seiten an dir Bella."

Bella
drehte sich zu dem Neuen um. "Ich an deiner Stelle würde das sein lassen, kleiner!", sagte sie zischend. Der Neue war nach Bellas Schätzung dreizehn Jahre alt, aber ganz schön frech der kleine. "Und ich würde jetzt auch die Füße in die Hand nehmen. Los! Lauf, Kleiner. Lauf!" Ihre Stimme war fast zärtlich und doch befolgte der Junge ihren Befehl sofort.
Genervt verdrehte Bella die Augen. "Entschuldige mich Aiko, ich war...abgelenkt. Zu deiner "neuen Seite an mir": Ich habe mir gedacht, irgendwann sollte ich mir auch ein Haustier zulegen!"

Sam
Das er mit 'neues Haustier' gemeint war wusste er genau, traute sich wiederum nicht irgendwas dagegen zu sagen.

Aiko
"Interessantes kleines Haustier. So weit ich informiert bin weiß dein kleines Haustier ziemlich viel über Rüstungen" Eine seiner Augebrauen flog in die Höhe während er erst Sam und dann Bella eingängig musterte.

Bella
"Ach ja?", fragte sie. "Interessant... Freut mich zu hören, das er wenigstens in der Kampfkunde seine Vorliebe gefunden hat. In Sport ist er ja nicht gerade....eine Leuchte!". Bella spielte auf seine Mieserable Doppelstunde Sport an, die er 1 1/2 Stunden zuvor mit ihr durchlebt hatte.

Sam
Also war sein "Meisterwerk" doch nicht nur heiße Luft! Die Andeutung von Bella interessierte ihn nicht. Er hatte dabei keinen Grund sich zu schämen. Schließlich war er nicht freiwillig hier.

Aiko
"Du hattest früher auch deine Probleme Bella. Jedenfalls habe ich eine Bitte an dich. Da ich weiß das Cooper gerne mal einem Schüler das Genick bricht bitte ich dich ihn davon abzuhalten. Wir sind in diesem Jahr etwas....unterbesetzt, da ist jeder Schüler wichtig", bat er und sah noch ein letztes mal misstrauisch zu Sam, ehe er so schnell wie er gekommen war auch wieder verschwand.

Bella
seufzte und verdrehte die Augen. "Jetzt muss ich wieder die Kleinen beschützen, war ja klar. Ich wünschte ich könnte sie loswerden!", zischte sie. "Los, Mittagessen! ICH will nicht zu spät kommen, du hast gehört, was Cooper mit uns tun wird...nun ja, mit DIR tun wird wenn du zu spät kommst. Mir wird er nicht viel tun. Ich habe zwei Vorteile: Aiko und seine "Fürsorge"!"

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BeitragThema: Re: Bloody Trail ~ previously    Sa Sep 06, 2014 2:28 am

Sam
Aikos Aussage beunruhigte ihn schon ein wenig...okey, sehr. Die Aussage beunruhigte ihn so sehr das er das Atmen für einen Augenblick vergaß und nun nach Luft schnappte. Er folgte Bella einfach.

Bella
verlor kein Wort mehr.
Als sie den Speisesaal betrat, wandten sich alle Köpfe zu ihr um und es wurde etwas stiller als sonst. Sie zog nur die rechte Augenbraue in die Höhe und sezte sich an einen freien Tisch an den sich keiner außer Sam setzte.

Sam
Es war ihm ziemlich unangenehm als einziger in Bellas Nähe zu sitzen. Erstens starrten alle anderen ihn und zweitens starrte SIE ihn auch an. Und das war schlimmer als sein schrecklichster Albtraum.

Bella
kniff die Augen zusammen, als er sie anstarrte. Dabei blitzen ihre Eisblauen Augen einmal kurz auf und sie wirkte umso bedrohlicher.
Sie warf ihre Jacke auf den Tisch, dann ging sie um sich Essen zu holen. Dabei stellte sie sich aber nicht hinten an - wie alle anderen auch - sondern ging gleich nach vorne und holte sich ihr essen als erste ab.

Tara
Wie alle anderen blieb ich sitzen, als es geklingelt hatte. Nur zwei andere und die Lehrerin verliessen den Raum. Nach ein paar Minuten wurde es mir hier zu blö'd. Ich stand auf und verliess das Zimmer. Ich war überzeugt, dass wenn die Lehrerin geht, wir auch gehen dürfen. Ich lief planlos in eine Richtung. Ich musste erstamal über alles nachdenken, was Mrs. Laurence uns mitgeteilt hatte. Ich könnte doch nicht einfach so einen Menschen das Leben beenden.
Ich konnte manchmal sogar nicht einmal Blut sehen. Mir wurde sofort schlecht. Desshalb konnte ich mir auch nicht erklären warum genau ich hier war...als schliesslich der Gang zu ende war hatte ich keinen Plan wo ich war. Ich lief einfach ohne nachzudenken irgendwo hin. Ich lief in die richtung aus der ich vermutete, dass sie die richtige war und kam irgendwann zum Speisesaal. Sichtlich erleichtert setzte ich mich.

Sam
Ihm war der Appetit vergangen, er hatte keinen Hunger und blieb einfach stumm wie ein Karpfen an seinem Platz. Sein Magen fühlte sich an als hätte man einen riesigen Knoten hinein gemacht. Fast dachte er, er müsste sich gleich übergeben.

Bella
"Du bekommst erst heute Abend gegen acht Uhr wieder etwas zu essen. An deiner stelle würde ich es mir genau überlegen, ob du isst oder nicht!", sagte sie kalt

Tara
Ich achtete gar nicht, wo ich mich hingesetzt hatte. Ich stützte meinen Kopf ab und bemerkte erst jetzt, dass ich neben Sam, mit dem ich eine Übung machen musste, und neben Bella, die mir nicht gerade sehr sympathisch rüberkommt, sass. Ich wusste nicht was ich machen sollte also blieb ich einfach sitzen und starrte auf die Tischplatte

Sam
"Glaub mir, ich habe es gut durchdacht...", murmelte er viel zu ausgelaugt um sich sorgen um Bellas kalte Stimme zu machen. So langsam ignorierte er die Tatsache das sie so abweisend war einfach.

Bella
als sie aufgegessen hatte, stand sie auf und warf einen letzen Blick auf Sam und Tara. "Erinnere dich, was Aiko über unseren lieben Herrn Strathegielehrer gesagt hat, Sam!", zischte sie dann ging sie mit langsamen, sicheren Schritten davon. Die Menge teilte sich und Bella verschwand im Gang.

Sam
Er seufzte tief als sie weg war und legte seinen Kopf auf den Tisch. Das war ihm eindeutig alles zu viel. Erst diese abgedrehte Schule, dann diese Bella und jetzt auch noch ein Leherer der den Schülern gerne mal den Hals umdreht...

Bella
betrat das Klassenzimmer. Es waren wenige Schüler zugegen, aber nur welche, die schon länger auf der Schule waren. Ein Junge kam auf sie zu und begrüßte sie mit den üblichen Worten. "Lass' mich einfach in Ruhe, klar?", sagte sie zu ihm. Er lernte nie aus seinen Fehlern. Entweder hatte er eine Wetter verloren, bei dessen Einsatz man sie die Restliche Zeit in dieser Schule nerven musste, oder er war einfach nur Lebensmüde.

Tara
Ich sah kurz auf. "Soll ich meinen Platz wechseln?" fragte ich ihn. Ich mochte es auch nicht, wenn sich einfach irgendjemand neben mich setzt ohne zu fragen.

Sam
Er sah auf und erblickte Tara. Ihm war überhaupt nicht aufgefallen das sie sich zu ihm gesetzt hatte. "Nein nein, ist okay. Ich muss nur erstmal verarbeiten das hier ein Kerl herum läuft der anderen gerne das Genick bricht", erklärte er mit einem verzerrten Gesichtsausdruck.

Tara
Hatte ich das etwa richtig verstanden? Ich schluckte kurz und sah ungläubig zu ihm und fragte "Und wer ist dieser Kerl?" in der nächster Sekunde bereute ich diese Frage. Ich wollte es eigentlich nicht wissen, doch meine Neugier war zu gross.

Bella
sah auf die Uhr. Der Zeiger schlug gerade auf 1 Uhr Nachmittag um und genau in diesem Moment kam der Lehrer hinein. Die Stunde begann!

Sam
"Unser nächster Lehrer.", erklärte er und sein Blick fiel auf die Uhr. Er riss die Augen auf und sprang auf. "Scheiße!", fluchte er. "Komm schnell! Wir sind zu spät!" Panik kroch in ihm hoch als er daran dachte in der Stunde mit so einem Lehrer zu spät zu kommen.

Cooper
Er schlug die Tür auf und knallte sie nach dem eintreten mit dem Fuß wieder zu. Jeder Schüler im Raum zuckte zusammen. Alle außer Bella. Die war es von ihm gewohnt. "So, damit sollte jeder von euch Belgern wach sein!", knurrte er und ließ seinen Blick durch die Reihen schweifen. "Wir sind nicht vollzählig oder?", fragte er und freute sich schon auf die Nachzügler. Ein verspäteter Schüler war für ihn wie ein sechser im Lotto.

Tara
Das waren doch schon mal gute Voraussichten. Zu spät zu kommen bei dem...Lehrer. Sofort sprang ich auf und eilte zu dem Klassenzimmer.

Bella
zog die Augenbrauen hoch und sah dem Lehrer direkt in die Augen. Er war so berechenbar, so ... Bella konnte ihn nicht ausstehen!

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BeitragThema: Re: Bloody Trail ~ previously    Sa Sep 06, 2014 2:44 am

Sam
Er eilte genau wie Tara zum Klassenzimmer und öffnete die Tür mit bösen Vorahnungen. Mit eingezogenem Kopf trat er ein und wollte auf einen freien Platz laufen, als der Lehrer die Stimme erhob.

Cooper
"Halt! Ihr beiden entscheidet euch auch mal meinen Unterricht zu besuchen? wisst ihr, das ist hier kein Wahlkurs. Wäre dieses Fach freiwillig hätte ich nichts zu tun und glaub mir, ich mache alles lieber als euch etwas beizubringen. Aber wenn ihr schon zu spät seit, könnt ihr mir ja heute als Vorzeigepersonen dienen. Dann ist es für den Rest anschaulicher", seine Stimme war scharf wie eine Rasierklinge und an seinem Hals pulsierte seine "Wutader"

Bella
sah wie Sam sie fast hilfesuchend ansah, doch sie blieb einfach lässig auf ihrem Platz sitzen. Das einzige was sie tat war, ihren Waffengürtel zu öffnen.
Wie als wäre sie im Kino, legte sie die Beine auf einen leeren Stuhl neben sich und beobachtete das alles. Das Bild wäre perfekt, wenn sie Popcorn gehabt hättte.

Tara
Als ich mich zu einem freien platzt setzen wollte blieb ich sofort stehen. Ich drehte mich um und sah den verärgerten Lehrer. Als er uns auch noch sagte, dass wir Vorzeigepersonen sind wurde mir unwohl. Wer weiss schon was er mit uns anstellt. Trotzdem wagte ich es nicht ihm zu widersprechen.

Sam
Er schluckte den Kloß hinunter, der sich binnen Minuten in seinem Hals festgesetzt hatte. Na toll... wenn er das hier überleben sollte - und er hoffte es - würde er die Welt mit gaaanz anderen Augen sehen.

Cooper
"Sicherlich könnt ihr mit dem Fach Strathegie nichts anfangen, wen wunders...Ich werde euch hirnlosen Kleinkindern beibringen wie ihr einen Menschen überwältigt. Ihr müsst euch einen Plan ausarbeiten, eine Strathegie. Ich hoffe das ist nicht zu hoch für euch", knurrte er und durchbohrte jeden der eingeschüchterten Schüler mit einem Blick. Bella ignorierte er. Sie wusste alles was er hier erzählte schon, deshalb musste er sie nicht beachten. "Ich werde heute mit euch eine einfache Strathegie durchgehen. Es sind kaum Hindernisse dabei. Ich will das ihr euch eine Strathegie überlegt, wie ihr jemanden überwältigen könnt, ohne das er euch bemerkt. Euer "Opfer" hält sich allein im Haus auf. Also ein leichtes. Ihr habt jetzt zwei Minuten Zeit euch etwas zu überlegen. Und ihr-", nun wandte er sich zu Sam und Tara "Werdet das ebenfalls tun. Ihr überlegt euch gut wie ihr das anstellen könntet und dann werde ich die beste Strathegie auf euch anwenden." Ein hämisches Grinsen stahl sich für einige Sekunden auf seine Lippen.

Bella
funkelte Cooper an. Noch war es nicht so weit einzugreifen, aber sie war sich sicher, das der Moment kommen würde. Geduldig wartete sie ab. Ihr kalter Blick zuckte zwischen Cooper, Tara und Sam hin und her.

Tara
Als ob ich mich jetzt noch konzentrieren könnte. Ich war angespannt, denn ich wusste nicht wie weit dieser Lehrer gehen würde. Ich konnte nur hoffen, dass ich nicht auf der Krankenstation landete. Trotzdem versuchte ich mein bestes und versuchte eine nicht gerade Idi,otische Strategie heraus zu finden.

Sam
Er zermaterte sich das so schon angespannte Hirn darüber wie man eine Person in einem Haus überwältigen könnte. Ein offenes Fenster? Davon war keine Rede... Er musste etwas besseres finden....Irgendwas..

Cooper
Nachdem die zwei Minuten abgelaufen waren nahm er einen nach dem anderen dran. Bella ließ er auch hierbei außen vor. Er konnte sie nicht leiden und das beruhte auf gegenseitigkeit. Als aller letztes nahm er Tara und Sam dran. "So ihr beiden, was habt ihr euch denn überlegt?" Bisher hatte er eigentlich nur Schwachsinn gehört..

Bella
verdrehte die Augen. ~Idiot!~, dachte sie und starrte ihn böse an. Es war offensichtlich dass er sie nicht mochte, doch sie gab sich auch nicht sonderliche Mühe ihre Abneigung gegenüber ihm zu vertuschen. Es war allgemein bekannt, dass Bella, Aikos Liebling - wie sie immer so schön genannt wurde -, sich nicht mit dem allseits verhassten Strathegielehrer vertrug. Deshalb gab es auch öfters Diskussionen zwischen den Beiden. Sie verstanden sich beide sehr wohl darauf mit Worten zu verletzen.

Tara
Ich musste jetzt auf die schnelle etwas erfinden. "Ähm...ich würde in den zweiten Stock 'einbrechen' und warten bis das Opfer abgelenkt ist. Danach würde ich das Opfer überraschen..." das war alles, was mir so gerade durch den Kopf ging.

Cooper
"Wie würdest du in die Wohnung einbrechen? Du solltest keine Spuren hinterlassen sonst wird es dir später zum Verhängnis.", löcherte er sie.

Bella
atmete tief ein und stieß den Atem hörbar laut aus um ihrer Missbilligung kund zu tun.

Tara
Etwas hilflos stand ich da. Ich hatte keine Ahnung wie ich das anstelle sollte. Ich sprach einfach das aus, was mir gerade in den sinn kommt" Ich würde durch ein Offenes Fenster gehen...habe ich dabei Handschuhe an. Oder ich organisiere mir irgendwie die Haustürschlüssel"

Bella
zog die Augenbrauen nach oben und ihre Mundwinkel zuckten leicht. ~Anfänger! Überlege dir genau was du sagst, weil eigentlich habe ich nicht vor irgendjemanden retten zu müssen. Aber wenn es sein muss...~, dachte sie.

Cooper
Das ließ er einfach gelten. Es war ihm zu anstrengend noch weiter darüber zu diskutieren, schließlich war kein offenes Fenster erwähnt worden. "Ausbesserungsfähig", knurrte er und wandte sich nun zu Sam. "Und du?", fragte er nicht in der Hoffnung noch etwas ordentliches zu hören.

Sam
Er atmete einmal tief durch. Das offene Fenster wäre auch seine erste Möglichkeit gewesen, aber er musste sich nun etwas ausdenken. "Die Person soll - so weit ich mir das zusammen reimen konnte - umgebracht werden. Also ist es nicht schlimm wenn sie einen davor sieht. Denn Leichen sind nicht sehr gesprächig und in solchen Angelegenheiten ziemlich verschwiegen" Er bemühte sich über seine eigene Wortwahl kein lächeln zu verlieren. "Also könnte man es sich einfach machen, man zieht sich Handschuhe über, die nicht grade danach aussehen das man jemandem damit den Hals umdrehen will, dann...klingelt man einfach. Gibt sich als Mechaniker aus der Routinemäßig die Heizung ablesen soll, hofft das die Person einen reinlässt und in einem unbeobachteten Moment kann man sie überwältigen. Sollte sie einen nicht reinlassen kann man das ganze auch sofort erledigen und die Person schon im Türrahmen zur Strecke bringen", er war erstaunt das er so etwas wusste. Er hatte gar nicht groß darüber nachgedacht, nur logisch schlussgefolgert. Wozu Krimifilme alles in der Lage waren...

Bella
sah viele Schwächen in Sams Plan, doch im Großen und Ganzen war er besser als der von Tara.

Tara
Ich war erleichtert, dass er keine weiteren Fragen mehr stellte. Ich wusste selber das mein Plan nicht wirklicht gut war. Ich hatte mir soetwas aber auch noch nie überlegt. Ich hätte nie damit gerechnet hier zu landen.

Cooper
Er zog verwundert eine Augenbraue hoch. Brauchbare Teile gab es schon in diesem Plan. Vielleicht war nicht alles perfekt, aber das Grobe stimmte. "Was machst du wenn andere Leute in der Nähe sind, die es sehen könnten? Wenn die Person dich nicht herein lässt.", hakte er nach.

Sam
Er schmunzelte. "Am besten man wartet bis alles Menschenleer ist.", vermutete er. Er wusste nicht genau wie er so ein Problem lösen konnte. Aber das erschien ihm einzig logisch. Er konnte sich nicht einfach in die Wohnung drängeln, das würde andere misstrauisch machen.

Bella
verdrehte die Augen. Genauuu, warten bis die Menschen weg waren. Es war IMMER jemand da der einen beobachtete! Darauf kann man Gift nehmen!!!

Cooper
"Die Wände haben Augen" War seine einzige Aussage dazu. "Aber gehen wir mal davon aus es ist menschleer. Woher willst du wissen das das Opfer allein ist? Könnten sich nicht andere dort aufhalten?"

Sam
Daran hatte er noch keine Gedanken verschwendet. "Man sollte die Person im Augen haben, wenn man weiß ob da jemand ein und aus gegangen ist, läuft man nicht ins offene Messer" Es war vielleicht nicht einfallsreich, aber in Filmen klappte sowas auch immer.

Bella
~Besser umschrieben währe es eine gute Antwort...~, dachte sie.

Tara
Ich stand unruhig da. Ich mochte solche Situationen nicht. Doch hier wird es die bestimmt all zu oft geben. Im moment war er zum glück noch mit Sam beschäftigt. Seine Idee empfand ich am besten, auch wenn ich mich nicht mit diesem Thema auskenne. Jetzt bereute ich es keine Krimis angesehen zu haben.

Cooper
"Ins offene Messer laufen, das ist genau mein nächster Punkt. Was machst du wenn die Zielperson sich wehren kann und das nicht zu knapp?", fragte er weiter.

Sam
"Ich denke nicht das jemand mit einer Waffe an die Tür geht...aber wenn die Person Kampfsporterfahrung hat müsste man die Schwachstellen seines Gegenübers herausfiltern und diese zu dem eigenen Vorteil nutzen", erwiderte er. Das war mal ein nützlicher Tipp den die Kampfkundelehrerin von sich gegeben hat.

Bella
ließ die Schultern sinken und gähnte ungeniert. Sam machte seine Sache gut, also keinen Grund zur Sorge.
Sie lehnte sich in ihrem Stuhl zurück. legte die Füße auf den Tisch und schloss die Augen. Obwohl es vielleicht nich so aussah, als ob sie aufmerksam war, war sie es - vielleicht sogar viel mehr als andere die die Augen offen hatten.
Bella hatte, dank Aiko, ein sehr gutes Gehör und konnte Situationen allein durch ihren Klang einschätzen und beurteilen.

Tara
Neben Sam kam ich mir nicht gerade sehr schlau vor. Andererseits will ich das auch nie lernen. Je länger er redete desto angespannter wurde ich.
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BeitragThema: Re: Bloody Trail ~ previously    Sa Sep 06, 2014 3:00 am

Cooper
Mit einem Satz schnellte er nach vorn, nahm Tara in den Würgegriff und sah zu Sam. "Wie kann Tara sich daraus befreien?" Er packte das Mädchen nicht grade mit Samthandschuhen an, sondern drückte ziemlich fest zu.

Sam
Er sog erschrocken Luft ein als Cooper nach vorne sprang und Tara würgte. In diesem Moment war er nicht mehr dazu in der Lage sich etwas einfallen zu lassen. Er stand nur da, mit vor panik geweiteten Augen.

Bella
öffnete langsam und gemächlich die Augen. Als Sam keinen Laut aus seiner Kehle bekam, verdrehte sie die Augen und stand auf. Langsam, fast entspannt ging sie auf Cooper zu und sagte: "Das geht ganz einfach!". Bella zog so schnell ein Messer aus dem Gürtel, das man es kaum sehen konnte und mit einer weiteren schnellen Bewegung stand sie hinter Cooper und legte ihm sachte das Messer an die Kehle. "Fairplay ist nicht meine Stärke, lassen Sie sie los. Sie wären tot, ehe sie es wäre!" mit dem Kopf nickte sie in Richtung Tara

Cooper
Das Messer an seiner Kehle störte ihn ziemlich wenig. "Wenn du nichts dagegen hast Isabella, würde ich meinen Unterricht fortführen. Und zu meinem Unterricht gehört nun einmal die praktische Kenntnis.", murmelte er ruhiger als normal. Das er ihren vollen Namen aussprach brachte sie zur Weißglut wie er wusste, doch er provozierte sie immer. "Außerdem weiß ich sehr wohl wie weit ich gehen kann ohne jemanden zu verletzen. Sie wird vielleicht ein wenig panisch sein, aber keinen Kratzer, nicht mal eine Druckstelle davon tragen. Also setz sich gefälligst zurück auf deinen Drecksplatz!", herrschte er ohne anstalten zu machen Tara loszulassen.

Sam
Für einen kurzen Moment befürchtete er das die gesamte Vorstellung hier in einem einzigen Blutgemätzel enden würde. Und er stand nicht grade weit davon entfernt. Fast wäre er einige Schritte zurück getreten, aber das kam ihm dumm vor und wahrscheinlich hätte Bella wieder irgendwas in seine Richtung geschleudert.

Bella
wenn sie lächeln könnte, hätte sie es getan - nein, sie hätte laut losgelacht. Andererseits juckte sie es in den Fingern Cooper das Messer in den Hals zu drücken. Wie sie ihn doch hasste!!!
Doch ihr Befehlt lautete nur die Neuen zu "retten" nicht Cooper töten. ~Man könnte die nur retten, indem man Cooper von der Schule wirft!~, ging es ihr durch den Kopf und innerlich breitete sich eine Zufriedenheit auf, die sich aber schnell in Wut umwandelte.
"Nein!", sagte sie schlicht und ruhig ohnde den Blick von Cooper abzuwenden. Mit einer schnellen Bewegung fuhr die das Klappmesser wieder ein und blieb neben Cooper stehen.
Sie diskutierte gerne mit ihm und sie liebte es ihn zu provozieren. Erneut ging ihr ein Gedanke durch den Kopf: ~Aber ich glaube ich würde es vermissen, mit ihm zu diskutieren!~. Ihre Augen blitzen einmal freudig auf.
"Übrigens: Schöne Grüße von Aiko. Sie sollten sich würdigere Gegner suchen und den Neuen nicht gleich am ersten Tag das Genick brechen. Und zu ihrer Anmerkung, sie wissen was Sie tun und Sie würden ihr nicht mal ein Haar krümmen: Ich bin da komplett anderer Meinung!"

Cooper
"Deine Meinung meine liebe Isabella interessiert nicht nur hier niemanden, NEIN stell dir vor auf dieser ganzen verdammten Welt interessiert niemanden deine Meinung. Du bist eine von Aikos Marionetten, wie alle anderen hier, also halt deine Klappe und beweg dein freches Mundwerk Richtung Stuhl!", knurrte er mit einem finsteren Blick zu ihr.

Bella
sah ihn an und antwortete: "Ich bin es gewohnt, das niemanden meine Meinung interessiert, Cooper. Aber ich denke es wird Aiko gar nicht gerne hören, dass Du einen Schüler gleich bei der ersten Stunde soweit traumatisiert hast, das keine Chance mehr auf einen vernünftigen Schüler besteht, der seine Talente ausleben kann. Und lass' besser Tara los, es würde Aiko eine Menge Papierkram ersparen, wenn sie am Leben bliebe!". Sie warf einen Seitenblick auf das erstarrte Mädchen dessen Gesicht schon leicht blau anlief.

Tara
Mir blieb die Luft weg, als Cooper mich plötzlich in den Würgegriff nahm. Ich schnappte nach Luft. Was würde jetzt passieren. Schliesslich war er derjenige, der einfach so das Genick brechen konnte. Als dan auch noch Bella dazu kam hatte ich eine Hoffnung, dass er mich vielleicht loslassen würde....doch sie nahm das Messer wieder von seinem Hals weg. Langsam wurde ich panisch. Ich meine man erlebt nicht wirklich oft so eine Situation.

Cooper
"Traumatisieren, denkst du nicht hier sind schon alle traumatisiert? Sieh dir jeden dieser Kinder genau an, siehst du die Angst in ihren Augen? Die kommt nicht allein von mir. Selbst wenn ich das gerne behaupten würde." Sein Griff lockerte sich, jedoch nur so weit das Tara wieder ordentlich Luft bekam. Nun wanderte sein blick zurück zu Sam, der immer noch wie erstarrt dort stand. "Weißt du einen Ausweg oder soll ich mir einen anderen Schüler suchen der das schafft", knurrte er drängend.

Sam
Er öffnete den Mund um etwas zu sagen, bekam aber keinen einzigen Ton heraus. Er hatte recht, nicht er verstörte alle hier, diese ganze Auftragskiller nummer verstörte jeden.

Tara
Ich hörte garnicht richtig zu, was die anderen sagten. Ich konzentrierte mich nur noch darauf nicht zu ersticken. Als er fertig gesprochen hatte konnte ich wieder besser Atmen. Deshalb versuchte ich ihn von mir weg zu drücken. Ich wusste es würde nichts bringen, doch einfach dastehen konnte ich auch nicht.

Bella
fauchte eine unverstänliche Beleidigung und setzte sich auf ihren Tisch. Warum waren hier nur alle so dumm? In Gedanken warf sie Cooper alle erdenklichen Bleidigungen an den Kopf. Ohne augefordert zu werden, gab sie die richtige Antwort: "Das ist simpel. Indem man den Gegner ablenkt - zum Beispiel mit einem Gespräch - gewinnt man Zeit. So kann man sich einen Ordentlichen Plan zurechtlegen. Wenn man ein Messer zur Hand hat, könnte man die Hand des Gegners durchbohren, sodass er gewzungen ist das Opfer loszulassen. Wenn man keine Waffe dabeihat hilft auch gute Überzeugungskunst und eine winzig kleine Hilfe vom Opfer selbst. Ein Tritt ins Schnienbein oder ähnliches!"
Sie beobachtete Coopers Mienenspiel das nun ziemlich verärgert wirkte.

Cooper
Bellas Antwort war zwar richtig, jedoch war sie nicht die jenige die das hier beantworten sollte. Er ignorierte Bellas Versuch ihn zu provozieren. "Hast du das gehört, da hast du deine Chance hier weg zu kommen", murmelte er Tara zu. Das sie sich wehrte war für ihn kein hinderniss sie weiter fest im Griff zu behalten.

Bella
atmete einmal tief durch. Nun gut, er wollte es so.
Sie lehnte sich wieder in ihrem Stuhl zurück und schloss die Augen. Sollte Tara doch verrecken, Aiko würde schon dafür sorgen, dass Cooper seine gerechte Strafe bekam. Obwohl...Bella den Auftrag hatte, die Neuen zu beschützen. Geistesabwesend - und noch immer mit verschlossenen Augen - strich sie sich über den rechten Unterarm und fuhr die zehn Zentimeter lange Narbe entlang. Sie stammte von Aiko und würde für immer eine Erinnerung an Ungehorsam sein.

Tara
"Lassen sie mich los!", sprach ich mit mühe unt trat ihm ins Schienbein, so wie es Bella gesagt hatte. Immernoch zerrte ich an seinem Arm. Da ich nun panisch geworden war hatte ich noch mehr mühe zu Atmen.

Cooper
"Welchen Grund hätte ich dazu?", fragte er und wollte grade wieder zudrücken, als sein Blick auf die Uhr fiel. Seine Stunde war rum. Egal wie gerne er sie noch weiter gequält hätte, würden sie zu spät zur nächsten Stunde kommen wäre er daran Schuld. Er ließ abrupt von ihr ab und wandte sich zur Klasse. "Feierabend für heute. Macht das ihr hier verschwindet!", murrte er wirsch und stapfte vor allen anderen aus dem Raum.

Sam
Erleichtert sah er dem Lehrer hinterher. Dieser Cooper machte ihm tierische Angst. Bei Bella war er sich fast sicher sie würde ihn nicht töten, weil sie Aiko zu sehr fürchtete, selbst wenn das nur eine Vermutung war. Bei Cooper jedoch hatte er das Gefühl das dieser auch ohne Aikos Einwilligung zu Brutalität und Mord neigte...

Bella
schien Sams Gedanken zu erraten und ihre Augen glitzerten. Es war ein undefinierbarer Glanz, und man konnte ihn kaum deuten. "Cooper würde in einem Kampf gegen Aiko nicht gewinnen. Wenn er einem Schüler, der nichts getan hat, etwas antut, was dessen Leben gefährden würde, dann wäre Aiko zutiefst enttäuscht und sauer. Cooper hätte keine Chance. Eigentlich ist er schwach und wir... nunja, IHR seid seine Marionetten. Und da ihr die Neuen seid, könnt ihr euch nicht wehren und so seid ihr perfekte Opfer. Ich glaube, er würde auch in einem Kampf gegen mich verlieren..."

Sam
Er erschrack bei Bellas Stimme und war einen Augenblick verwundert. Doch eine Sekunde danach überraschte es ihn nicht mehr. Bella war eine Eins wenn es um das durchschauen von Körpersprache ging. "Ich kann das nicht beurteilen", erklärte er schulterzuckend. Langsam ließ er sich nicht mehr von Bella einschüchtern. Okay, nicht mehr so SEHR einschüchtern.

Bella
ihre Augen flackerten, als sie seine erst entsetzte Miene sah. Dann stand sie auf und ging nach draußen. Sie hatten jetzt eine Freistunde.
Bella kannte den Stundenplan in und auswendig, da sie in den Ferien nichts besseres zu tun hatte, außer Dinge zu üben die sie schon konnte, lernte sie als Zeitvertreib sämtliche Dinge auswenid. So auch den Stundenplan für das nächste Jahr.
Sie hatte keinesfalls die Absicht sich irgendwo hinzusetzten und über diese Schule zu lästern und sich sorgen zu machen. Sie würde nach draußen gehen und Schießen üben, so wie sie es immer in Freistunden tat.
Meistens war dann auch Aiko zugegen der sie beobachtete und hin und wieder hämische Kommentare machte. Doch um ehrlich zu sein, war er eine willkommene Abwechslung zu den immer eintönig ängstlichen Neuen oder selbstbewussten Älteren an der Schule, die meinten sie wären die besten.
Aiko wusste, dass er gut war, doch er pralte nicht damit. Er verstand sich unheimlich gut mit Worten zu spielen und er liebte es andere zu schikanieren. Aber er liebte es auch, Bella vorzuführen und zu zeigen, welch' gute Arbeit er gleistet hatte...

Sam
Er wusste nicht wohin er nun sollte oder was er machen konnte um das heraus zufinden, deshalb lief er einfach in den Flur, in der Hoffnung irgendwelchen Leuten hinterher laufen zukönnen die wussten was nun dran war. Es war ja schon ätzend auf eine normale neue Schule zu gehen, aber auf SO EINE Schule zu gehen war der Untergang!
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BeitragThema: Re: Bloody Trail ~ previously    Sa Sep 06, 2014 3:16 am

Bella
sah nicht hinter sich, ob ihr jemand folgte und lief zielstrebig auf den Außensportplatz zu. Dort wartete - wie geahnt - schon Aiko auf sie und grinste ihr hämisch zu.
Bella zog die Augenbrauen hoch und sah ihn skeptisch an. Doch sie sagte nichts. Ihr war klar, dass Aiko das auch gar nicht von ihr erwartet hatte.
Also nahm sie einige Messer von einem kleinen Tischen auf und steckte sie in den Waffengürtel. Sie hängte sich einen Köcher um und nahm den Rundbogen in die Hand. Er war exra rund, sodass sie ihn sich über die Schulter hängen konnte, falls sie einmal beide Hände benögtigte. Mit einem Sportbogen funktioierte soetwas nicht...

Tara
Endlich war diese schreckliche stunde vorbei und er liess mich los. Sofort wich ich einen Schritt zurück. Ich versuchte normal zu Atmen, doch ich konnte es nicht. Nachdem ich mich etwas beruhigt hatte nahm ich meine Tasche und lief so schnell es ging nach draussen in den Gang. Am liebsten würde ich jetzt nach Hause rennen, doch das war leichter gesagt als getan. Die hatten uns schon in der ersten stunde klar gemacht, dass das unmöglich war.

Sam
Vollkommen verloren lief er durch die Gänge. Irgendwann fand er den Abteil, in dem die einzelnen Zimmer waren. Seines war schnell ausgemacht. Es war ihm egal ob nun wieder Stunde war oder nicht, er konnte nicht mehr. Das alles schaffte ihn eine Millionen Mal mehr als jeglicher normaler Schulkram.

Aiko
"Und Cooper hat sich benommen nehme ich an?", fragte er grade heraus, ohne eine Einleitung. Er war ziemlich direkt was so etwas anging und ihn interessierte es nicht ob es andere störte oder verwirrte. Er wollte nicht groß herumschwafeln, er sprach nur das aus was gesagt werden musste.

Bella
"Wie mans nimmt. Er war drauf und dran eine sowieso schon etwas verängstigte Schülerin zu erwürgen...", antwortete sie und warf mit einem Handzuckten ein Messer das genau in die Mitte der Zielscheibe traf.

Aiko
"Ihr ist aber nichts ernstes passiert oder?", fragte er, eher besorgt um die Anzahl der Schüler als um die Schülerin selbst. Wenn nicht genug Schüler da waren, lohnte sich der Unterricht nicht und er müsste sie alle nach Hause schicken. Das durfte auf keinen Fall passieren.

Tara
Ich sah mich die ganze Zeit um. Ich fühlte mich noch nie sicher, doch jetzt bilde ich mir hinter jeder Ecke eine neue Gefahr ein. Ich lief trotzdem weiter. Einfach weg von diesem gest.örten Lehrer. Schliesslich kam ich zu einem leeren Raum. Ich liess mich auf den Boden sinken und lehnte mich an die Wand. Viele Gedanken schwirrten in meinem Kopf.

Bella
"Machst du dir Sorgen um das Mädchen?", zog sie ihn auf. Doch sie wusste, dass er es anders meinte. Es machte Bella spaß ihn aufzuziehen und zur Abwechslung einmal intellegente Antworten zurückzubekommen.

Aiko
"Wenn ich ein größeres Herz hätte, das nicht imun gegen solche Gefühle wäre, könnte man es so bezeichnen. In meinem Fall jedoch sollten wir es...geschäftliche Besorgnis nennen" Es ärgerte ihn nicht wenn Bella einen ihrer Sprüche auf ihn losließ. Er kam damit klar und hatte meistens eine ziemlich passende Antwort parrat.

Bella
"Ah ja...", sie zog die Augenbrauen hoch und sagte skeptisch: "Geschäfltiche Besorgnis, also!" Sie unterstich die Wörter mit einer Handgeste. Dann wandte sie sich wieder ihrem Sport zu.
Pfeil um Pfeil und Messer um Messer landeten in den Zielscheiben und selbst wenn Bella anfing um das Feld zu joggen, traf sie noch immer ins Schwarze.

Aiko
Er nickte nur auf ihre Bemerkung hin. "Also ist sie wohl auf?", erkundete er sich erneut während er jeden Schuss und jeden Wurf von ihr genau beobachtete. Er wusste noch genau wie ungeschickt sie als kleines Mädchen mit dem Bogen war. Nicht nur einmal hatte sie Aikos Kopf nur knapp verfehlt wenn sie mit gespanntem Bogen durch die Gegend gerannt war. Er hatte nie verstanden wieso Bella so bessesen nach dem Bogen war. Aber wahrscheinlich war es wie mit ihm und seinen Messern und Schwertern, nach denen er förmlich bessesen war. Er trug immer eine Breitschwert und ein Arsenal ansehnlicher Messer mit sich.

Sam
Auf dem harten Bett war es nicht viel gemütlicher als in einem Klassenraum vor Lehrern die einem "gerne mal das Genick brachen" um Aikos Worte zu verwenden. Das durfte doch wirklich nicht wahr sein! Ein mordlustiger Lehrer, eine Ausbildung zum Auftragskiller. Was war in seinem Leben so massiv falsch gelaufen das er DAS HIER erleben musste.

Bella
"Mehr oder weniger. Ich kann so viel sagen, dass sie noch lebt. Du kennst mich Aiko, ich bin nicht der Typ der nach den Gefühlen und Empfindungen anderer fragt...", antwortete sie und hörte einen kurzen Moment auf zu Schießen. Sie sah Aiko kurz dann, dann widmete sie sich wieder dem Bogen.
Es wurde langsam langweilig doch Bella wurde es verboten zum Spaß gegen einen Schüler zu kämpfen, da sie ihn ernsthaft verletzen könnte...

Aiko
"Anderes wollte ich auch nicht wissen. So lange sie keine ernsthaften Schäden davon getragen hat kann ich es billigen", erklärte er abwinkend und spielte mit einem Messer, das er gezogen hatte, herum. "Morgen ist Bogenschießen dran", verkündete er, einfach weil es Bella vielleicht interessieren könnte. Die normalen Techniken und Waffen im Unterricht von ihm weckten nicht unbedingt Bellas Interesse, doch den Bogen schätzte sie.

Bella
runzelte die Stirn. "Ich sollte mir eine Rüstung besorgen. Die Neuen werden nicht einen einzigen Pfeil ins Ziel bekommen, und ich habe schon so einiges erlebt. Aber schlimmer ist es beim Messerwerfen...", sagte sie ohne von ihrem Schießen aufzusehen.
Ja, sie liebte das Bogenschießen über alles. Es war das letzte woran ihr noch etwas lag - so kam es ihr jedenfalls vor. Natürlich hatte sie auch eine große Vorliebe für das Messerwerfen. Bei diesen Beiden Sportarten konnte sie ihrer Wut und den gelegentlichen Aggressionen richtig freien lauf lassen!

Tara
Ich stand auf und lief zu meinem Zimmer. Ich legte mich auf das Bett und schloss die Augen. Ich versuchte die vorherige Stunde auszublenden, jedoch mit wenig Erfolg. Ich zog die Decke über mich und starrte einfach an die Decke.

Aiko
"Beim Bogenschießen besteht eher die Gefahr das sie sich selbst in den Fuß schießen", seufzte er genervt. "Letztes Jahr waren sie zwar auch schon unfähig, aber diese Truppe hier..." Er schüttelte den Kopf. "Messer werden sie von mir ganz sicher erst in die Hand bekommen wenn sie gelernt haben zu werfen. Am besten mit Softbällen", murmelte er.

Sam
Er wusste immer noch nicht so recht was er davon halten sollte. Sollte er es gut finden? Sollte er es schlecht finden? Sollte er Angst haben oder sich freuen? In seinem Kopf summten tausend Gedanken.

Bella
ihre Augen funkelten belustigt. "Weißt du noch dieses Mädchen, das versucht hat dich mit dem Messer umzubringen? Dummes Kind...", erinnerte sie ihn.

Aiko
Lachte auf. Es war ein einzelner abgehackter Laut des Spottes. "Sie war unerfahren und verzweifelt Bella. Da machen Menschen die dümmsten Sachen.", erklärte er belustigt bei dem Gedanken an das Mädchen. Es war gut zwei Köpfe kleiner als er gewesen und hatte versucht ihn mit einem Dolch zu erstechen. Vergebens natürlich. "Ich finde es erstaunlich das heute noch niemand so einen Ausraster hatte. Meistens knallen in den ersten zwei Tagen die Sicherungen durch", überlegte er.

Bella
"Das kommt noch...", murmelte sie.
Aiko hatte recht, die ersten zwei Tage waren Bella und Aiko stehts der Gefahr ausgesetzt auf einmal angegriffen zu werden. Doch die beiden waren es gewohnt und es entsetzte sie keineswegs. Sie beide beobachteten ihre Umgebung ohnehin immer genau und achteten auf alle Anzeichen das die Schüler verraten konnte, deshalb machte es Bella nicht mehr sonderlich viel aus.
"Ich kann mich nicht erinnern, dass ich dich versucht hätte umzubringen...", sagte sie schließlich.

Aiko
"Zum mindestens nicht absichtilich", verbesserte er. "Aber du warst auch noch viel kleiner als die anderen hier", fügte er hinzu und sah zum Gebäude. "Gibt es für diese Truppe überhaupt noch eine Chance, oder versuchen wir hier gegen Wände zu laufen?", fragte er Bella, da sie den Tag bei den anderen verbracht hatte. Aiko hatte stetig das Gefühl nur hoffnungslose Fälle dabei zu haben, da in seinem Unterricht keiner wirklich gut arbeitete. Vielleicht lag es aber auch nur daran, das es die erste Stunde war und sie zuvor die Wahrheit erfahren hatten.

Bella
"Es GÄBE einige vielversprechende Fälle, sie sich aber nicht trauen oder zu sehr auf mich verlassen...", antwortete sie. "Aber sobald du mich mit einem dieser unfähigen losschickest müssen die wohl oder übel mal ohne mich auskommen..."
Bella steckte kurz, dann fragte sie: "Wann hast du dir vorgestellt, dass diese besondere Aufgabe ist?"

Aiko
"Immerhin nicht ganz hoffnungslos" Irgendwie nervte es ihn grade das die Neuen scheinbar nichts konnten. Diese war mit Abstand die schlechteste Gruppe. "Das steht noch in den Sternen. Ich sehe wann sie bereit dazu sind, dann werde ich ein Datum festlegen"

Bella
"Das heißt, du wirst nie ein Datum festlegen!", bemerkte Bella, was ihr einen bösen Blick von Aiko eintrug.

Aiko
"Ich werde es machen sobald ich sicher bin das sie nicht all zu große Fehler machen", erwiderte er mit einem schneidenden Unterton. "schließlich brauche ich keine Klage wegen beauftragtem Mord. Davon habe ich schon genug"

Bella
"Also hat Gregory es erneut versucht? Wie hast du dich diesmal rausgeredet?", fragte sie interessiert.
Gregory Shorwerd, der Mann der Bella in ihren Anfangszeiten als Auftragsmörderin einmal gefolgt war und so das Geheimnis dieser Schule entdeckte. Doch er hatte keine Beweise und bekam keines der Kinder je zu Gesicht oder zu fassen, als dass er sie hätte zu einer Aussage bei der Polizei zwingen können. Doch mindestens jeden zweiten Monat erhob er Anklage gegen Aiko. Doch jedes Mal war Aiko zu schlau und redete sich heraus.
Bella fragte sich schon lange, warum die Polizei Gregorys Anzeigen überhaupt noch zur Kenntnis nahm.
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BeitragThema: Re: Bloody Trail ~ previously    Do Sep 11, 2014 5:32 am

Aiko
Ein kurzes lächeln hob seine Mundwinkel. "Du kennst Gregory, er geht mit ach und Krach auf alles ein was ich sage. Das macht ihn nicht sehr glaubhaft. Feuereifer mag in manchen Situationen gut sein, in anderne wiederum nicht. Ich habe wie jedes mal erklärt das es ein missverständnis gewesen sein muss, da wir Schauspielunterricht geben und Kampfszenen dabei möglichst naturnah aussehen müssen." Mittlerweile war die Polizei schon ziemlich genervt und sie riefen nur noch ungern hier an, da Aiko ihnen nur eine Antwort gab. Und die war immer die selbe. Natürlich war sie glaubhafter als die Aussage eines aufbrausenden Mannes, der behauptete Kinder würden Menschen umbringen.

Bella
"Vielleicht würde es glaubhafter erscheinen wenn ich mich dort blicken lasse und ein bisschen Theater spiele...", bot sie an, doch sie wusste, dass es wahrscheinlich nicht nötig sein würde.

Aiko
"Sollten sie irgendwann zweifeln, ziehe ich dein Angebot in Erwägung", erklärte er obwohl er bezweifelte das die Polizei irgendwann Verdacht schöpfte, schließlich sagte er jedes mal das selbe und erfand keine abwägigen Storys.

Tara

Ich stiess die Decke von mir weg und stand lustlos auf. Mein blick wendete sich zu dem Fenster. Ich beobachtete das Gelände und vorallem die Wachen. Ich hatte schon ein paar ausbruchspläne beisammen, doch bei keinem war ich mir sicher, dass er klappen würde. Das wäre auch zu schön. Ich sah weiterhin nach draussen. Aufgeben werde ich nicht.

Bella
zuckte die Achseln und schoss einen Pfeil ab, der genau im Griff des Messers stecken blieb. Die legte noch einen obendrauf in dem sie den Pfeil mit einem weiteren in der Mitte spaltete.

Aiko
"Pfeile sind ziemlich teuer in letzter Zeit. Versuch bitte nicht mehr so viele von ihnen zu zerstören", bat Aiko mit einem scharfen Unterton.

Bella
zog belustigt eine Augenbraue in die Höhe. Früher wäre sie bei seinem scharfen Ton zusammengezuckt doch mittlerweile hatte sie gelernt ihn so gut wie zu ignorieren... hin und wieder war er aber überdeutlich. "Aiko, seit wann kümmerst du dich darum wie viele Dinge ich zerstöre... Nun gut DAMALS hat es dich sehr wohl gekümmert, aber jetzt? Wie lange ist es her, dass du mich auf sowas hingewiesen hast...?! Ein Jahr, zwei..."

Aiko
"Seit dem die Zahl unserer Schüler so drastisch gesunken ist und wir zu allem Überfluss fast nur Hoffnungslose Fälle hier haben", erwiderte Aiko ohne eine Regung in seinem Gesicht. "Um genau zu sein habe ich dich vor einem halben Jahr darauf hingewiesen das Messer nicht vom Himmel fallen", fügte er hinzu. Er erinnerte sich noch genau daran. Das war die Zeit, in der Bella gerne etwas überreagierte, es war der Todestag ihrer Eltern und somit der Tag an dem Aiko sie hier aufgenommen hatte. An diesem Tag schien ihr nichts zu wertvoll, denn oft hatte sie einfach nur aus Wut und Frust Messer, Bögen und Schwerter zerstört. Und dieser Tag rückte auch dieses Jahr immer näher.

Bella
kniff die Augen zusammen und murmelte etwas unverständliches. Doch es waren deutlich die Wörter "meine Eltern" herauszuhören. Sie konnte sich genauso deutlich erinnern wie Aiko.
Am 05. April war sie immer besonders schlecht gelaunt, es war ihr egal was Aiko sagte, was andere sagten und wenn ein Schüler ihr zu nahe kam, dann bestand durchaus Todesgefahr für ihn (freu mich schon auf diesen Tag ^^ ).
Nun schnaubte Bella und sagte: "Das zählt nicht!"

Aiko
Er zog eine Augenbraue hoch. "Ich werde mich bestimmt nicht mir dir darum streiten ob es zählt oder nicht. Da habe ich dich ermahnt und damit Schluss", beendete er sofort, da er wusste das Bella sonst wieder hitzköpfig wurde und versuchte ihn von ihrer Meinung zu überzeugen.

Bella
schnaubte wieder. "Wenn du meinst...", knurrte sie. Ihr Blick fiel auf ein Fenster weiter oben, und sie sah ein bekanntes Gesicht zu ihr hinunterblicken. Sam!
Sie funkelte ihn mit zusammengekniffenen Augen an. Dann widmete sie sich wieder Aiko. "Lust auf einen kleinen Übungskampf? Es wird langsam langweilig hier... Außer du kennst einen Schüler der mir einigermaßen gewachsen ist"

Aiko
Er folgte ihrem Blick und erfasste ebenfalls Sam. Mit gerunzelter Stirn sah er zurück zu Bella. "Sam?", fragte er spottend. "Er mag vielleicht in der Theorie gut sein, doch praktisch hat er nicht mehr drauf als ein Säugling"

Sam
Bei den Blicken der beiden wäre er am liebsten ganz schnell vom Fenster weggetreten. Ihm war vor ein paar Minuten aufgefallen das Bella und Aiko dort waren, er hatte sie ein wenig beobachtet. Und war sich nun sicher das beide Gefühle als überflüssig empfanden.

Bella
schaute wieder zu Sam hoch. Hatte er ihre Unterhaltung mitbekommen, und vor allem: Hatte er das gehört, was sie über ihre Eltern gesagt hatte?
Ihre undurchdringliche Maske öffnete sich einen Moment und gab einen kurzen Augenblick, der nicht länger war als ein Wimpernschlag, Angst preis. Dann war es auch schon vorüber und sie schaute wieder zu Aiko.
Sie gähnte demonstrativ - natürlich ohne sich die Hand vorzuhalten - und fragte: "Wann hast du vor mich wieder rauszuschicken für einen Auftrag?"

Sam
Er wusste nicht wieso in Bellas Blick Angst lag er sie zum ihm hoch sah. Es war nur ein kurzer Moment, wie im Unterricht, doch sie war da. Warum hatte sie Angst? Und vorallem wovor? Vor ihm ganz bestimmt nicht.

Aiko
"Sei nicht so ungeduldig, das wird dir irgendwann zum Verhängnis. Ich schicke dich los wenn ich wieder einen Auftrag habe", erklärte er geduldig und sah weiter zu Sam hinauf. Dafür das er seine Angst so offen zeigte und man sie schon fast hier unten riechen konnte, war er mutig. Denn er rannte nicht wie ein albernes Kind vom Fenster weg.

Bella
schaute wieder zu ihm nach oben, doch wich sie seinem Blick aus - aber nicht scheu, sondern eher verärgert, missmutig. Sie seufzte und zog eine Augenbraue in die Höhe als sie Aikos Antwort höre. "Die Zeiten sind langweiliger geworden, Aiko", war ihre einzigste Antwort

Aiko
Ein lächeln zierte seine Lippen als er wieder zu ihr sah. "Wem sagst du das. Ich vermisse die Zeiten in denen wir täglich mindestens einen Auftrag hatte" Damit warf er einen Blick auf seine Armbanduhr und seufzte. "Denk an die Zeit Bella, komm nicht zu spät" Damit streckte er sich und lief zurück zum Gebäude.

Bella
verdrehte unbemerkt die Augen, doch ohne auch nur Wiederstand zu leisten, befolgte sie Aikos Worte und ging wieder ins Schulgebäude zurück.

Sam
Er beobachtete Bella noch wie sie im Gebäude verschwand, dann setzte er sich auf das steinharte Bett und lehnte sich gegen die Wand. Irgendein Geheimnis rankte sich um Bella. Egal was es war, es juckte Sam in den Fingern dieses Geheimnis zu lüften. Er wollte wissen warum er immer wieder diese Angst in ihren Augen aufblitzen sah, warum sie diese schreckliche Narbe an ihrem Arm hatte und warum sie hier schon so lange war....

Bella
trat ins Gebäude und lief schnell durch die Gänge. Selbst als sie jemanden ihren Namen rufen hörte, blieb sie nicht stehen. Erst als eine Hand sie an der Schulter packte drehte sie sich um. "WAS?!", fragte sie genervt. Vor ihr stand einer der neueren Schüler und grinste sie an. "Ich soll dir von Cooper sagen, dass du dich heute Nachmittag um drei bei ihm im Büro einfinden sollst!", sagte er schnell. Dann eilte er davon.

Sam
starrte an die Wand die ihm gegenüber lag. Er hatte einige Punkte an denen er ansetzen konnte. Um etwas über Bella heraus zufinden könnte er Schüler befragen, die schon länger hier waren. Er könnte Bella natürlich auch selbst fragen - wenn er Selbstmordgedanken hegen würde - aber so würde es ihm nicht in den Sinn kommen. Auch die Lehrer wären hier keine gute Anlauf stelle. Also konnte er erstmal nur hoffen die Schüler wussten etwas mehr als er. Komischer Weise kam ihm Bella nicht mehr so furchterregend vor. Sie hatte zwar immer noch etwas an sich, das Sam zu tiefst beunruhigte, aber durch diesen Funken von Angst den er bei ihr gesehen hatte kam sie ihm menschlicher vor. Nicht wie ein Roboter ohne Gefühle der auf das Töten abgerichtet wurde, sondern wie ein echter Mensch mit Gefühlen.

Bella
stöhnte. Das hatte ihr gerade noch gefehlt! Nicht genug, dass es hier gerade sterbenslangweilig war und die neuen Schüler ihr wirklich auf den Geist gingen - nein, sie musste auch noch bei einem komischen Clown in Büro antanzen und sich irgendeine dämliche, kraftzehrende und völlig sinnlose Strafe abholen für ein Vergehen das sie wahrscheinlich gar nicht begangen hatte!
Doch genau das war es was Cooper liebte. Es kam öfters vor, dass er Bella für irgendeine Untat eines anderen Schülers beschuldigte, nur um ihr eins auszuwischen. Doch Bella war nicht so dumm, dass sie zeigen würde wie wütend sie war. Nein, sie gab ihm nicht die Genugtuung zu sehen, wie viel Hass sie auf ihn hatte und wie sehr sie das ganze anstrengte. Wie immer verbarg sie dann ihr ganzes Gefühl hinter einer Maske.
Doch vielleicht würde es diesmal nicht wie immer sein...
ln Bella regte sich der Verdacht, dass sie wegen etwas ganz anderem in Coopers Büro gerufen wurde, doch sie konnte sich natürlich nicht sicher sein. Sie würde es wohl am Nachmittag herausfinden...

Sam
würde sich jetzt mal bei den älteren Schülern umhören. Entschlossen trat er aus seinem Zimmer und lief in den Flur, direkt in Bella hinein. Erschrocken fuhr er zusammen und sah Bella verwundert an. Was für ein Zufall das er grade in SIE hinein rannte... "'tschuldige", murmelte er nur und drängte sich schnell an ihr vorbei. Das letzte was er brauchte war ein weiterer blöder Kommentar von Bella. Er hasste sich auch so schon genug.

Bella
sah zu Sam auf. Er war um einiges größer als sie, und trotzdem durfte man sie nicht unterschätzen, und das taten die wenigsten.
Sie sagte einfach nichts sondern funkelte ihn nur an. "Wo willst du hin?", fragte sie schließlich herablassend.

Sam
"Mir die Füße vertreten", sagte er schnell ohne sich umzudrehen oder anzuhalten. "Ist doch nicht verboten oder?" Sein Herz schlug ein wenig schneller bei dieser Lüge, doch äußerlich ließ er sich nichts anmerken.
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BeitragThema: Re: Bloody Trail ~ previously    Do Sep 11, 2014 5:36 am

Bella
"Wir haben in einer halben Stunde wieder Unterricht!", sagte sie zu Sam. In ihrer Stimme schwang misstrauen mit.

Sam
"Genug Zeit für mich das ganze hier mal zu durchwandern", rief er ehe er um die Ecke des Gangs bog und eine Woge der Erleichterung über ihn kam. Er wusste das sie misstrauisch geworden war, aber er hoffte sie würde es einfach darauf belassen.

Bella
zog eine Augenbraue hoch. "Aha!", war das einzige was sie sagt. Doch so wirklich auf das Gespräch konzentriert hatte sie sich nicht. In ihr war immer noch diese unbeschreiblich große Wut über Cooper.

Sam
horchte noch auf ein Geräusch das ihm verriet das sie ihm folgte und wandte kurz den Kopf, so das er über seine Schulter sehen konnte. Sie war ihm nicht gefolgt. Er atmete erleichtert aus und lief schnell weiter um die ersten Schüler aufzuspüren.

Sam
steuerte auf den erstebesten Schüler zu. Als er sich ein letztes mal vergewissert hatte das Bella nicht in der Nähe war setzte er zum sprechen an. "Was hat es mit dieser Bella auf sich?", fragte er einfach grade heraus.

Cooper
Noch bevor Bella den Türgriff ergreifen konnte, zog er die Tür schwungvoll auf. "Bella, welch Freude dein strahlendes Gesicht hier zu sehen", spieh er mit unverholener Ironie aus und bedeutete ihr einzutreten.

Bella
verdrehte die Augen. "Ganz meinerseits, Cooper!", sagte sie mit betohnt höflicher Stimme wobei sie ganz bedacht ein bisschen Verachtung einfließen ließ. Sie wusste, dass es Cooper provozieren würde.

Anni
zuckte zusammen. Sie hatte Sam nicht kommen sehen. Als er seine Frage stellte trat ein Ausdruck des Entsetztens auf ihre Züge und sie stammelte: "Wer bist du? ... Bella? ... Ich weiß es nicht ... Sie ist schon lange hier, 10 Jahre ungefähr. Mehr weiß ich nicht aber Aiko pralt gerne mit ihr als seine beste Schülerin..."

Sam
"Ich bin Sam, tut mir leid wenn ich dich überrumpelt habe. Ich frage mich nur was mit ihr passiert ist...das sie...eben so ist wie sie ist", erklärte er entschuldigend.

Cooper
"Kannst du schon erraten warum ich dich hier her zitiert habe?", fragte er ohne ihre offene Verachtung zu beachten. Er kannte es schon von Bella. Sie gab sich keine Mühe ihren Hass zu verbergen.

Anni
"Wir sprechen hier nicht viel von Bella. Würde sie es mitbekommen - und das tut sie, auch schneller als man denkt - dann könnte sie "etwas" sauer werden. Sie gibt sich viel Mühe darum ihr Geheimnis zu verbergen. So viel ich weiß kennen es nur Aiko und Bella. Vielleicht auch die anderen Lehrer, aber wahrscheinlich hat Aiko denen verboten darüber zu reden oder Andeutungen zu machen. Das ist sein Part...", antwortete sie schnell.

Bella
"Nein, aber ich glaube ich werde es gleich erfahren. Also, was habe ich diesmal verbrochen?", sagte sie und verbarg geschickt ihre Neugier hinter ihrem Hass.

Sam
schmunzelte über die Worte der Schülerin. Konnte man wirklich nichts über sie heraus bekommen ohne sie persönlich oder Aiko zu fragen? "Es muss wohl etwas ziemlich schlimmes sein, wenn es selbst für sie so schrecklich ist...", murmelte er

Cooper
"Leider gar nichts", musste er zugeben und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. "Ich hätte dir gern eine Strafe aufgebrummt, aber das ist diesmal nicht der Grund. Aiko hat mich um etwas gebeten..", erwiderte er und ließ sie noch ein wenig zappeln.

Anni
"Wahrschinlich, aber wie gesagt weiß so gut wie keiner etwas...", antwortete sie.

Bella
wurde aufmerksam. "Ach ja? Was sagt er?", fragte sie und wirklich interessiert. Den ersten Teil ignorierte sie.

Sam
"Hmm.. schade. Naja, trotzdem Danke", mrumelte er noch und lief dann wieder zurück zu seinem Zimmer. Jetzt war er genau so schlau wie am Anfang.

Cooper
"Er ist vor zehn Minuten in die Stadt gefahren. Eine kleine Mutprobe und du sollst zwei neue Schüler rausfischen die sie mit dir bewältigen. Mehr nicht. Also verschwinde", scheuchte er sie sofort auf.

Bella
zog eine Augenbraue in die Höhe. "Interessant. Wann, Jetzt?", fragte sie.

Cooper
"Ganz bestimmt nicht in weiteren zehn Jahren", knurrte er und machte eine scheuchende Handbewegung. "Verschwinde! Du weißt wie ungern Aiko wartet"

Bella
"Immer mit der Ruhe!", sagte sie und schlenderte schon fast aus dem Büro. Draußen angekommen lief sie nicht schneller nur um Cooper zu provozieren. Erst als er genervt seine Tür schloss beschleunigte sie ihren Schritt.

Bella
lief wahllos durch die Schule bis sie schließlich vor Sams Tür stehen blieb. Sie hatte nicht registriert wo sie hinlief, bis sie eben hier stehengeblieben war. Sie trat einfach ein ohne zu klopfen.

Sam
war über das klopfen an seiner Tür ziemlich erstaunt. Wer wollte schon zu ihm? Er kannte hier doch niemanden. Verwirrt öffnete er die Tür und sah mit weit aufgerissenen Augen in Bellas Gesicht. Mist! Sie hatte gehört wie er die Schülerin über sie ausgefragt hatte! Sie hatte recht gehabt, Bella kriegt alles raus!, dachte er in Panik.

Bella
"Mitkommen!", sagte sie ohne ein Wort der Einleitung.

Sam
Sein Herz raste und er versuchte nicht sofort in Ohnmacht zu fallen. Ohne wiederrede folgte er ihr. Sein letztes Stündlein hatte geschlagen. Bella würde ihn Köpfen. Nein, sie würde ihn mit einem Messer aufschlitzen. Nein, mit einem Pfeil erschießen. Er malte sich die grauenvollsten Arten des Todes aus während er ihr einfahc nur nachlief.

Bella
blieb vor Taras Tür stehen, öffnete sie einfach ohne zu Klopfen und befahl Tara das gleiche wie Sam. Dann gingen sie nach draußen auf den Hof.
Am Tor angelangt blieb sie stehen und drehte sich zu Sam und Tara um. "Aiko will euch auf einer kleinen Mutprobe haben und ich soll dabei sein. Keine krummen Sachen, ja? Ich kann euch schneller umbringen als ihr zwinkern könnt!", erklärte sie und sagte dann etwas zu den Wachen die das Tor sofort öffneten.

Sam
Erleichtert atmete er aus und sein Herzschlag beruhigte sich wieder, ehe er wieder hochstieg. Mutprobe?! Keine guten Aussichten hier lebendig raus zukommen.

Bella
"Los, heute noch ihr beiden!", trieb sie Sam und Tara genervt an. Das war ja zum Mäuse melken. Aber jedenfalls besser als eine Aufgabe von Cooper.
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BeitragThema: Re: Bloody Trail ~ previously    Do Sep 11, 2014 5:40 am

Sam
Langsam trottete er hinter ihr her. Er hatte keine Lust auf irgendeine Mutprobe. Vor allem nicht wenn er nicht wusste um was für eine Art von Mutprobe es sich handelte.

Bella
ging zum Tor und blieb stehen. Ihr wurde eine Spritze an den Arm gelegt und etwas in ihren Arm gespritzt. Ein Chip um sie zu orten.

Sam
Als einer der Wachen auf ihn zu kam, starrte er diesen geschockt an. Als er die Spritze sah war es mit seiner Fassung vorbei. Er hatte eine absolute Phobie gegen Spitzen und wich ruckartig zurück.

Bella
schaute Sam mit einem kalten Blick an und ließ ihre Hände langsam zu ihrem Waffengürtel wandern. "Wehe Sam, wehe!", zischte sie.

Sam
Seine Augen waren vor Schreck geweitet und er achtete nicht auf Bellas Drohung. Er machte wirklich viel mit, aber eine Spritze würde er sich nicht gegen lassen. Nicht hier. Grade nicht hier! Er schüttelte krampfhaft den Kopf während er Schritt für Schritt zurück wich.

Bella
"Nun gut, dann nicht. Ich gehe mit Tara und werde Aiko sagen, dass du dich geweigert hast. Oh, und erzähle mir dann bitte wie deine Strafe war ja?", antwortete sie.

Sam
hob die Hände. "Mach was du willst. Ich werde mir keine Spritze geben lassen", rief er schüttelte erneut den Kopf. Er machte das alles nicht mal mit absicht, er hatte wirklich panische Angst davor.

Bella
"Na gut, falls du es wissen willst!" sie schob ihren Ärmel so weit zurück dass es die vielen kleinen Narben entblößte aber nicht die sternförmige. "Die habe ich von Aiko. Wenn du also vor dieser kleinen Spritze Angst hast, dann will ich gar nicht wissen was du machen wirst wenn er mit dem Messer auf dich zukommt!"

Sam
"Es ist mir absolut egal was Aiko macht und ich will auch nichts davon wissen! Ich hab nie hier her gewollt und ich mach das nicht!", protestierte er energisch. Das würde er niemals machen. Dann sollte jemand anders an seiner Stelle gehen, aber er würde das nicht machen.

Bella
seufzte und verdrehte unter genervt geschlossenen Augelidern die Augen. "Gut, wenn das SO ist, dann will ich dich nicht daran hindern deinen Kopf durchzusetzen...", murmelte sie und schritt aus dem Tor.

Sam
Er durfte nicht nachgeben, wenn er nun nicht stur blieb würde Bella niemals auch nur einen Funken Respekt zeigen. Selbst wenn die Chance überhaupt Respekt von ihr zu bekommen bei eins zu einer Millionen stand schienen seine Chancen ein wenig auf zusteigen wenn er nun bei seiner Meinung blieb. Hoffte er zum mindestens.

Bella
"Ich hoffe wir sehen uns wieder, wenn ich komme - und das halte ich für unwahrscheinlich!", war das letzte was sie sagte, bevor sie im Wald verschwand.

Sam
Die Aussage von Bella ging nicht einfach an ihm vorbei. Er kaute nervös auf seiner Lippe herum. Nein. Er würde das nicht mit sich machen lassen! Er war ja kein Tier!

Bella
schloss die Augen. Der Wald - ein Ort der Ruhe und der Stille. Hier hatte sie sich schon immer wohl gefühlt, und so war es auch heute. Sie liebte es einfach, hier herumzulaufen. Aber Aiko erlaubte es ihr meist nicht...

Sam
Irgendwie interessierte es ihn schon was Aiko für eine Mutprobe geplant hatte und er wollte auch kein Andenken von ihm bekommen, doch trotzdem konnte er sich nicht dazu durchringen sich diese Spritze in den Arm rammen zu lassen.

Bella
verfiel in den Laufschritt und durchquerte schnell den Wald. Auf der anderen Seite stand ein rotes Auto, darin saß eine bekannte Person - Aiko!
Bella lief zu dem Auto und stieg ein.

Aiko
Mit hochgezogener Augenbraue sah er zu Bella. "Hatte ich nicht gesagt zwei Schüler sollen mit dir kommen?", fragte er leicht genervt und blickte auffällig suchend durch den Wald und entdeckte...Niemanden.

Bella
"Sam hat Diva gespielt und sich keine Spritze geben lassen und Tara hat sich gar nicht erst aus ihrem Zimmer getraut. Die anderen Schüler habe ich gar nicht in erwägung gezogen weil ich sie nicht für fähig halte das, was auch immer du vor hattest, zu bestehen!", antwortete sie kalt

Aiko
"Meine Anweisungen waren eindeutig, Bella!", knurrte er laut. "Ohne zwei weitere Schüler wird es auch für dich keinen Auftrag geben! Also geht zurück und such dir welche, oder bleib fern und gib den Wachen bescheid", zischte er kalt und herrschend.

Bella
atmete ein um zu wiedersprechen doch Aikos Blick ließ sie versummen. Sie seufzte und stieg wieder aus dem Auto. "Sonst noch Wünsche, Mylord?", fragte sie und verbeugte sich. Ihre Stimme war spielerisch spottend gewesen.

Aiko
"Ach wenn du schon so fragst...", setzte er mit einem zuckersüßen Lächeln an. "Sag Tara und Sam doch bitte das ich keine Verwendung für Schüler habe die sich weigern. Du weißt ja sicherlich was ich damit meine" Immer noch schwebte ein lächeln auf seinen Lippen, doch in seinen Augen lag eine eindeutige Drohung

Bella
verdrehte die Augen währen sie sich umdrehte. "Ja, Vater!", antwortete sie genervt und verschwand wieder im Schatten des Waldes.

Aiko
Er ignorierte ihren Kommentar und lehnte sich in seinem Sitz zurück. Würde sie in spätestens zehn Minuten zurück sein, würde sie eine Strafe erhalten.

Bella
huschte durch den Wald, teils über den Boden, teils über die Bäume. Schließlich gelangte sie an der Schule an, wo Sam und Tara noch hinter dem Tor standen und an den Wachen vorbei nach draußen schauten.
Bellas kalter Blick huschte zwischen den Beiden hin und her und blieb schließlich an Sam hängen. "Ich soll euch von Aiko ausrichten, das er keine Verwendung für Schüler wie euch hat. Ich denke ... du weißt was er damit meint!", sagte sie langsam und wandte sich dann ab. "Ich werde mir jetzt andere Schüler suchen die nicht so feige sind wie ihr. Schüler die noch länger unter uns weilen werden, wie ich hoffe!"

Sam
Musste eisern unterdrücken das ihm ein kalter Schauer über den Rücken rann. Bellas Blick und diese Drohung waren noch unheimlicher als beides einzeln. Könnte sie nicht wenigstens einmal jemand anderen schikanieren. Kann er das hier nicht einfach ohne weitere Zwischenfälle duchziehen? Seufend blickte er zu ihr. "Okey, du hast gewonne... Ich komme mit.."
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BeitragThema: Re: Bloody Trail ~ previously    Do Sep 11, 2014 5:44 am

Bella
blieb stehen und sah ihn amüsiert aber gleichzeitig verwundert an. Ein "ehrlich?", lag ihr auf der Zunge. Doch sie hielt es zurück, stattdessen sagte sie: "Schön, vielleicht verlängert das deine Überlebenchance!"
Dann blickte sie zu Tara die zu Sam blickte und schließlich auch nickte. "Dann los!", drängte sie die Beiden und deutete auf die Wachen.

Sam
Alles in ihm sträubte sich gegen die Spritze, doch die Wahl zwischen Spritze und Leben fiel ihm leicht. Er wollte Leben, selbst wenn er es mit einem Ortungschip im Arm machen müsste. Alles war besser als der Tod. Alles war besser als der Tot durch die Hand eines Menschen, dessen Herz schier unmöglich schlagen konnte. Aiko war so ein Mensch und soeben hatte er die Drohung erhalten von genau ihm qualvoll in den tot geschickt zu werden. Er streckte der Wache seinen Arm entgegen und versuchte das alles zu ignorieren. Er starrte auf einen Punkt im Wald, an dem grade ein Blatt zu Boden segelte. Als die Wache seinen Arm los ließ sah er zu Bella. Er erwartete ein Selbstgefälliges lächeln, was er natürlich auch zu Gesicht bekam.

Bella
"Na los!", sagte sie und scheuchte die Beiden aus dem Tor. Sie würde sie in Schach halten, da war sie sich sicher. "Da rein!", befahl sie und deutete auf den Wald. Die Sonne ging langsam hinter dessen Baumkronen unter und tauchte den Himmel in gleißend organges Licht. Große Schatten schlichen sich langsam über den Boden als wollten sie Sam, Tara und Bella in seiner Dunkelheit verschlingen.

Sam
Seine Haut kribbelte und ihm wurde flau im Magen. Musste er nun einen Menschen umbringen? Sein Magen schien sich einmal zu drehen. Beinahe stieg ihm bittere Galle die Kehle hoch, als er an einen Menschen dachte, einen toten Menschen, einem blutverschmierten Boden und das Blut würde an seinen Händen kleben, würde SEINE Kleidung bedecken. Er schauderte und rieb sich die schwitzenden Hände an der Hose ab. Er wollte an jeden anderen Ort, an jeden anderen Ort, außer diesem einen. Er unterdrückte es zu zittern, würde er noch mehr schwäche zeigen, wäre er nur ein gefundenes Fressen für Bella und das versuchte er zu vermeiden.

Bella
scheuchte die Beiden vor sich her im Wald. Schließlich kamen sie auf der anderen Seite an, das rote Auto parkte noch immer am Waldrand. Mit sicheren Schritten ging sie darauf zu und deutete auf die Hintertüre: "Einsteigen!", wieß sie Sam und Tara an. Als die beiden im Auto waren, stieg sie vorne ins Auto ein.

Sam
Mit bis zum reisen gespannten Nerven stieg er in den Wagen und erkannte Aiko auf dem Fahrersitz. Im allgemeinen hieß das nichts schlimmes, doch er konnte sich ausmalen was noch passieren würde.

Aiko
"Ach, die Herrschaften haben also ihre Phobie abgeworfen", spottete er und furh den Wagen auf die Straße, Richtung Stadt. "Ich weiß nicht wie viel ihr beiden schon könnt und deshalb habe ich Bella dabei. Falls ihr wie kleine Kinder in Ohnmacht fallt wird Bella euren Job übernehmen, aber glaubt mir, fürs dumm in der Ecke liegen und heulen bekommt ihr sicherlich kein Lob. Wenn eure Finger euch etwas Wert sind reißt euch besser zusammen.", warnte er schon.

Bella
s Blick huschte zwischen Sam und Aiko hin und her und beobachtete Sams Gesichtsausdruck. Er wechselte von angestrengt beherrschend zu maßlos entsetzt.
Sie legte die Arme hinter den Kopf, schloss die Augen und sagte einfach nichts. Sie wartete auf weitere Anweisungen von Aiko, doch als diese nicht kamen, fragte sie mit uninteressierter aber kalter Stimme: "Und wen sollen wir um die Ecke bringen?"

Aiko
"Einen Hacker", war seine knappe Antwort. "Der Auftrag ist heute früh eingetroffen, wir werden länger fahren, also lehnt euch zurück und hört auf mich so anzustarren!", knurrte er in Sam's und Tara's Richtung.

Sam
Sofort huschte sein Blick aus dem Fenster. Na da hatte er wohl das große Los gezogen... Er durfte mit zwei kaltblütigen Killern in einem Auto über Stunden gefangen verharren bis er losgeschickt wird um jemanden der ihm nichts getan hat zu töten. Das nannte man Leben..

Bella
gähnte ungeniert und blinzelte einmal in Aikos Richtung. Der schaute jedoch nur stur geradeaus auf die Straße. "Einen Hacker also...", murmelte sie. "Alter?" Bella wollte immer so viele Informationen wie möglich, damit sie gleich jetzt entscheiden konnte wie leicht es war ihn zu töten.

Aiko
Über Bellas Neugier wunderte er sich schon lange nicht mehr, manchmal fand er es amüsant wie viele Fakten sie über den jenigen haben wollte, den sie bald töten würde. "Er ist 19, ein hochbegabter, Fotographisches Gedächtnis. Jedoch sollte er leicht zu schnappen sein, er hat kaum mehr Bezug zur Außenwelt und ist sicherlich kein Kampfsportprofi", erwiderte er auch auf die Fragen, die unausgesprochen blieben.

Sam
Er sollte einen 19 Jährigen töten?! Sofort verkrampfte sich sein Körper. Wenn es doch bloß ein alter Mann wäre, der schon fast tot war!..

Bella
"Leichte Beute...", murmelte sie. "Warum sollen wir ihm umbringen?" Kurz nachdem Aiko geantwortet hatte, sprach sie weiter: "Der Typ erinnert mich irgendwie an Robert Troy Mallisson... den, den ich vor...", Bella überlegte kurz "...gut zwei Jahren umbringen sollte. "Der war auch 19 Jahre alt und Hacker. Der hatte sich damals in das Computersysthem vom Scar eingehackt und einige Daten über die Schule herausgefunden. Vor allem über dich und mich!" Nach kurzen schweigen murmelte sie: "Hat ihm aber nichts genutzt. Die Polizei frisst uns aus der Hand wie zahme Vögel und er hatte nicht wirklich die Zeit gehabt zur Polizei zu gehen!"

Aiko
"Nur das Robert uns etwas anging. Dieser Junge betrifft uns persönlich nicht. Es ist ein Auftrag einer großen Firma, was genau er angestellt hat ist für uns also nicht von bedeutung", stellte er klar und nickte zufrieden auf Bellas letzten Kommentar.

Bella
hatte noch immer die Hände hinter dem Kopf verschränkt, noch jedoch kippte sie nach vorne und riss die Augen auf um Aiko anzustarren. "Ach...?! Du hast dich also doch durchgerungen einen Auftrag von einer deiner verhassten Firmen anzunehmen?", sagte sie und ihre Stimme war - natürlich - kalt, doch es klang ein wenig Spott und auch, man konnte es kaum fassen, Verblüffung in ihr mit. Bella, die immer so gefasst wirkte, zeigte eine andere Gefühlsregung außer Wut, Kälte oder Hass.

Aiko
Siene Miene verfinsterte sich. "Das Kopfgeld hat mich überzeugt.", war sein einziger Kommentar. Er würde bestimmt nicht erzählen das durch die wenigen Schüler auch weniger Geld eingenommen wurde und es nun langsam knapp wurde. Dafür hatte er zu viel Stolz.

Sam
Er horchte auf als er die Verblüffung in Bellas Stimme hörte. Verblüffung und Angst, zwei Gefühle die er bei ihr schon wahrgenommen hatte, Gefühle hinter dieser Wand aus bitterkaltem Eis. Und dann hörte er Aikos Bemerkung. Er würde jemanden völlig fremdes für Geld umbringen, das er nicht einmal selbst bekommen würde. Nicht das ihm das Geld wichtig war, aber das war das tüpfelchen auf dem schon viel zu großen i.

Bella
zog eine Augenbraue in die Höhe. "Ahhh, das Kopfgeld!", sagte sie mit einer Stimme die einen undeutbaren Unterton besaß. Es war eine Mischung aus Spott und etwas ... das neckisch sein sollte. "Ich hatte mir schon Sorgen gemacht!" Nun triefte ihre Stimme vor Sarkasmus und geheuchelter Sorge.
Ihr Blick viel in den Rückspiegel und sie sah Sams Gesicht. Hätte sie Lachen können, wäre das wohl der Moment für ein spöttisches lächeln gewesen. Er schaute entsetzt zwischen Aiko und ihr hin und her als könnte er es nicht fassen, was sie redeten. "Nun zieh' mal kein soein Gesicht, Sam! Das ist unser Beruf!"

Sam
"Aber das ist grausam!", protestierte er völlig aus der Fassung. Sie töteten völlig fremde Leute für Geld. Das war nicht nur eine Straftat, sondern auch noch ein unmenschliches Verhalten. Sie würden eine Mutter töten wenn das Geld stimmte, sie würden sogar ein Kind umbringen. Hauptsache sie bekamen Geld.

Aiko
"Wenn du denkst das es jetzt schon grausam ist, wirst du dich sicherlich freuen zu hören, das so etwas nicht mal im Ansatz so 'grausam' ist wie unsere normale Arbeit." Das Wort 'grausam' sprach er mit einer vor Spott und Hohn triefenden Stimme.

Bella
unterdrückte den Drang bei dem Wort 'Mutter' zusammenzuzucken. Ja, sie hatten eine Mutter umgebracht - Aiko hatte IHRE, Bellas, Mutter getötet weil sie vom Scar erfahren und der Polizei alles berichten wollte was sie wusste. Vom Standpunkt aus, den sie vor zehn Jahren vertreten hatte, war das ein völlig unberechtigter und gleichzeitig grausamer Mord gewesen. Heute verstand sie Aikos Taten, aber sie war durch diesen Vorfall Bissig und sarkastisch geworden - weniger zu Aiko als zu allen anderen, denn sie hatte gelernt ihren Lehrer und Ziehvater zu respektieren und seine ruhige schärfe nicht zu unterschätzen.
Nachdem Aiko zu Ende gesprochen hatte, fügte sie hinzu: "'Grausam' ist relativ, Sam. Jeder definiert dieses Wort anders und schreibt ihm andere Taten zu - wir vom Scar gehen sehr sparsam mit diesem Wort um und verwenden es so gut wie nie. Wir haben gelernt die Stimme unseres Gewissens zu ignorieren die unaufhaltsam schreit, wie unmoralisch unsere Taten sind. Wir versuchen nur das zu wahren, was über Jahrhunderte in unserem Besitz ist und nie verloren gehen darf, und mit dem wir uns all unsere Zeit das Überleben gesichert haben. Unsere Anfänge liegen weit im Mittelalter und seit dieser Zeit haben wir ein unbeschreiblich umfangreiches und faszinierendes Wissen zusammengetragen das nie verloren gehen darf. Und dieses Wissen beschützen wir und so sichern wir uns unser leben - wir wären alle bereits tot wen wir nicht das tun würden, was wir tun, vielleicht würdest auch du nicht mehr leben, Sam (bitte beliebigen Nachnamen einfügen)!"

Sam
Schluckte bei den scharfen Worten die aus dem vorderen Teil des Autos zu ihm nach hinten donnerten. 'Besser tot als hier', dachte er sich ohne es laut auszusprechen zu wagen. Da er langsam erkannte das Aiko und Bella nicht mal mit der Wimper zucken würden um ihn umzubringen.

Bella
verdrehte die Augen als sie Sams Gesicht im Rückspiegel sah. Er war so offen wie ein Buch. Man konnte jede seiner Gefühle, Empfindungen und Gedanken von seinen Augen ablesen, daran würden die Lehrer vom Scar noch kräftig arbeiten müssen!

- zehn Minuten später -

Das Auto hielt am Straßenrand vor einem großen Häuserblock dessen Wände mit Grafiti besprüht waren. Bella stöhnte lautlos. Sie hasste solche Gegenden. Hier liefen lauter Typen rum die meinten sie seien Besser als andere und schon tausendmal besser als eine Frau.
Sie ließ sich von Aiko die Hausnummer sagen, dann stieg sie aus dem Auto und ging den Gehsteig entlang. Auch wenn sie Sam und Tara, die ihr hinterherliefen, nicht ansah, beobachtete sie die Beiden aus den Augenwinkeln um einen etwaigen Fluchtversuch zu verhindern zu können.
Bella bog gerade um eine Ecke, als sie sie sah. Vor ihr standen drei Teenagerjungs, Bella schätzte die Teenies auf ungefähr siebzehn, und übersprühten gerade ein ausgeblichenes Grafiti-Kunstwerk mit neuen Farben aus knallbunten Sprühdosen. Als die Sprayer Bella, Sam und Tara bemerkten wandten sie sich zu den dreien um und grinsten bei ihrem Anblick höhnisch. Bella sah nur mit kaltem Blick zurück ohne eine Regung zu zeigen. Die Jungs sahen bedrohlich aus mit ihren zerrissenen Kleidungsstücken und den vernarbten Gesichtern - aber sie sahen keines Falls schlimmer aus als Bella.
"Hey Kleine!", blaffte er dickste von ihnen Bella an. "Hast heute wohl nen schlechten tag, was?" Bella zeigte keine Gefühlsregung als er weitersprach "Wir könnten zu mir gehen, dann werde ich dich schön aufheitern!" Sie verdrehte wieder die Augen und antwortete kühl: "Wenn du es auch nur wagst, mich nur mit deinem Atem zu berühren, dann ist dein Ende heute schon gekommen!"
"Ach, wen haben wir denn da. Ein kleines Raubkätzchen. Da werde ich auch gleich zum Tieger! Raw!", antwortete ein anderer - anscheinend der Anführer der drei - und deutete mit drei gekrümmten Fingern die Krallen eines Tiegers ein.
Bella entfuhr ein Schnauben bevor sie antwortete: "Fahr die Krallen ein, Kätzchen. Du wirst überhaupt nichts mehr tun, wenn du mir und den Beiden nicht aus dem Weg gehst!"
Sie konnte sehen, wie dem Anführer die Wut in den Kopf stieg und er trat einen Schritt auf sie zu. Bella schaute ihn gelassen aber kalt an, als er seine Hand an ihr vorbei in Richtung Tara streckte. Im letzten Moment bevor er sie berührte, schnellte seine Hand zur Seite um Bella mit der Faust an die Schläfe zu schlagen, doch sie war schneller. Reflexartig hob sie die Hand und mit erstaunlicher Gelassenheit bremste sie die Hand des Anführers ab, umschloss die dicke Faust mit ihrer zierlichen Hand die einen so eisernen Griff hatte, und drehte sie herum bis es leise knackste.
"Ich sagte, ihr sollt mich nicht berühren, klar?" 7
"Hey, lass ihn los!", sagte der dritte.
Bella stieß den Anführer zu Boden und drückte den dritten mit der Hand an seiner Kehle an die Mauerwand und somit gegen das frische Grafiti. "Ich tue was ich will, klar?"
Mit diesen Worten ließ sie ihn los. "Deine Mummy wird sich über die Grafitiflecken freuen!", knurrte sie ihm noch zu, ehe sie dem dicken einen scharfen Blick zuwarf. Er trat sofort scheu zur Seite und ließ Bella, Sam und Tara passieren.

Sam
Er war während des gesamten Szenarios hin und her gerissen. Einerseits war es erstaunlich wie gelassen sie diese Jungs niedergemätzelt hatte. Andererseits war es beunruhigend zu wissen DAS sie diese Jungs so gelassen niedergemätzelt hatte. Er wusste nicht mal was schlimmer war, wissen das sie das selbe mit ihm tun könnte, oder zu wissen das sie das selbe mit JEDEM x-beliebigen Menschen machen konnte. Sie könnte warhscheinlich jeden mit ein paar Handschlägen ausnocken und töten mit weniger.

Bella
"Los, kommt. Wir müssen weiter!", sagte sie kalt zu den Beiden als sie aus den Augenwinkeln bemerkten dass sie zögerten und sich immer wieder zu den Sprayern umdrehten.
Nachdem sie sicher war, dass der dicke Junge sie nicht mehr würde hören können erklärte sie Sam und Tara: "Also die Sache läuft folgendermaßen: Wir werden in die Wohnung gehen - ich habe Ditriche dabei -, dort nach Jennes Uldale suchen - wenn er nicht da ist, warten wir auf ihn - und ihn dann ermorden. Meine Aufgabe wird zweifellos das morden sein, denn dazu seid ihr noch zu schwach, aber von deiner Akter her - Sam - weiß ich dass du mit Dietrichen umgehen kannst, nicht wahr? Beist schon in das ein oder andere Haus eingebrochen. Deine Aufgabe ist es das Schloss zu knacken. Tara, du wirst ... du wirst uns einen Fluchtweg für den Notfall suchen. Verstanden?"

Sam
Irgendwie fand er es beängstigend das Bella genau wusste was Sam gemacht hatte. Er dachte eigentlich nur die Polizei und seine Eltern wussten es... Ach ja... seine Eltern. Er seufzte und nickte etwas misstrauisch.

Bella
"Dann los!", beschloss sie und reichte Sam fünf kleine Dietriche. Sie standen vor einer Haustür die wohl früher einmal weiß gewesen und eine Glasscheibe besessen hatte - die nun jedoch zerbrochen war, die Scherben auf dem Boden verteilt. Doch das Loch war nicht groß genug um hindurchzuklettern. Deshalb musste Sam das Türschloss aufbrechen.
Sie stand ungeduldig hinter ihm und beobachtete ihn bei seiner Arbeit.

Sam
Vorsichtig steckte er den Dietrich in das Schlüsselloch und drehte ihn mit aller Kraft, bis schließlich ein erlösendes Klicken zu hören war und er den Dietrich wieder hervor holte. Er war geübt und leise, das musste man ihm wohl oder übel anrechnen.

Bella
"Sehr schön. Das wird einigen Lehrern an der Schule gefallen, Sam Hale!", flüsterte sie und betrat das Treppenhaus.
Sie lief nach oben, bis unters Dach - immer darauf bedacht nicht auf herumliegenden Müll zu treten und daraus aufzurutschen. Denn das Treppenhaus war, und man konnte es nicht anders ausdrücken, versifft!
Oben angekommen sah sie an einer Türe den Namen des Opfers und überließ wieder Sam den Vortritt um das Schloss zu öffnen. Wärend er zu Werke war, ermahnte sie: "Keine krummen Dinger, klar? Der Typ stirbt, ob ihr nun zu blöd seid ihn umzubringen oder nicht. Wenn er nicht von meiner Hand stirbt, dann tut es Aiko - und dieser Mord würde grausamer und schmerzhafter werden als alles was ich je getan habe. Also haltet euch an meine Regeln, klar!"
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BeitragThema: Re: Bloody Trail ~ previously    Do Sep 11, 2014 5:48 am

Sam
Selbst wenn es ein Lob darstellen sollte, kam es Sam eher wie eine Beleidigung vor. Wem sollte es schon gefallen das Lehrer an einer Schule für Auftragskiller es gut fanden das man Türen aufbrechen konnte. Doch er folgte Bella weiter durchs Treppenhaus,ohne wirklich auf seine Umgebung zu achten. Erst als die nächste Tür in Sichtweite kam konzentrierte er sich wieder. Auch als er dieses Schloss bearbeitete hörte er Bella genau zu. Er konnte nicht erklären warum, aber er glaubte ihr alles was sie sagte. Sie war niemand der dämliche Scherze machte. Vorallem nicht wenn sie über Aiko redete. Das hatte er mittlerweile erkannt. Er wusste das mit beiden nicht zu Spaßen war, doch er wusste das Aiko noch schlimmer war als Bella. Bella tötete, Aiko quälte.

Bella
blickte das Treppenhaus hinunter und der Funke eines Gefühls stieg in ihr auf, das sie schon lange nicht mehr gefühlt hatte - Trauer. Sam war ihm so ähnlich, ihrem Vater. Ihr Vater war auch so gutmütig gewesen und hatte strikt gegen das Böse gekämpft. Er hätte sich in einer Schule für Auftragskiller niemals wohlgefühlt und würde es wohl auch nie gekonnt haben. Er und Sam hatten so viel gemeinsam gehabt und Bella wusste, wenn die Beiden sich gekannt hätten, hätten sie sich gemocht.
Bella runzelte leicht die Stirn um die unerwünschten Gedanken abzuschütteln. Durch ihre Maske war nichts ihrer Gedanken zu erkennen gewesen.
Nun trat sie leise durch die Türe. Sie setzte immer zuerst die Fußballen, dann die Ferse auf um ihre Schritte zu dämpfen. Mit einem Winken bedeutete sie Sam und Tara, ihr leise zu folgen.

Sam
Er spürte das flaue Gefühl in seinem Magen, das er auch bei jedem seiner Einbrüche gehabt hatte. Dieses Gefühl von Nervenkitzel und Gewissensbissen. Ein berauschend schreckliches Gefühl das er nicht unterdrücken konnte. Er fühlte sich zurück versetzt in die letzten Jahre, in denen er nur Mist gebaut hatte, warum wusste er nicht mal mehr. Doch schlagartig wurde ihm wieder bewusst das diese Situation keines Wegs seiner ähnelte. Hier wurde nichts minderwertiges gestohlen, hier sollte ein Mensch getötet werden. Und er weigerte sich das mit ansehen zu müssen, weshalb seine Füße ihm den Dienst verweigerten und sich keinen Milimeter mehr bewegten.

Bella
verdrehte die Augen und bedeutete ihm dort zu bleiben wo er war um Wache zu stehen. Mit einer Kopfbewegung in Richtung Tür bedeutete sie, dass sie jetzt mit Tara hineingehen würde und er sich keinen Millimeter bewegen solle außer sie würde ihm etwas anderes befehlen. Dann ging sie in die Wohnung

Sam
war erleichtert das er nicht hinein gehen musste. Er wäre höchstwahrscheinlich zusammen gebrochen, oder hätte sich mitten in der Wohnung übergeben,denn sein magen grummelte selbst an der Tür wie wild. Doch er versuchte sich einfach auf seine jeztige Aufgabe zu konzentrieren. Er drehte sich halb seitlich der Tür zu, so dass er Bella und das Treppengeschoss im Auge hatte. Aber immer noch fühlte er sich unwohl. Er half jemanden zu töten...

Bella
rümpfte leicht die Nase als sie den Geruch der Wohnung einatmete. Es roch hier nach Essenresten, abgestandener Luft und - wenn Bella sich nicht allzusehr täuschte, und das passierte eigentlich selten, - nach Alkohol und Zigarettenrauch. Der Gang der Wohnung war trist und schmutzig. Der abgetragene Parkettboden war von einer leichten Staub- und Dreckschicht überzogen, die grauen Wände, die wohl früher weiß gesewesen waren, sahen aus als hätte man sie seit gefühlten hundert Jahren nicht mehr gestrichen, die muffigen Jacken am Kleiderhaken hatten Löcher und stanken nach Mottenkugeln, um die alten Schuhe, die darunter standen, hatte sich eine fest Schlammkruste gebildet und die Möbel im Gang der Wohnung waren unter einem Berg aus Müll und Schmutz kaum noch zu erkennen.
Bella verkniff es sich, zu stöhnen oder leise Aiko zu verfluchen und bewahrte stattdessen ihre verschlossene Miene. Leise bewegte sie sich duch den Gang, darauf bedacht keinen ihrer Füße zu laut aufzusetzen, doch zum Glück dämpfte die Schmutzschicht die Geräusche ihrer Schritte. Sie hatte die Ohren gespitzt um jeden Laut und das noch so kleinste Geräusch des Wohnungsbesitzerss wahrzunehmen.
Als sie rechts von sich eine Türe erkannte, hielt sie inne und drückte sich an die Wand neben der Türe. Langsam drehte sie sich um einen kurzen Blick in den Raum mit der sperrangelweit aufstehenden Türe zu erhaschen. Niemand befand sich darin.
Es war ein heruntergekommenes Schlafzimmer. Der Teppichboden war schmutziger als fast alles das Bella jemals gesehen hatte, das Bett schien als hätte man es ein Jahr lang nicht gemacht, der Schrank stand offen und sie konnte erkennen das bis auf eine Jacke, zwei Pullover, drei T-Shirts und eine Hose nicht darin war. Doch trotz des Mangels an Kleidungsstücken war der Gestank nach Mottenkugeln in diesem Zimmer überwältigend.
Mit einem aufwallenden Übelkeitsgefühl wandte sie sich wieder dem Gang zu und schlich weiter zur nachsten Türe die auf der linken Seite lag.
Wieder drückte sie sich an die Wand neben der Türe und spitzelte in den Raum. Diese Türe war nur einen Spaltbreit offen und Bella konnte wegen dem dadurch entstehenden geringen Gesichtsfeldes nicht viel von dem Zimmer dahinter erkennen, doch der Mangel an Geräuschen - und Bella konnte es hören wenn jemand nur atmete - wusste sie, dass sich auch in diesem Raum niemand befand.
Sie wandte sich wieder ab und schlich weiter den Gang entlang. Sie schaute in weitere Türen zu ihrer rechten und Linken Seite. Dort war ein übermäßig schmutziges Badezimmer in dessen Badewanne sich Abfall stapelte, eine Vorratskammer in der es bestialisch nach verfaultem Essen stank, ein leeres Putzräumchen - in dem anscheinend auch nie Putzutensilien gestanden hatten - und eine kleine Küche auf deren Ablagefläche neben dem Waschbecken sich schmutziges Geschirr und Plastik- und Metalldosen von Fertiggerichten stapelten.
Schließlich kam Bella zur Türe am Ende des Ganges und durch den kleinen Spalt der angelehnten Türe entdeckte sie ihr Opfer. Es war ein kleiner "Junge", Bella hätte ihn allein an seinem Aussehen auf sechzehn geschätzt, mit braunen Haaren die jedoch so fettig waren dass sie in dem Licht der Lampe des verdunkelten Raumes fast weiß wirkten. Er war, und sie konnte es nicht anders beschreiben, fett! Sein Speck hing über die seiten seines Schreibtischstuhls auf den er sich gequetscht hatte und mit dem Rücken zu ihr auf einen PC starrte.
Bella zog eine Augenbraue in die Höhe. Dieser junge Mann war ein nur allzuleichtes Opfer. Warum hatte Aiko diesen Fall nicht einem anderen gegeben?! Er wäre so leicht zu erledigen gewesen, dass ihr Lehrer nicht ihre kostbare Zeit mit so eine Lapalie hätte verschwänden müssen!
Innerlich verfluchte sie Aiko wärend sie langsam die Türe aufstieß. Wie erwartet gab sie ein Ohrenbetäubendes Quietschen von sich und - obwohl der junge Mann Kopfhörer aufhatte - zuckte er zusammen und drehte sich zu Bella um.
Zufrieden beobachtete sie, wie sich seine Miene veränderte und er sie entsetzt anstarrte. Langsam nahm er seine Kopfhörer ab und fragte mit außergewöhnlich hoher Stimme für so einen fülligen jungen Mann: "W-wie sind sie in meine Wohnung gekommen?" Bella konnte sehen, dass er geschockt war und sie sah ihn mit ihren kalten, blauen Augen so eindringlich an, dass sie glaubte sie müsse sehen wie sich Angst in ihm aufbaute. Wie sein Entsetzen wuchs und sich wie eine Mauer zwischen sein Gehirn und seinen Instinkt schob die nur ein geübter Mann - oder eine ausgebildete Auftragskillerin - zu durchbrechen weiß.
"Seid gegrüßt Steven (ich nenne ihn jetzt einfach mal so x'D) Travers!", sagte sie mit ihrer üblichen kalten Stimme. Doch diesmal war der spottende Unterton mehr als nur genau zu erkennen. "Hast du noch ein paar letzte Worte? Nein? Also gut!"
Mit diesem Satz bewegte sie sich unglaublich Schnell vorwärts und riss seinen Schreibtischstuhl zu sich heran bis sie sich mit einer kleinen Bewegung auf Stevens Schoss hätte setzen können. Sie war nun mit ihm Nase an Nase und es fehlte kaum mehr ein Zentimeter bis sie sich berührten. Langsam fuhr eine Hand zu ihrerm Waffengürtel und holte einen Kindjaldolch daraus hervor. Sie hielt ihm das vor die Nase. "Schlaf gut, Süßer!", flüsterte sie ihm zu, ehe sie ihm mit einer einzigen flüssigen Bewegung - die so aussah als wäre es das einfachste auf der Welt und jeder Mensch könnte sie auf anhieb nachahmen - die Kehle durch.
Kaum hatte der Dolch das Fleisch durchtrennt machte Bella einen kleinen Satz rückwärts um ihre Kleidung nicht mit Blut zu beflecken, denn das würde mehr als nur auffallen - genau das Gegenteil von dem, was Bella und Aiko wollten.
Die rote Flüssigkeit schoss aus dem Hals des Mannes als wäre ungeheurer Druck dort gewesen und das Blut hätte dort jahrelang verweilt bis es nun endlich befreit wurde und nach draußen gelangte.
Bella nahm ein Tuch aus der Tasche und wickelte den Dolch darin ein um ihn in den Gürtel stecken zu können ohne Blutflecken zu hinterlassen. Sie würde ihm später säubern. Dann nahm sie einen Einmalhandschuh aus ihrer Tasche, zog ihn an, tauchte den Zeigefinger in die Blutpfütze die sich mittlerweile auf dem Boden gebildet hatte und schrieb mit großen Buchstaben an die Wand: 'Alles findet eines Tages sein Ende. Steven hat seines heute gefunden!'
Sie wickelte den Einmalhandschuh ebenfalls in das Tuch und steckte beides zusammen in ihren Waffengürtel. Dann verließ sie mit schnellen Schritten die Wohnung und kehrte zu Sam und Tara zurück die beide vor der Wohnung auf die wartete. Sie zog leise die Wohnungstüre hinter sich zu. Dann rieb sie sich die Hände, sah die beiden an und sagte: "Fertig! Gehen wir!"

Sam
blickte Bella nicht in die Augen. Ihn plagten höllische Schuldgefühle, die sich wie Messer in seine Seele rammten. Er hatte wirklich zu einem Mord verholfen... Er hätte nie gedacht zu so etwas fährig zu sein und wenn er ehrlich war versuchte er sich einzureden er hätte nur geholfen etwas zu klauen. Das war etwas völlig anderes als zu klauen. Das war mord. Sie hatte ihn zwar getötet, aber er hatte geholfen. Er hatte ihr Rückendeckung gegeben und aufeinmal wurde ihm speiübel. Das ganze passierte so schnell, dass er sich nur noch vorn über beugen konnte und auf den Hausflur erbrach.

Bella
schlug sich die Hand vors Gesicht. Jedoch nicht angeekelt sondern genervt - fast verzweifelt. "Sam!", wisperte sie mit eiskalter Stimme die jedoch einen kaum hörbaren belustigten Unterton hatte. "Du weißt schon dass du dadurch gerade verraten hast, das du hier warst?! Du bist wirklich der größte Idiot auf Erden, weißt du das? Wenn es dich nicht gäbe, dann wären wir alle ein grooooßes Stück besser dran!" Nun war die Belustigung aus ihrer Stimme verschwunden.
"Hilft nichts! Aiko wird schon etwas einfallen, wie wir dich davor bewahren in Haft zu kommen, vor allem weil du ja schon ein bekanntes Gesicht bei der Polizei bist. Aber diesmal, Sam, werden es nicht nur zwei Monate sein die du im Knast sitzen wirst wenn wir die Bullen nicht überzeugen können!", sagte sie dann Achselzuckend. Doch bei jedem Wort wurde ihre Stimme schärfer. Bis sie zum Schluss sagte: "Notfalls müssen wir dich aus dem Weg schaffen!" Doch dies war eher ein kleiner Scherz mit Bellas Humor - den nur wenige Menschen außer Aiko verstanden. "Gehen wir!"

Sam
Seine Augen waren schon Angstgeweitet und wurden bei jedem der bösartigen Worte von Bella ein Stück größer. Er stand kurz vor einer Panikattake, wenn er nicht schon mitten drinn war. Doch krampfhaft versuchte er einfach nur seine Atmung und seine Angst wieder in den Griff zu bekommen. Ohne ein einziges Wort von sich zu geben folgte er Bella. Doch komischer Weise jagten ihm die letzten Worte von ihr nicht den Hauch einer Angst ein. Sie schienen eher wie das Licht am Ende des Tunnels. Und selbst wenn es sich nur als Zug entpuppen sollte, würde es ihn von diesem Horror befreien...

Bella
ließ sich wieder zu Aiko auf den Beifahrersitz fallen. Sam, Tara und sie waren so schnell wie möglich nach Draußen gehastet, damit niemand Stevens Tod bemerte ehe sie schon lange über alle Berge waren.
"Erledigt, Aiko.", antwortete sie auf seinen Fragenden Blick. "Aber Sam konnte sich nicht zurückhalten und hat sein Essen auf dem obersten Treppenabsatz vor Stevens Wohnung liegen gelassen!"

Sam
zog den Kopf ein als Bella Aiko davon erzählte und malte sich schon alle erdenklichen Foltermethoden aus, die Aiko ihm antun könnte. Er hätte sich am liebsten noch ein weiteres Mal übergeben, doch er konnte sich noch zurückhalten.

Aiko
fing lauthals an zu lachen. "Er hat auf den Flur gekotzt?", fragte er wieder ernst und doch konnte man in seinem Gesicht die Belustigung sehen. Dann wandte er sich auf dem Sitz um, so dass er Sam sehen konnte. "Du hast auf den Flur gekotzt? Sei froh das es da so versifft ist. Ein weiter Haufen Erbrochenens fällt da nicht auf", damit drehte er sich zurück und fuhr los. "Der erste meiner Schüler der sich auserhalb des Geländes übergeben hat", murmelte er amüsiert.

Bella
verdrehte die Augen und schüttelte über Aikos Reaktion belustigt den Kopf. "Sicher? Ich dachte da wäre dieser Jimmy gewesen... Der, der bei seinem ersten Ausflug getötet wurde", fragte sie bei seinem letzten Satz.

Aiko
Wurde kurz nachdenklich. "Hat er sich übergeben? Ich dachte er wäre erstochen worden...", murmelte er weiterhin in Gedanken. "Ich habe das Gefühl ich werde alt...", seufzte er kopfschüttelnd. "Ich erinnere mich nicht mal an die Blamagen dieses Schülers"

Bella
zuckte die Achseln und sah aus dem dem Fenster. Vor ihr zogen gerade lange Mauern vorbei - die Mauern eines Friedhofes. Es war der Northside-Friedhof, die letzte Ruhestädte ihrer Eltern. In all den Jahren war Bella nie am Grab ihrer Eltern gewesen, nichmal an deren Todestag. Doch auf einmal erfasste sie das Verlangen dorthin zu gehen. Nur ein einziges Mal! Doch sie unterdrückte es und starrte stur aus dem Fenster ohne eine Regung auf dem Gesicht. Nur jemand, der sie gut kannte wie Aiko konnte sehen, dass sie an etwas schmerzhaftes - an ihre Eltern - dachte.

Aiko
Er bemerkte Bella's Reaktion auf den Friedhof, sagte jedoch nichts weiter dazu. Er reizte sie zwar sehr gern, doch so gefühlskalt war er nun auch wieder nicht. Selbst wenn er es nach außen hin nie zeigte konnte er doch ziemlich verständnisvoll sein.

Bella
schaute weiter gerade aus dem Fenster und schwor sich, dass sie irgendwann diesen Friedhof besuchen würde. Irgendwann, ganz sicher!
Die lange schnurstrax dahinziehende Mauer hatte eine einschläfernde Wirkung auf Bella und da die Fahrt zum 'Scar' etwas länger dauern würde, schloss sie erschöpft die Augen. ~Nur zum ausruhen, nicht einschlafen!~, beschloss sie.
Bella schlief in der Nacht nicht viel, denn sie hatte immer diesen einen Traum, der sie nicht mehr verließ: Die Erinnerung an den Mord ihrer Eltern!
Trotz des Beschlusses nicht einzuschlafen, geschah dies schneller als sie sich zügeln konnte. Im Nachhinein fragte sie sich, wie sie die Beherrschung hatte verlieren können. Noch dazu im Beisein von Sam und Tara - Aiko machte ihr eigentlich nichts mehr aus.

Sie träumte von langen Reihen aus Grabsteinen die sich bis zum Horizont zogen und kein Ende zu finden schienen. Aus den langweilig Kieselgrauen Grabsteinen hoben sich zwei aus weißem Marmor hervor. Wie hypnotisiert ging Bella auf diese Grabsteine zu.
Als sie davorstand, konnte sie die Namen lesen. "Hier ruhen Lillyth und Troy Hartley, Opfer eines grausamen Mordes!", flüsterte sie. Darunter war ein Engel gemalt, und in kleineren Buchstaben stand daneben: "Im Gedenken an Isabella-Lillyth Hartely, die nie vergessen soll wer sie ist!" Diese Sätze trieben Bella die Tränen in die Augen - natürlich nur im Traum. Denn in der Wirklichkeit hatte sie seit 10 Jahren nicht geweint, im Traum dagegeben weinte sie jede Nacht.
Auf einmal hörte sie einen markerschütternden Schrei und sie befand sich wieder als sechsjähriges Mädchen im Bett ihres Enternhauses. Der ganze Spuk ging von Vorne los.
Sie schlich ins Wohnzimmer, sah ihren toten Vater, beobachtete wie Aiko ihre Mutter umbrachte, sie kniete neben ihr und flüsterte ihren Namen, Aiko packte sie und schleifte sie ins Scar...

Bella erwachte und keuchte. Vor ihr wuchsen die hohen Mauern von 'Scar' in den Himmel, doch sie sah sie kaum. Wie auf ihre Netzhaut gebrannt waren immernoch die eisblauen Augen ihrer Mutter da. Und Bella konnte sie nicht loswerden.
Sie schloss die Augen und schüttelte den Kopf um ihn freizubekommen. Dann sah sie in den Rückspiegel ins Sams merkwürdigen Blick. Er hatte wohl bemerkt, dass sie geschlafen hatte und irgendetwas schreckliches geträumt hatte.
Hatte sie im schlaf geredet?

Sam
Als er Bellas Blick auf sich bemerkte blickte er schnell aus dem Fenster. Er hatte nicht vor sich wieder von ihr Beschimpfen zu lassen. Aber trotzdem war er fasziniert. Egal was er dagegen versuchte, er suchte etwas menschliches an Bella und schon wieder hatte er das Teil eines Puzzles gefunden. Zwar nur ein winziges Bruchstück eines unendlich großen, aber es war ein Stück, das ihm half das alles zu überleben. Wenn selbst sie, hinter der Mauer aus Kalten harten Beton, noch normal fühlte und das nach zehn Jahren. Dann konnte er auch ein oder zwei Jahre hier aushalten ohne völlig den Verstand zu verlieren.

Bella
stieg aus dem Auto, als es in die Einfahrt fuhr. "Aussteigen!", brummte sie Sam und Tara unwirsch zu. Sie war unmittelbar nach dem Schlafen, besser gesagt nach ihrer allnächtlich wiederkehrenden Erinnerung, nicht sonderlich gut gelaut.

Sam
Stieg ohne ein Wort aus und vermied weiterhin den Blickkontakt zu Bella. Es war kindisch, aber er dachte das er so seine Probleme mit ihr vorerst aus dem Weg schaffen könnte. Wenn er einfach wie alle anderen versuchte schnurstracks nach ihrer Nase zu tanzen. Er würde das alles hier durchstehen und er würde lebend aus dieser ganzen Sch,eiße heraus kommen. Koste es was es wolle.

Bella
ging mit schnellen Schritten zurück zur Schule ohne auf Aiko, Sam oder Tara zu achten. Sie hatte vorgehabt noch ein bisschen zu trainieren und beim Bogenschießen einmal etwas neues auszuprobieren.

Tara
Während der ganzen fahrt sprach ich kein einziges Wort. Ich war noch immer geschockt von dem, was gerade vorhin passiert war. Ich habe zwar nichts gemacht, trotzdem fühle ich mich schuldig. Es ist gerade ein Mensch gestorben und ich konnt nichts dagegen machen. Wenn ich ihn beschützt hätte, wäre wohl ich die, die in dieser Blutpfütze liegt. Ich schaute aus dem Fenster und atmete einmal tief ein. Wie sollte es weiter gehen? Ich überlegte sogar soweit aus dem Fahrenden Auto zu springen. Doch bevor ich nur die Türe öffnen konnte stopte das Auto. Bella befahl uns auszusteigen . Sie schien nicht wirklich sehr gut gelaunt zu sein, nachdem sie aufgewacht war. Aber ist sie nicht immer schlecht gelaunt? Ich schob den Gedanken beiseite und stieg aus dem Auto.

Aiko
Da er genau wusste wohin Bella wollte ließ er sich Zeit ihr zu folgen. Sie würde wieder trainieren, wie sie es immer tat. Vorallem wenn sie die Gedanken an ihre Eltern vertreiben wollte. Aber Aiko interessierte es nicht wieso sie die meiste Zeit in den Trainingshallen verbrachte. Er wollte nur Ergebnisse sehen und die sah er auch. Er kam später als Bella bei den Zielscheiben an, weshalb sie auch schon einen Pfeil nach dem anderen auf die Zielscheiben feuerte. "Wie haben sich die beiden angestellt?", fragte Aiko mit neutraler Stimme und musterte die durchlöcherten Scheiben.

Sam
seufzte tief und versuchte sich an seinen Vorsatz zu klammern. Er musste wohl oder Übel anfangen zu üben. Er musste besser werden um nicht von Lehrern und vor allem von Bella als Opfer angesehen zu werden. Zum mindestens dachte er das.

Bella
hielt einen Moment in ihrem stetigen Laufen auf und sah Aiko an, ehe sie wieder weiter joggte und einen weiteren Pfeil auf die Zielscheibe abfeuerte. "Sie...", murmelte sie, stockte, schoss einen weiteren Pfeil ab und redete weiter: "...naja, wie soll ich das sagen. Sam hat sich nicht in die Wohnung getraut und Tara hat vorsichtig alles nach einem Fluchtweg abgesucht. Wenn die beiden wirklich gut werden sollen, dann hast du noch einiges vor dir, Aiko!"
Sie wischte sich Schweiß von der Stirn und hängte sich den Köcher über die Schulter. "Und ich weiß beim besten Willen nicht, wie du das anstellen willst. Die beiden sind Stur ... fast sturer als ich!"

Aiko
"Diese Herausforderung nehme ich an. Es ist lange her, dass sich Schüler so widersetzt haben wie die beiden", murmelte er nachdenklich und beochachtete jede von Bellas Bewegungen. Es waren zwar sehr flüssige Übergänge, jedoch sah er leichtes Stocken wenn sie vom schießen ins laufen überging. "Du solltest am beste von allen wissen, dass ein Wille da ist um gebrochen zu werden. Und wenn sie nicht gehorchen wollen, werden sie bestraft, solange bis es auch die langsamsten Gehirnzellen in ihren Köpfen verstehen.", erwiderte er gefährlich ruhig.

Bella
schob den Ärmel ihres Pullovers nach oben bis die Sternförmige Narbe kurz zum Vorschein kahm und sah Aiko fest in die Augen. "Das weiß ich nur zu gut, Aiko!", antwortete sie kalt, aber sie wusste das Streiten mit ihm keinen Sinn hatte. Sie schob den Ärmel wieder nach unten, öffnete ihren Waffengürtel und zog einen gefährlich aussehenden Kindjal-Dolch daraus hervor. Mit einer flüssigen Bewegung warf sie auch ihn und traf eine Zielscheibe die in der rechten oberen Ecke der Halle hing fast genau in die Mitte. Leise fluchte sie.
Seit Wochen übte sie das werfen dieses Dolches schon, doch kein einziges Mal war es ihr gelungen genau in die Mitte zu treffen. Das war zum verrückt werden!
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BeitragThema: Re: Bloody Trail ~ previously    Do Sep 11, 2014 5:52 am

Tara

Mit langsamen schritten lief ich los, doch nach kurzer zeit drehte ich mich wieder um und betrachtete die Mauern des Internates, oder wie ich es nenne Gefängniss. Irgendwie musste man nach draussen kommen, doch bis jetzt wollte mir das einfach nicht in den Sinn kommen. Mein blick wendete sich zu dem Jungen. Vielleicht wusste er mehr als ich. Ich ging zu ihm zurück und fing an mit leiser Stimme zu sprechen "Hast du eine ahnung wie man hier raus kommt?" Eigentlich war es eine schlechte Frage. Wenn er wüsste wie man hier raus kommt, dann würde er bestimmt nicht mehr hier stehen. Trotzdem versuchte ich es.

Aiko
"Der Winkel des Wurf ist nicht richtig. Deshalb triffst du nicht in die Mitte", kommentierte er mit einem Blick auf die Zielscheibe. "Von der Wurfkraft war es schon okay, du musst nur noch den perfekten Winkel finden", riet er und nahm seiner Seits einen Dolch zur Hand, den er mit perfekter Zielsicherheit in der Mitte der Zielscheibe versenkte.

Sam
"Eine Ahnung ja, aber ich denke dadurch würde man eher tot als lebendig hier rausfinden", erwiderte er ebenso leise und sah kurz zu dem Mädchen. "Ich arbeite daran einen Weg hier raus zufinden und zwar möglichst nicht in einem Leichensarg", seufzte er niedergeschmettert. Das war einfach nicht seine Welt. Wem wollte er hier eigentlich etwas vormachen? Er würde nie lernen Menschen ohne ein Wimperzucken zu töten. Er würde nicht mal lernen können mit zuhelfen. Er hatte schließlich bemerkt was passiert war, als er zu viele Gedanken an diese "Mutprobe" verschwendet hatte.

Bella
nahm einen weiteren Dolch aus ihrer Tasche, drehte sich leicht, zielte und warf ihn ab. Diesmal landete er näher bei der Mitte der Zielscheibe. Fragend schaute sie zu Aiko.
Seit 10 Jahren unterrichtete er sie nun und immer hatte er ihr geholfen und die richtigen Tipps und Tricks gehabt um ihr das beizubringen was er beachsichtigte.
"Warum...", setzte sie nun an. "Warum lässt du mich eigentlich nicht mit den Großen trainieren? Warum muss ich immer den Kasper für die kleinen Spielen?"
So oft schon hatte sie ihm diese Frage gestellt und jedes Mal konnte sie sie sich selbst beantworten. Sie war einfach perfekt dafür den kleinen zu zeigen, wo die Musik spielte und sie war zu lange hier um sich Aiko auch nur bei einem Befehl zu wiedersetzen...

Aiko
Nickt zufrieden "Besser, ein wenig Übung noch und du triffst ins Schwarze", stimmte er zu und lächelte über ihre Frage. "Weil die Neuen jemanden brauchen der ihnen die Hölle heiß macht. Die älteren wissen wie es hier läuft, sie wagen es nicht so schnell sich zur wehr zu setzten, wie die Neuen. Du bist nicht viel älter als die meisten hier und somit ein perfektes Vorbild. Und eine Warnung noch dazu", erklärte er ihr zum mindestens zehnten mal. Er war es schon längst gewohnt Bellas Fragen mehr als ein oder zweimal zu beantworten. Sie suchte nach mehr Gründen, doch er verriet ihr immer nur dasselbe.

Bella
"Aha, und warum nimmst du dann nicht Dan? Er ist nur zwei Jahre nach mir gekommen und fast so gut wie ich!", fragte sie und taxierte ihn scharf. Sie wusste längst wie weit sie bei Aiko gehen durfte und welche Lienien sie nicht übertreten sollte.
Sie warf einen weiteren Dolch der neben dem ersten Landete, jedoch so dass er weiter außen war als der Vorherige. Sie stieß eine zischende Beschimpfung aus und joggte zur Zielscheibe.
Sie kletterte an einer Leiter nach oben, zog alle drei Dolche aus der Scheibe und keltterte hinunter wobei sie Aiko einen der Drei ohne viel Federlesen zuwarf.

Aiko
"Weil Dan nicht furchteinflößend genug ist. Wenn es hart auf hart kommen würde, würde er zögern. Du nicht. Und ich kann bei Neulingen kein Zögern gebrauchen", erwiderte er in neutralem Ton, ohne ihre drohende Haltung auch nur eine Blickes zu würdigen. Kaum das er den Dolch anrauschen hörte flog sein Blick in sekundenschnell zu dem Dolch, den er im selben moment am Griff aufhielt und zurück an seinen Gürtel steckte. "Guter Wurf", lobte er kritisch "Ein wenig zu lasch, aber um Änfänger zu töten ziemlich gut"

Bella
verdrehte die Augen. "Sehr lustig, Aiko!" Auf ihrem Gesicht zeigte sich jedoch kein Lächeln. "Aber woher glaubst du zu wissen dass ich nicht ebenfalls zögern würde?" Doch auch die Antwort auf diese Frage wusste sie:
Bella hatte schon rund 500 Menschen getötet oder tödlich verletzt, sodass es keinen Unterschied machen würde, ob sie nun einen Neuling tötete oder nicht. Sie kannte das Wort ekel oder Furch nicht mehr. Sie tat, was man ihr befahl als wäre sie eine Marionette. Doch damit hatte sie sich abgefunden, es hatte keinen Zweck und würde keine Früchte tragen, wenn sie sich wiedersetzte.

Aiko
"Ich glaube nicht nur das du nicht zögern würdest. Ich weiß es. Ich könnte dir jeden Auftrag geben, du würdest ihn ohne zögern ausführen. Und das weißt du eben so gut wie ich", war seine einzige Aussage dazu.

Bella
murmelte etwas unverständliches und wandte sich wieder der Zielscheibe zu. Sie warf einen Dolch in Richtung Zielscheibe der nun nurnoch einen Ring von der Mitte entfernt steckenblieb. Bella fluchte und zog einen weiteren Dolch aus der Tasche, den sie ebenfalls warf. Er verfehlte sein Ziel komplett und blieb im zweiten Ring von außen stecken. Diesen verdammten Wurf hatte sie noch nie hinbekommen!

Aiko
"Du verkrampfst zu sehr im Arm. Locker deine Muskeln und wirf aus dem Handgelenk. Wenn du verkrampft bist, geht jeder weitere Wurf daneben", riet er mit kritischem Blick auf die Dolche in der Zielscheibe.

Bella
nahm ihren letzten und dritten Dolch und warf. Dieser Wurf war nicht besser als der Vorherige und um Welten schlechter als ihr erster. Sie knurrte leise, als sie sie ein Tiger, und machte sich daran, wieder an der Leiter neben der Zielscheibe hochzuklettern um die Dolche zu holen.
Wieder unten angekommen verpackte sie die Waffen wieder sorgfältig in ihre Hüllen und wandte sich Aiko zu. "Ich gehe auf mein Zimmer. Es ist ohnehin schon sechs Uhr und in einer Stunde gibt es Abendessen. Heute war ein anstrengender Tag, und mich würde es nicht wundern wenn ich von lauter kleinen Quälgeistern träumen würde!", sagte sie und wandte sich, ohne Aikos Antwort abzuwarten, ab und ging aus der Sporthalle.

Aiko
Er schüttelte über ihren letzten Wurf den Kopf, sagte jedoch nichts weiter. Er wusste genau wann sie aufhörte seine Hilfestellungen anzunehmen und dieser Zeitpunkt war genau jetzt erreicht. Auch als sie nach ihrer kleinen Ansprache stur aus der Halle lief, machte er sich nicht mehr die Mühe etwas zu erwidern. Stattdessen zückte er seinen Dolch und warf ihn mit einer Pfeilschnellen Bewegung auf die Zielscheibe in der Ecke, direkt ins schwarze.Bella
lief schlecht gelaunt - jedenfalls schlechter als sonst wenn das irgendwie möglich war - durch die Gänge ganz in ihre Gedanken vertieft. Beschimpfungen über Aiko oder sich selbst, Überlegungen ob sie diesen Wurf wohl jemals hinbekommen würde und über Sam und Tara die sie seit dem kleinen Ausflug vorhin nicht mehr gesehen hatte.
Doch wie heißt es so schön? Wenn man vom Teufel spricht! Kaum hatten sich ihre Gedanken Sam und Tara zugewandt sah sie beide in einem abgelgenen Korridor standen und trübsal bliesen. Bella bemerkte dies zu spät und lief den beiden Quälgeistern direkt in die Arme. Dummerweise war dieser Korridor auch der einzige der zu ihrem Zimmer führte...

Sam
Im ersten Moment bemerkte er die Anwesenheit von Bella nicht, doch kaum war sie näher als zwei Meter, schien die Temperatur unter den Nullpunkt zu sinken und sofort liefen ihm eiskalte Schauer über den Rücken. Ob er ihr wohl jemals in die Augen sehen konnte, ohne auch nur die Spur von Angst? Er mochte es nciht mal in seien Träumen glauben. Das war einfach schon zu banal. Außer Aiko gab es wahrscheinlich niemanden, der nicht ein Fünkchen Angst vor ihr hatte.

Bella
schaute kalt an den Beiden hinunter. Sie zog die Augenbrauen in die Höhe und warf noch einen letzten Blick auf Sam und drängte sich an ihm vorbei. Bevor sie ihr Zimmer, das kaum drei Meter entfernt war, betrat, sagte sie zu Sam: "Um sieben gibt es Essen. Sei pünktlich. Aiko erwartet jeden Schüler dort, derjenige der nicht kommt wird, wenn nötig, an den Ohren dorthingezerrt!"
Dann betrat sie ihr Zimmer in der Hoffnung wenigstens etwas Ruhe zu finden, doch sie hatte das Gefühl das sie das nicht bekommen würde...

Sam
Er schluckte hart und sah dann wieder zu Tara. "Kannst du mir vielleicht sagen weshalb sie grade mich schikaniert?", seufzte er erschöpft. Ihm wurde grade erst wirklich bewusst wie kräftezehrend das ganze für ihn war.

Tara

Ich bemerkte Bella erst als sie sich neben Sam vorbei drängte. Ich spürte kurz ihren Blick auf mir, der aber schnell zu Sam schwenkte. Ich richtete meinen Blick auf die gegenüberliegende Mauer und hörte nur noch halb zu, als sie anfing zu sprechen. Meinen Blick noch immer auf die Mauer gerichtet antwortete ich ihm "Wenn ich das wüsste..." ich seufzte. Ich musste aus diesem Gebäude raus, doch wie? Diese Frage konnte ich mir leider nicht beantworten. "wenn wir nur irgendwie hier raus kommen könnten..." murmelte ich leise, eher zu mir selbst.


Bella
ließ sich langsam auf ihr Bett fallen und zog ein Buch unter dem Kissen hervor. Sie zweifelte nicht daran, dass Aiko jeden Satz aus ihrem Tagebuch gelesen hatte, aber er hatte so noch in darauf angesprochen, deshalb schrieb sie weiter.
Sie klappte das Buch willkürlich auf einer Seite auf, und es war ausgerechnet die schlimmste Seite im ganzen Tagebuch. Der Tag an dem Aiko ihr diese grässliche Narbe am Unterarm zugefügt hatte. Über dem Papier war ein großer Blutfleck und nur ungern erinnerte sich Bella, wie er dorthin gekommen war: damals war sie neun Jahre alt gewesen - und definitiv sturer als jetzt. Damals hatte sie noch geglaubt Aiko würde sie eins Tages gehen lassen, und deshalb hatte sie immer ihren Kopf durchgesetzt. Doch der Blutfleck zeugte von Zerbrechen. An diesem Tag hatte Aiko sie gebrochen, und zwar für immer!
Als er ihr diese Narbe zugefügt hatte (sie hatte sich stur geweigert den Bogen auf einen ihr Mitschüler zu richten), war sie beinahe in Ohnmacht gefallen. Die Wunde ging bis auf den Knochen und Tat so weh, als wäre ihr ganzer Arm entzwei. Bella war auf ihr Zimmer getaumelt um die, ihrer damaligen Ansicht nach, letzten Worte für immer in ihr Tagebuch zu schreiben, da sie dachte Sterben zu müssen. Doch sie hatte schnell gelernt, dass Aiko sie - seine Lieblingsschülerin und Schoßhündchen - nicht einfach wurde sterben lassen.
Dir überflog den Tagebucheintag flüchtig und gelangte schließlich zum letzten Satz, der da lautete: "Falls ich überlebe, schwöre ich, nie wieder etwas gegen Aiko zu unternehmen. Er hat meinen Willen gebrochen und einzig allein die Entschlossenheit zu überleben ist zurückgeblieben. Doch eines Tages, wird er selbst sie zerstören, und dann werde ich tot sein - endlich!"

Sam
"Wird schwer", kommentierte er ihre Aussage und schüttelte den Kopf. Er war für so etwas einfach nicht gemacht. Er konnte keinen Menschen töten. Und er wollte es auch nicht. Mit betrübter Miene sah er zu Tara "Ich geh auf mein Zimmer, wir sehen uns beim essen", verabschiedete er sich noch, ehe er zu seiner Zimmertür marschierte und darin verschwand.

Tara

Ich verabschiedete mich mit einem stummen nicken und lief ebenfalls zu meinem Zimmer. Ich drückte dich Klinke nach unten und betrat mein Zimmer. Als ich mich auf das Bett setzte, welches neben einer Wand stand, seufzte ich erneut. Ich lehnte meinen Kopf an die Wand und sah auf die Uhr. Sollte ich einfach hier auf meinem Zimmer bleiben und nicht zum Essen erscheinen? Wahrscheinlich ist das nicht die beste Idee...Ich erinnerte mich wieder an den Unterricht, wo Cooper mich fast erwürgt hätte und fing leicht an zu zittern. Nein wirklich keine gute Idee. Ich versuchte den Gedanken aus meinem Kopf zu bringen.

ich überspring jetzt einfach mal ein bisschen was, ja?
___

Bella
sah auf die Uhr. Es war zehn vor sieben. Sie war so in ihre Tagebucheinträge vertieft gewesen, dass sie gar nicht auf die Zeit geachtet hatte. Aiko würde ihr den Hals umdrehen, wenn sie zu spät kam - ihm war es lieber wenn sie etwas früher kam.
So legte sie das Tagebuch vorsichtig unter ihr Kopfkissen, stand auf und trat aus dem Zimmer. In den Gängen brannte inwischen Licht, da es draußen schon langsam dunkel wurde. Sie ging mit schnellen Schritten durch die langen Gänge bis sie schließlich in die Eingangshalle gelangte. Bella durchquerte sie und trat durch eine etwas kleinere Flügeltüre. Dahinter lag der Speisesaal.
Es waren schon einige Schüler hier und so herrschte lautes Stimmengewirr, das jedoch deutlich leise wurde als sie den Saal betrat. Viele Schüler starrten sie an, als sie die Halle durchquerte und einige traten schnell bei Seite als sie ihnen zu Nahe kam. Es war allseits bekannt, dass Bella skrupellos war und es ihr in der Hinsicht auf andere Schüler egal war wie sie sich benahm und was die anderen von sich dachten.
Missmutig stellte sie sie sich an die Essensausgabe und wartete bis sie an der Reihe war um sich Essen zu holen.

Sam
In seiner "Gefängniszelle", wie er sein Zimmer mittlerweile benannt hatte, starrte er die Zeit hauptsächlich an der Wand tot. Er wartete auf die eine Blitzidee, die ihm einen genialen Plan offenbarte, wie er hier rauskam, lebend. Doch nichts geschah. Kein Geistesblitz und ehe er sich versah war es schon spät. Er raffte sich schnell auf, durchquerte die Gänge in Windeseile und kam schließlich im Speisesaal an. Der war schon fast komplett gefüllt und nur noch wenige Plätze waren frei. Na gut, ein gesamter Tisch war noch frei und er hatte auch schon eine Vermutung warum.

Bella
nahm den Teller mit Essen entgegen das aussah wie eine Paste aus zusammengerührter Hühnerbrühe und Kartoffelpüre. Seit zehn Jahren schaufelte sie sich nun schon dieses Kalorien- und Fettarme Zeug in sich hinein - das Aiko extra kochen ließ um seine Schüler bei bester Gesundheit zu behalten. Weniger Kalorine und Fette, dafür umso mehr Vitamine und andere Kraftspendende Stoffe. Bella wunderte sich, warum sie nicht schon längst abgemagert oder verhungert war bei diesem Essen.
Schließlich ging sie, ohne Blicke zur Seite zu werfen, an den noch einzigen leeren Tisch und ließ sich auf die Bank fallen. Keiner wagte es, sich zu ihr zu setzen da sie bei einem ihrer Wutausbrüche einmal das, nebenbei bemerkt, verdammt heiße Essen über den Kopf eines neuen Schülers geschüttet und obendrein noch die Suppelschale an dessen Kopf zerbrochen hatte. Seit diesem Tag war dies ihr Tisch. Keiner setzte sich zu ihr und keiner setzte sich jemals an diesen Tisch wenn man wusste dass sie im Hause war. Bella genoss es so viel Autorität zu haben. Sie war zugleich Auffällig wie auch Unauffällig wie sie es immer nannte. Denn jeder der sie ansah, zuckte unter ihrem kalten Blick zusammen und schaute wieder weg. So konnte sie relativ ungestört ihr Essen zu sich nehmen.

Sam
Als er endlich an der Reihe war sein Essen entgegen zunehmen kam ihm fast sein Mageninhalt hoch. Das sah aus, als hätte man irgendwelche Sachen zusammen in einen Mixer geworfen und das war das Ergebnis. Und das sollte er essen? Er trug das Essen trotzdem mit. Er würde es höchstwahrscheinlich nicht mal anrühren. Höchstens darin herumstochern um herauszufinden was alles darin zusammengemixt war. Als er sich nach einem freien Platz umsah seufzte er beim Anblick des leeren Tisch, an dem nur Bella Platz genommen hatte. Nun hatte er zwei Möglichkeiten. Die erste war, sich auf den Boden zu setzen und dort in seinem Essen herumzustochern, oder sich zu Bella an den Tisch zu setzen. Da der Boden nicht seine bevorzugte Wahl war und er sowieso von Bella getriezt wurde konnte er sich auch gleich dort hin setzen. Und so machte er sich auf zu dem Gang an den einen Geistertisch. Er spürte jetzt schon einige Blick auf sich ruhen. War ja auch sonst kein Platz mehr frei, redete er sich ein und kam schließlich bei dem freien Tisch an. Er nahm platz und versuchte Bellas Aufmerksamkeit nicht sofort auf sich zu ziehen. Das war ein verzweifelter Versuch, das wusste er selbst.

Bella
schaute ihn an und zog die Augenbrauen hoch. "Mutig bist du, dass du dich zu mir setzt. Der letzte der das versucht hat - übrigens ein Junge in deinem Altern namens Jimmy - ist jetzt nichtmehr der, der er einmal war... Trauriger Anblick!", sagte sie kaltzu ihm, doch aus ihrer Stimme schwang nicht das geringste Mitleid sondern eher stiller Hohn an den Dummkopf der sich als letztes zu ihr gesellt hatte. Sie war sich sehr wohl bewusst dass Sam versuchte sie zu ignorieren, doch dieser Umstand war ihr weder peinlich noch gewichtig genug um ihn zu beachten. Bella wusste dass es niemandem außer Aiko gelang sie wirklich zu ignorieren. Ihr war vollauf bewusst wie stechend ihre Augen warn und dass man ihren Blick spürte, als hätte man zwei Eiswürfel auf der Haut genau da wo sie ihr Gegenüber fixierte.
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BeitragThema: Re: Bloody Trail ~ previously    Do Sep 11, 2014 5:58 am

Tara

Ich starrte aus dem Fenster und bemerkte gar nicht, wie die Zeit verging. Als sich mein Blick zur Uhr wendete konnte wurde mir klar, dass ich mich beeilen sollte. Ich verliess mein Zimmer und joggte zum Speisesaal. Glücklicherweise konnte ich mir den Weg merken. Als ich endlich angekommen war atmete ich einmal kurz tief ein und stellte mich zu der Essensausgabe. Ich hatte Hunger, doch als ich die Teller sah war mir der Appetit vergangen. Trotzdem nahm ich mein Essen entgegen. Ich drehte mich um. Da ich eine von den letzten war konnte ich keinen freien Tisch entdecken. Mein blick schweifte noch einmal durch den Saal und ich erkannte, dass noch einen Tisch frei war. Ich schlenderte zu dem freien Platz, doch als ich bemerkte wer dort sass blieb ich stehen. Ich sah mich erneut in dem Saal um, doch wie zu erwarten waren alle anderen Plätze besetzt. Mir blieb nichts anderes übrig, als mich zu ihnen zu setzen.

Sam
Er versuchte zuerst ihre Worte zu ignorieren, doch sie schienen in seinem kopf kreise zu ziehen, als würden sie immer wieder hallen um ihn zu verspotten. Und langsam wurde es ihm zu bunt. Er hatte auch noch seinen Stolz. "Hör zu Bella, ich weiß nicht was mit dir hier passiert ist, ich will es auch gar nicht wissen, aber ich werde nicht vor Angst vor dir wegrennen. Du magst vielleicht skrupellos sein. Aber du bist auch Willenlos. Aiko hat dich zu seiner Maschine gemacht und keine Frage, das hat er perfekt drauf. Aber ich habe mir geschworen nicht so zu werden wie du. Zu einer Willenlosen Killermaschine, die auf Kommando springt", erklärte er wacker, obwohl er wusste, das er grade sein Todesurteil gesprochen hatte. Vielleicht wäre es ja auch besser wenn sie ihn töten würde. Dann wäre er aus dem ganzen Schlamassel heraus. Ohne sie noch weiter zu beachten fing er an in seinem Essen herum zu stochern. Ihr Blick war zwar wie eine Gefriertruhe, so kalt, doch er kochte innerlich vor Wut.

Bella
schaute ihn gelassen an, doch innerlich war sie zutiefst entsetzt. Noch nie hatte irgendwer, abgesehen von Aiko vielleicht, so mit ihr gesprochen. Noch nie hatte irgendein Schüler so mit ihr geredet. Noch nie hatte ihr jemand gesagt was er von ihr hielt. Als sie sich, die Hände unter dem Tisch zu Fäusten geballt, umsah, entdeckte sie Aiko, der sie höhnisch angrinste. Das brachte das Fass zum überlaufen. Nicht genug dass sie sich Jahr für Jahr mit den gleichen Strapazen der neuen Schüler rumquälen musste - nein! Dieses Jahr war noch ein übermäßig mutiger Schüler hier angekommen der meinte das Recht zu haben ihr zu sagen, wie sehr Aiko sie verunstaltet und in seine Hand gebracht hatte. Das wusste sie auch selbst.
"Vielen dank für deine sehr informative Ansprache, Sam Hale. Aber dass Aiko mich völlig zerstört hat ist mir auch selbst klar, verblindlichsten Dank!", zischte sie ihm so leise, dass nur er es hören konnte. Doch sie klang gar nicht danach als wäre sie ihm dankbar. Schließlich atmete sie einmal tief durch und fuhr leise fort: "Alles hat seine Grüne, Sam. Aber wage es nicht noch einmal mich etwas zu beschuldigen, von dem du keine Ahnung hast. Hast du dich denn schon gefragt, warum ich ihm gehorche wie ein Schoßhündchen? Hast du dich jemals gefragt warum ich nicht geflohen bin - und bilde dir nichts ein, das würde mir nicht schwer fallen?! Bist du dir dessen sicher dass du schon alles gesehen hast, was dich zu dem Schluss bringt, dass ich alles aus freien Stücken mache und dass ich es liebe hier zu sein, dass ich gerne hier bin? Diese Antwort kann ich dir getrost geben: Nein! Du hast nicht die geringsten Vorstellungen davon, also halte dich aus Angelegenheiten raus die dich nichts angehen, verstanden?"


Sam
Er blickte nicht von seinem Teller auf. Langsam verlor er die Angst vor Bella. Er konnte sich vorstellen das sie so abweisend war, um sich zu schützen. Weil alles um sie herum von Gewalt getrieben wird. Er glaubte auch, das Aiko wohl seine Methoden hatte, die Schüler zu seinen Gunsten zu formen. Trotzdem wollte er sich dagegen wehren. "Ich denke das du Leben willst und ihm deshalb aufs KOmmando gehorchst. Aber ich sterbe lieber als zu einer seiner Maschienen zu werden", knurrte er und ließ sein Besteck in den Brei fallen. Er hatte es langsam wirklich satt. "Ich muss nicht wissen was hier vor sich geht, das werde ich wohl schon erfahren. Aber ich bin nicht blind. Ich sehe wie sich die Generationen der Schüler entwickeln. Ich habe es schon nach meiner Ankunft gemerkt. In den ersten Jahren versuchen sie sich zu wiedersetzen, in den nächsten Jahren werden sie mit allen Mitteln in die Rolle als Killer hinein gestopft und schon im nächsten Jahr, hat man eine willenlose Maschiene. So ähnlich läuft es hier doch oder? Aber ich werde nicht so", verkündete er und starrte ihr finster in die Augen. Er bemerkte selbst schon, wie diese Schule ihn in seiner kurzen Zeit hier, veränderte. Er nahm allmählich eine Haltung ein, die ihm nicht sonderlich gefiel. Ihm war es egal ob er leben oder sterben würde. Das sollte nicht so sein...

Bella
hörte gespannt seinen Worten und musste zugeben dass sie gleichermaßen wütend wie beeindruckt und belustigt war. Dieser Junge wäre ein guter Schüler wenn er nur nicht so störrisch war, doch schon als er die ersten paar Sätze ausgesprochen hatte, brachte er die Wut, die sich in ihr seit Jahren angestaut hatte, wiedereinmal dazu hochzukochen.
Bella holte mit der Hand aus und verpasste ihm eine schallende Ohrfeige die fast durch die ganze Halle zu hören war. Doch jeder kannte ihre Wutausbrüche, und so scherten sich nicht viele darum was sie tat. "So, du kleiner Menschenkenner! Wenn du meinst mich zu kennen, dann weißt du sicherlich auch dass ich geschlagene fünf Mal versucht habe mich umzubringen - jedes Mal hat Aiko mich gerettet. Und die Generationen sind nur deshalb so, weil die Lehrer jeden aussondern der gegen den Strich läuft - nicht nur Kinder sondern auch ihre Eltern, Geschwister und andere Verwandten. Wenn man glück hat bleibt ein unbekannter und entfernter Teil der Familie bestehen!", sagte sie zu ihm und dachte an ihre Eltern zurück. Nur noch sie war übrig. Ihre Großeltern waren vor langer Zeit gestorben, ihre Eltern hatten keine Geschwister gehabt und somit war einzig und alleine sie übrig. Keiner zu dem sie gehen könnte falls sie ausbrechen würde.
Schließlich fügte sie leise, fast flüsternd, hinzu: "Und es stimmt nicht dass es dir egal ist ob du lebst oder nicht. Das ist keiner hier egal, wie oft man es sich auch einredet, jeder will am Leben bleiben denn für jeden gibt es etwas wofür es sich lohnt zu Leben...". ~Nur für mich nicht!~, beendete sie den Satz im Stillen. "Der Tod wäre zwar nichts im Vergleich zu dieser Schule, aber würdest du dich dem Willen der Lehrer nicht einfach beugen wenn du keine Angst vor dem Tod hättest? Jeder Auftragskiller stirbt früh, denn bei jedem Auftrag kann man tödlich verwundet und nicht mehr geheilt werden. Wer sich jedoch wehrt hat schlimmeres zu erdulden als das ganze Ausmaß des Unterrichts, Sam. Und glaube ja nicht, dass mein Willen am Anfang so schwach war wie jetzt!" Ihre Stimme klang nun matt, fast traurig und einen Moment drehte sie ihren Unterarm so hin, dass Sam die Narbe vor ihrer Armbeuge deutlich sehen konnte. "Wenn du dich widersetzt, bist du der größte Idiot auf Erden, Sam Hale!"
Mit diesen Worten stand sie auf, warf einen kurzen Hasserfüllten Blick auf Sam und eilte dann aus der Halle. Sie hatte genug für diesen Abend gegessen, und würde sich wohl auch die nächsten Tage nicht im Speisesaal sehen lassen. Lieber würde sie verhungern!

Sam
starrte einerseits geschockt, anderseits bestätigt vor sich auf den Tisch. Die Ohrfeige hatte gesessen. Doch er hatte schon schlimmeres erlebt. Seine Wange wurde schon nach wenigen Sekunden glühend rot, doch er hatte nicht das Gefühl jetzt aufgeben zu wollen. Er hörte sich alles was Bella zu sagen hatte an und dachte über jede Silbe, jedes Wort nach. Hatte er noch etwas, wofür es sich zu leben lohnte? Er hatte eine Familie, er hasste seine Familie. Er hatte Freunde, die scharf auf sein Geld waren und sich einen sch,eißdreck um ihn schehrten. Er hatte Verwandte, die er nicht kannte. Schien nicht so, als sei da noch etwas, wofür er leben wollte. Weder für Freunde, Familie, noch für unbekannte Verwandte.

Bella
ging mit schnellen Schritten und undurchdringlicher aber abweisender Miene auf ihr Zimmer. Jeder der ihr nur begegnete wurde mit einem kalten Blick bedacht, und alle machten einen möglichst großen Bogen um sie. Jeder wusste dass man Bella bei solch schlechter Laune nicht anschauen, geschweigedenn ansprechen sollte. Sie hasste es wenn andere sich um sie sorgten oder sie fragten was los war - selbst Aiko wurde die Ehre ihre Geheimnisse anvertraut zu bekommen, nicht zu Teil.
Schließlich erreichte sie ihr Zimmer und schlug die Türe mit solch einer Wucht zu, dass der Schlag durch die halbe Schule hallte. Sie war sich nicht sicher, aber sie glaubte überraschte Aufschreie aus der Eingangshalle zu hören. Aber ehrlich gesagt war es ihr egal! Wie konnte dieser Sam nur so stur und naiv sein, dass er glaubte er käme ungeschohren davon oder würde umgebracht. Aiko hätte etwas viel schlimmeres mit ihm vor!
Ohne auch nur daran zu denken sich fertig zu machen, ließ sie den Rolladen nach unten, schaltete das Licht aus und starrte grimmig an die Decke bis sie einschlief.

Sam
Er hörte das knaller der Tür im Speisesaal. Und konnte sich vorstellen das das Bella's Tür gewesen war. Sein Appetit, der sowieso nie da gewesen war, sagte Adé und er schob den Teller von sich weg. Auf dieses Essen konnte er getrost verzichten. Da würde er ja lieber Maden essen. Er stand von seinem Stuhl auf und verließ den Raum, nicht ohne den neugierigen Blicken der anderen ausweichen zu können. Daran würde er sich wohl gewöhnen müssen. Er verließ den Speisesaal ohne einen Ton und ging den Gang langsam entlang. Durch die Fenster, an denen er gelegentlich vorbei kam, konnte er sehen, das es draußen schon duster war. Er würde jeden Funken Schlaf brauchen den er bekommen konnte, so viel konnte er sich schon vorstellen. Deshalb steuerte er sein Zimmer an und zog sich um. Dann nahm er in dem "Gefängnisbett" platz und versuchte es sich bequem zu machen.

Nächster Tag

Bella
erwachte am nächsten Morgen, als ihr Wecker anfing zu klingeln. Sie tastete danach und beham ihn zu fassen, wobei sie ihn jedoch fast runterwarf - verdammtes Ding! Sie schaltete den Alarm aus und stand auf. Gestern war sie verhältnismäßig früh ins Bett gegangen, aber trotzdem war sie müde, als hätte sie kaum geschlafen. Das lag an dem Traum den sie Nacht für Nacht träumte. Immer wieder, und von ihm wachte sie jedes Mal Schweißgebadet auf. Sie träumte vom Mord ihrer Eltern!
Es gab nichts, das Bella mehr hasste, als mehrere Male aufzuwachen, nur um die eisblauen Augen ihrer Mutter zu sehen, die selbst dann nicht weggingen wenn sie ihre Augen schloss, und dann nach wenigen Minuten wieder einzuschlafen nur um dann festzustellen dass man wieder das Selbe träumte. Jede Nacht verhielt es sich nach dem gleichen Schema - zehn Uhr Bett, zwölf Uhr aufwachen, zwei Uhr aufwachen, vier Uhr aufwachen und schließlich sechs Uhr vom Wecker geweckt werden und sich so fühlen als hätte man drei Stunden geschlafen.
Schlaftrunken stand Bella auf und stützte sich an der Wand ab. Schnell suchte sie ihre Kleidung zusammen, ein blaues Top, eine graue Jacke und ihre braune Trainingshose, dann ging sie ins Bad wo sie sich unter die Dusche stellte und das heiße Wasser über ihren verschwitzten Körper perlen ließ.

Sam
Der Tag brach viel zu abrupt für ihn an. Er hatte vergessen das Fenster zu verdunkeln und so wurde er schon früh von der Sonne genervt. Als er sich aufrichtete, fühlte er sich alt. Steinalt. Sein Rücken schmerzte von der Steinharten Matraze und sein Nacken war steif. Er hasste diese Betten jetzt schon. Während er sich aus dem Bett schleifte wünschte er sich das das alles nur ein Traum war, doch er konnte eher davon Träumen das es ein Traum war, als aus diesem Albtraum zu erwachen. Vewirrend aber zutreffend. Er machte sich mit schleppenden Bewegungen daran sich Kleidung zu nehmen, zu duschen und danach noch genauso müde auf das Gefängnisbett zu fallen. Er hatte keine Lust auf den heutigen Tag. Er hatte keine Lust darauf zu lernen wie er Waffen bediente, Menschen überwältgte und sie schließlich zur Strecke brachte. Wenn er es hätte wissen wollen, wäre er nicht unfreiwillig hier.

Bella
stieg langsam aus der Dusche und zog sich an, dabei dachte sie über Sam nach. Dieser undankbare, kleine Wurm! Sie hatte ihm bei Sport geholfen, ihm Tipps gegeben damit er nicht gequält wurde ... und trotzdem dankte er es ihr damit, dass er ihr Worte um die Ohren schlug, deren vollen Ausmaßes er sich gar nicht bewusst war. Aber trotzdem erinnerte er Bella an sich selbst - obwohl Sam natürlich viel älter war als sie damals.
Und wieder fragte sie sich, wie sie wohl wäre wenn Aiko sie nicht forgeholt hätte. Von ihren Eltern, von ihrem zu Hause, von ihrem alten Leben... ~Häng' nicht der Vergangenheit nach!~, tadelte sie sich in Gedanken und zog ruckartig ihre Zimmertüre auf, nur um sie dann geräuschvoll hinter sich zuknallen zu lassen. Ihren Bogen, den Köcher und den Gürtel mit Messern hatte sie sich über die Schultern oder um die Hüften geschlungen und nun marschierte sie schnellen Schrittes in Richtung Sporthalle wo Aiko sie zweifellos erwarten würde.
Es war sieben Uhr morgens - fast etwas spät. Normalerweise war sie früher dran, doch sie konnte nicht sagen dass heute ein übermäßig guter Tag gewesen wäre. Ganz im Gegenteil.
Im Laufe des Weges dachte sie weiter über Sam nach, und als sie die Turnhalle, in der wie erwartet schon Aiko stand, betrat, fasste sie einen Entschluss: Sam, genauso wie Tara, waren heute Luft für sie. Sei es auch noch so schrechlich was mit ihnen passierte. Sam hatte ihr gesagt es sei ihm egal ob er sterben würde - nun konnte er sehen was er davon hatte!

Aiko
"Du bist spät", verkündete er während er einige Dolche zusammen suchte und sie auf dem Tisch ausbreitete. Bella war normaler Weise früher hier, es war ungewöhnlich, sie wich nie von ihren gewohnten Zeiten ab. Irgendetwas musste also anders sein. "Welchen Gedanken hängst du nach?",fragte er eher desinteressiert als in voller Aufmerksamkeit.

Sam
Er hörte eine Tür knallen. Bella war wach. Vermutete er daraufhin und seufzte tief. Er hörte durch die Tür schon einiges an Stimmengewirr auf den Gängen und so entschloss er sich bevor er los musste noch etwas richtiges zu essen zu holen. Etwas das nicht aus gemixten Zutaten bestand. Er öffnete die Tür, lief über den Gang zur Küche und drängelte sich bis nach vorne durch. Was er heute erwischte war, richtig, wieder ein Apfel. Gut, dann würde seine Haupnahrung wohl Apfel werden. Damit hatte er kein wirkliches Problem.

Bella
"Wer zu früh kommt hat nur Angst davor die Konsiquenzen vom zuspätkommen zu tragen!", antwortete sie knapp und kalt ohne Aiko auch nur anzusehen. Sie griff nach einer Zielscheibe und rückte sie in die Richtige Position, so wie sie hingehörte. Die Zielscheiben wurden Abends immer an die Wand geschoben damit sie aufgeräumt war - Aiko war so eine Art Ordnungsfanatiker.
Doch als ihr Lehrer frage, was mit ihr los sei, stockte sie. "Rate mal?!", forderte sie ihn angriffslustig heraus, doch sie ließ ihm gar nicht die Zeit eine Antwort zu formulieren, denn sie sprach sofort weiter. "Nicht genug, dass du mich jedes Jahr die Arbeit mit den Neuen machen lässt. Nein, jetzt ist da auch noch dieser Sam Hale der meint alle ihm Beliebigen Anschuldigungen gegen das Scar, dich und vor allem mich richten zu müssen. Dieser Rotzbengel ist einer der frechesten, dümmsten und naivsten Neulingen die ich seit Jahren erlebt habe!"

Aiko
"Er erinnert mich an dich", gab er zu bedenken und begutachtete einen der Dolche genauer. "Aber er wird sich fügen, wie du es damals auch getan hast", erwiderte er und ein bösartiges lächeln zog seine Kreise über dem Gesicht des Mannes. Er hatte nicht mehr vor die neuen zimperlich zu behandeln. Dieses Jahr würde er die Spreu schneller vom Korn trennen und in diesem Fall erwartete die schwächsten der Tod. Das sollten die heute erfahren.

Sam
Der Apfel war schnell gegessen, da er seit gestern morgen keinen Happen mehr zu essen hatte. Aber die Pampe vom Abend nie im Leben! Eher verhungerte er. Mit einem Schwall seiner "Mithäftlinge" machte er sich auf den Weg zu seinem neusten Hassfach. Sport.

Bella
brummelte nur etwas vor sich hin, aus dem man deutlich die Worte "mir egal" und "mach was du willst!" hören konnte. Ihr war es wirklich egal was mit Sam passieren würde, er war nur ein Neuer der heute lernen würde was es hieß sich Aiko zu widersetzten. "So ein Idiot!", murmelte sie und kletterte langsam eine Leiter nach oben um die dort hängende Zielscheibe in eine bessere Position zu schieben - gestern beim Trainieren war sie leicht verrutscht.
Schon von weitem hörte sie, dass eine Meuter Schüler zur Turnhalle ging. Nein, wiederwillig schlurfen war eine bessere Bezeichnung. Durch jahrelanges Training konnte Bella allein durch das Geräusch bestimmen wie Personen liefen. Aiko hatte sie es so lange trainieren lassen dass sie es im Schlaf konnte - er hatte gute Arbeit geleistet.

Sam
Die gesamten Schüler fanden sich in der Sporthalle ein, darunter auch er. Leider. Er bemerkte Bella sofort, sie hatte eine noch kältere Aura als gestern. Er vermutete, das jedes seiner Worte den Hass in ihr nur noch mehr angeheizt hatte. Wieder gefiel es ihm nicht, das er keinerlei Reue für seine Worte empfand. Was passierte hier nur mit ihm?! Plötzlich wurde er kaltherzig. Er hatte doch sonst nie so etwas gemacht. Das machte ihn fertig. Er würde das hier nicht überstehen. Er würde anfangen sich selbst zu hassen und mit einem Mal verstand er was Bella fühlen musste. Sie musste sich selbst dafür hassen, das Aiko sie zu einem Monster geformt hatte. Sie musste sich mehr noch hassen, als Sam es sich jemals vorstellen konnte.

Aiko
Er räusperte sich geräuschvoll als die Anzahl der Schüler stimmte und kurz darauf hatte er die ungeteilte Aufmerksamkeit. Zwar eher aus Angst, als aus purem Respekt, aber das war ihm nur recht. "Das was ihr gestern erlebt habt, war noch lange nicht das halbe Ausmaß dessen, was ihr hier lernen werdet. In diesem Jahr gibt es viele von euch, die nicht hart genug für diese Schule sind. Und heute, heute will ich sehen wer von euch überleben kann. Wer von euch handeln kann ohne lange zu denken", erklärte er und nahm einen Dolch zur Hand. "Jeder von euch bekommt einen dieser wunderschönen Messer und dann werdet ihr euch einen Partner suchen. Ihr werdet kämpfen um euer Leben. Um euere weitere Exsitenz auf dieser Erde. Weigert sich jemand zu kämpfen, werde ich ihn mit einer dieser Klingen durchbohren, sodass er langsam verblutet. Also überlegt euch zweimal ob ihr euch weigern wollt", endete er und bedeutete nun allen sich einen Dolch zu nehmen.

Bella
hatte sich auf die oberste Sposse der Sprossenwand gesetzt wo sie nun gelangweilt auf die anderen hinunterschaute. Die Beine geschickt übereinandergeschlagen, sodass sie trotz der unsicheren Position nicht herunterfiel, die blonden Haare über die rechte Schulter gelegt, in den Händen ein Messer mit dem sie glangweilt spielte und der kalte Blick der von Schüler zu Schüler huschte. Er blieben einen Moment länger an Sam verweilen als bei den restlichen Neuen, dann huschte er weiter und sie bog gedankenverloren die Klinge des Messers um ohne genau zu registrieren was sie tat.
Die Neuen waren kleine Narren, dachte sie sich. Kreuzten hier auf in gutem Wissen dass das heute vielleicht ihr Tod bedeuten konnten, und hatten nichts anderes zu tun als sich angsterfüllt umzublicken. Wie wäre es damit, sich etwas auszudenken, damit sie gewinnen, und somit überleben, konnten?! Wie wäre es, einen Plan auszutüfteln?! Aber nein, es ist ja viel sinnvoller Angst zu haben, ist ja nicht so wichtig ob man sterben wird!

Sam
Unsicher nahm er sich einen der Dolche. Er drehte den Griff in der Hand hin und her und sah in der blanken Klinge des Dolches seine Angst. Er wollte niemanden töten. Ihm fuhr ein Gedanke durch den Kopf. Vielleicht sollte er sich einfach töten lassen. vielleicht sollte er sich den schwächsten der Schwachen aussuchen und ihn gewinnen lassen. Warum weigerte er sich nicht einfach? Dann würde Aiko ihn töten. Und er glaubte fest daran, das der Mann keien Scherze machte. Doch er hatte Angst. Er hatte Angst vor dem Tod. Er musste zugeben, das Bella recht hatte. Er wollte nicht sterben. Selbst wenn es keinen Grund mehr gab der ihn am Leben hielt. Er wollte nicht von einem Dach ins Ungewisse springen, er hatte Angst. Angst vor dem Tod, Angst davor all das hier hinter sich zu lassen, nicht die Schule hier, sondern sein Leben davor. Er hatte Angst vor dem, was danach kommen würde. Die meisten hatten sich schon zu Paaren zusammengeschlossen und schon bald fand auch er einen. Er wollte ihn nicht töten, dazu wäre er nicht einmal fähig gewesen. Aber er würde zum mindestens kämpfen. Mit zitternder Hand umklammerte er den Dolch und wartete auf den ersten Angriff seines Gegenübers. Der Junge sah mindestens ebenso verängstigt aus, wie er sich grade jetzt fühlte. Er fürchtete sich vor allem was hier grade passierte. Er wollte nicht wissen wie es war zu verbluten, er wollte nicht wissen wie es war jemanden zu töten. Doch eines von beidem würde heute wohl passieren. Er hoffte auf das erste, doch er hoffte es auch nicht. Er wünschte niemandem den Tod, doch selbst sterben wollte er auch nicht. Und dann kam der erste Angriff seines Gegenübers. Dieser stürzte nach vorn auf ihn zu, den Dolch mit dem Arm bereit zuzustechen. Unter dem Hieb des Jungen duckte er sich hinweg und war nun hinter diesem. Schnell packte er ihn im Würgegriff, die Klinge des Dolches an der Kehle des Jungen. Er rang mit sich selbst, ein innerlicher Konflikt in dem er ausfocht ob er sterben, oder dieser Junge sterben sollte. Dann ließ er von dem Jungen ab, zog sich einige Schritte zurück und ließ den Dolch fallen. Keine zwei Sekunden darauf war Aiko zur Stelle.

Aiko
Er hatte Sam's Taktik beobachtete und hatte ebenso den Zweifel udn die Angst in ihm gesehen. Als er den Rückzieher gemacht hatte, war er schnell bei ihnen. Sam's Gegener atmete in schnellen Zügen und seine Augen waren Panik erfüllt. Mit einem Blick, der kälter noch als der sibirische Winter war, durchohrte er Sam, packte den anderen Jungen in dem selben Griff, den Sam bis vor wenigen Sekunden angewandt hatte. "Ist es so schwer diesem erbärmlichen Kriecher die Kehle zu zerfetzen?", knurrte er und zog die Klinge in einer schnellen Bewegung durch die Kehle des Jungen. Ein gurgelndes Geräusch ertönte, Blut rann aus seinem Mund und dann fiel er zu Boden. Aiko sah immer noch zu Sam. "Ich denke du hast nicht verstanden was ich grade eben gesagt habe. Sich zu weigern ist dein Tod", erklärte er und drehte die blutbeschmierte Klinge in seiner Hand. "Doch du bist der Gewinner und es gibt nur einen kleinen Denkzettel, für die Verweigerung des letzen Schrittes. Das war gut Sam, du wirst einen guten Auftragskiller abgeben. Vielleicht wirst du einers TAges sogar ein Lehrer an dieser Schule", sagte er, nicht ohne zu wissen, das er mit diesen Worten einen ungeheuren Selbsthass in ihm anzettelte. Er hatte die Schwachstellen jedes Schülers erkannt und Sam's war vorallem der Hass. Ohne ein Wort der Warnung zu sagen holte er mit der Klinge aus ud ließ sie über seinen Brustkorb schneiden. Sofort keuchte er auf und Blut fing an zu fließen. Es war ein Denkzettel. Richtig behandelt war es keines Falls tödlich. Aikos Blick wanderte zu Bella "Sei doch so gut und kümmere dich um Sam"

Bella
schaute dem Anfang der Kämpfe zu. Wie viele unsicher ihr Gegenüber betrachteten oder mit einer uneleganten Bewegung auf sie zustürmten. Wie ein paar wenige ihr Gegenüber skrupellos töteten, nur um nicht selbst zu sterben und wie Aiko durch die Reihen lief und selbstgefällig grinste.
Gelangeweilt warf sie ihr Messer das, ohne dass sie sich sonderlich konzentriert hatte, perfekt in der Mitte der am nächsten Gelegenen Zielscheibe landete. Das war zum kotzen, ehrlich! Wie konnte Aiko nur eine so langweilige Stunde veranstalten, der sie auch noch beiwohnen musste?! Wieso hätte sie nicht heute zu den Älteren gehen können...
Doch im nächsten Moment wurde es ihr klar. Ihr Blick war zu Sam gewandert, der seinen Gegner von hinten an sich drückte und ihm das Messer an die Kehle hielt. Interessant, dachte Bella. Der Junge der sich mit allen Mitteln weigerte, stand nun hier und war drauf und dran einen Gegner zu tötetn! "Heucher!", wollte sie ihm zurufen, doch sie stockte als sie das Wort gerade geformt aber noch nicht ausgesprochen hatte. Sam ließ sein Gegenüber los und strauchelte rückwärz. In sekundenschnelle war Aiko bei ihm, zischte Sam etwas ins Ohr, brachte den schwächeren - also Sams Gegner - um und zog diesem das Messer über die Brust. Der Schnitt, das konnte Bella durch jahrelange Übung von hier oben erkennen, war zwar tief, aber keineswegs tödlich. Vorausgesetzt natürlich man wusste wie man die Wunde behandeln musste - was außer den Lehrern und ihr keinem bekannt war.
Nun sah Aiko zu ihr, grinste und sagte sie solle sich um Sam kümmern. Genervt verdrehte sie die Augen, sprang elegant von der Sprossenwand und landete perfekt auf allen vieren. Langsam schlenderte sie auf Sam zu, er durfte ruhig ein wenig für die Worte von gestern leiden, und sah kalt auf ihn hinunter. Er kniete röcheln und keuchend vor Schmerz auf dem Boden und sah wütend, aber auch ein bisschen flehend zu ihr auf.
Das Gefühl des Triumphes stieg in ihr auf und sie sagte von oben herab: "Weißt du Sam, meine Menschenkenntnis ist nicht gerade die schlechteste. Ich weiß dass du nicht sterben willst und ich weiß genauso gut, dass du gut sein KÖNNTEST. Aiko wird dich nicht sterben lassen, keine Sorge! Aber jetzt sitzt du schon ein bisschen in der Klemme, was? Wenn ich dir nicht helfe stirbst du... Zu dumm, dass du gestern etwas unfreundlich und unverblümt warst, nicht wahr?"

Sam
"Dann lass mich doch sterben", keuchte er und presste seine Hände auf den langen Schnitt. Er wusste das er die Worte nicht so meinte, wie er sie gesagt hatte, doch vielleicht war es ja besser, wenn er jetzt sterben würde. Dann würde er nicht werden wie Bella, dann würde er nicht von Hass zerfressen Leute töten, die nichts für diesen Hass konnten. Er zitterte vor Schmerz und kniff die Augen im verzweifelten Versuch die Schmerzen zu ertragen zusammen. Sein Kopf pochte als hätte man ihm einen heftigen Schlag verpasst und der Schnitt brannte, er fühlte sich als würde sein Inneres zum Vorschein kommen. Als würde er gleich auseinanderfallen, wie eine Puppe.

Bella
erinnerte sich, diesen letzten Satz den sie gesagt hatte, und auch Sams Antwort, schoneinmal gehört zu haben. Es war lange her, fast zehn Jahre, aber sie konnte sich noch daran erinnern als sei es gestern gewesen...
*Rückblende*
"Nein!", hallte eine kleine helle Stimme durch die laute Turnhalle und übertöhnte jedes noch so laute Geräusch ihrer Mitschüler. Bella hielt einen Bogen und einen Pfeil in der Hand, und Aiko berührte sie an der Schulter. Nein, er hatte sich an ihre Schulter gekrallt und es tat so weh dass sie glaubte Blut müsste von der Stelle über ihren Arm laufen. Sein Griff verstärkte sich noch, als er sagte: "Tu es, Isabella! Du wirst jetzt auf Jimmy schießen, LOS!" Bella schüttelte hilflos ihr kleines Köpfchen und ihre Haare wehten um ihren Kopf. "Ich kann ihn nicht töten!", flüsterte sie und Tränen stiegen in ihre Augen. "Ich kann nicht Aiko, ich will nicht!" Der Griff an ihrer Schulter lockerte sich abrupt und einen Moment war Bella so erstaunt, dass sie sich entspannte. Im nächsten Moment fand sie sich mit dem Rücken an Aiko gepresst wieder.
"Du kleiner Göre!", zischte eine Stimme in ihr Ohr. Sie konnte am Tonfall hören dass Aiko so wütend war, wie sie ihn noch nie erlebt hatte. Seine starke Hand, gegen die sie sich nicht zur Wehr setzten konnte, riss ihren Arm nach oben und schon den Ärmel nach hinten. Ihr Blick wanderte zu der Stelle an der Aiko nun sein Messer aufsetzt und es ihr ins Fleisch drückte. Sie schrie auf. Der Schmerz war so unerträglich, dass sie glaubte sterben zu müssen. Ruckartig wandte sie ihren Blick ab und konnte nur fühlen was Aiko ihr in die Haut ritzte. Sie spürte außerdem etwas heißes und klebriges das an ihrem Arm entlanglief und auf den Boden tropfte - Blut!
Als nächstes fand sie sich auf dem Boden wieder, wo sie in ihrem eigenen Blut lag und wimmerte. Aiko hatte sich über sie gebeugt und betrachtete den Stern den er ihr in den Untararm, kurz vor die Armbeuge geritzt hatte. "Das soll dich immer an den heutigen Tag erinnern, Isabella Lillyth Hartley! Du bist und bleibst ein kleiner Stern - MEIN kleiner Stern! Ich könnte dich jetzt sterben lassen. Du bist mir vollkommen ausgeliefert! Nur zu dumm, dass du gestern etwas unfreundlich und unverblümt warst, nicht wahr?", sagte er zu ihr und ein höhnisches Grinsen hatte sich über sein Gesicht gezogen. Ja, Bella hatte ihm gestern gesagt was sie von ihm hielt, und Aiko hatte nur gelächelt. Doch heute musste sie den Preis dafür zahlen!
"Dann lass mich doch sterben!", keuchte sie. Dann wurde alles schwarz und sie bekam nur noch wie durch einen Nebelschleier mit, was um sie herum geschah.
*Rückblende Ende*
"Nein!", sagte Bella mit fester Stimme und bot ihm ihre Hand an. "Steht auf. Wir müssen dich auf dein Zimmer bringen. Aiko will dass du überlebst - du wirst überleben. Koste es was es wolle!"

Sam
Er war überrascht über diese Reaktion und er hatte geglaubt einen kurze, ganz kurzen Moment gesehen zu haben, das in ihren Augen etwas wie Angst lag. Vielleicht hatte er sich getäuscht, doch er hatte da etwas gesehen, was auch immer es war, es verleitete ihn dazu, ihre Hand zu nehmen und sich mit ihrer Hilfe aufrichten zu können. Er nickte über ihren Beschluss und spürte den spöttischen Blick von Aiko im Nacken. Er hasste diesen Mann...nein, das stimmte nicht ganz. Er hasste nicht nur Aiko, er hasste sich selbst. Er hasste sich allein für die Tasache das er zu feige war sich zu wiedersetzten, er hasste sich dafür, das er gekämpft und fast getötet hätte. Er musste hier raus. Er würde hier raus kommen. Lebend oder tot.

Bella
zog ihr mehr oder weniger unsanft aus der Sporthalle durch die Gänge bis hin zu seinem Zimmer dessen Zimmertüre sie mit dem Ellenbogen öffnete und Sam hineinführte. Sie schloss die Türe ohne hinzusehen mit einem Fußkick und legte Sam auf sein Bett. Nebenbei packte sie mit einer Hand nach dem Verbandskasten über dem Bett und zog einen kleinen Stoffbeutel aus dem Metallkasten.
"Sam", setzte sie kalt an, wärend sie in dem Beutel kramte um die passende Arznei für die Behandlung zu finden. "Ich weiß, dass du es mir nicht glaubst, aber Aiko ist keinesweg darauf aus dich sterben zu lassen. Er wird dich so lange quälen bis dein Wille, bis DU gebrochen bist! Sobald er das erreicht hat, und irre dich nicht das schafft er schneller als man sich selbst eingestehen will, hat er dich in der Hand wie eine Marionette. Jeder an dieser Schule hatte schon mit Aiko zu tun, und jeder halbwegs vernünftige Mensch folgt seinen Befehlen - das tun sogar die anderen Lehrer! Also halt einfach deine verdammte Klappe ihm gegenüber. Das was dir heute passier ist, passiert nur wenigen von denen Aiko glaubt sie sein Fähig das zu überleben und von denen er glaubt dass er sie damit brechen kann!"
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BeitragThema: Re: Bloody Trail ~ previously    Do Sep 11, 2014 6:14 am

Sam
Er schnaubte bei ihrere letzten Aussage. Aiko hatte ihn vielleicht diesen Qualen ausgesetzt, doch er würde jetzt erst recht nicht aufgeben. "Er wird mich nicht brechen", knurrte er mit einer Stimme, in der so viel Zorn und Wille lag, das es ihn selbst erschrack. Er war sich seiner Sache noch nie so sicher gewesen, wie in diesem Moment.

Bella
schaute von dem Verband auf, auf den sie gerade puren Alkohol geträufelt hatte. Sie sah ihm in die Augen, doch ihre Augen wurden von den Haaren verdeckt um den traurigen Ausdruck darin zu verbergen. "Früher oder später wird er das, Sam!", sagte sie mit ihrer üblichen festen Stimme die nichts von ihrem inneren Schmerz verriet der sie zu verzehren drohte.
Langsam knöpfte sie Sams Hemd auf und legte seine Brust frei. Das Kleidungsstück war schon völlig blutdurchtränkt und tropfte beim zurückschlagen etwas davon an Wände und Boden. Auch Bellas Hände bekamen etwas davon ab, doch es scherte sie nicht, aber sie krämpelte schnell ihre Ärmel nach oben sodass der Stern auf ihrem Unterarm nun deutlicher denn je zum Vorschein kam. Vorsichtig wischte sie mit einem groben Handtuch über die Wunde bis die große Sauerei beseitigt war und man den Schnitt, aus dem noch immer Blut quoll, deutlich sehen konnte. Dann nahm sie den in alkohol getränkten Verband zur Hand und machte sich daran die Wunden sorgfältig damit abzutupfen. Sie merkte wie Sam leicht zusammenzuckte und ein keuchen unterdrückte, und trotzdem hielt sie nicht inne.

Sam
Er dachte sich den Teil über ihre Aussage. Nein. Aiko würde ihn niemals klein kriegen. Das einzig richtige, was seine Eltern ihm gelehrt hatten, was immer sich selbst treu zu bleiben und er selbst war kein Mörder, er selbst würde nicht mal in einem absoluten Notfall töten. Und schon gar nicht wegen dem Befehl eines verdammten Schweins. Statt seine Wunde zu beguachten, wurde sein Blick von Bellas Narbe angezogen. Er hatte sie nur kurz zu Gesicht bekommen, für den Bruchteil einer Sekunde, doch nun erkannte er das völlige Ausmaß. Es war wie eine Art Brandzeichen vermutete er. Etwas das sie ewig an Aiko erinnern würde. Doch ehe er den Gedanken weiter ausführen konnte zuckte er leicht zusammen, als ein brennender Schmez durch seine Brust in seinen Körper schoss. Er riss sich zusammen und trotzdem verkrampfte sich jeder Muskel seines Körpers unter den Schmerzen.

Bella
"Warum tust du das?", fragte sie, ohne in ihrer Arbeit inne zu halten. Bevor Sam Zeit hatte "Was?" zu fragen, fügte sie kalt hinzu: "Warum hast du dich so fest entschlossen, Aiko jeden Grund zu geben dich zu hassen? Warum legst du es darauf an, dass er dich foltert und quält. Warum legst du es darauf an, etwas schlimmeres erleiden zu müssen als den Tod!" In Gedanken fügte sie hinzu: ~Ich wünschte ich wäre damals gestorben! Ich wünschte es so sehr...~
"Ich kannte einmal ein Mädchen dass so ähnlich war wie du..", erzählte sie, wohlwissend das Sams Blick lange auf der sternförmigen Narbe geruht hatte. "Sie hat sich Aiko jedes Mal widersetzt, und eines Tages stand sie einem ihrer Mitschüler gegenüber und sollte auf ihn schießen. Sie hat sich gewehrt. An diesem Tag ist sie gestorben!"

Sam
Er schüttelte den Kopf. "Wenn er mich hasst, haben die anderen es leichter. Ich hab nichts mehr, für das es sich zu Leben lohnen würde. Andere schon...Eines haben meine Eltern wohl richtig gemacht...", presste er hervor in einem weiteren Versuch die Schmerzen auszuhalten. Er brauchte nicht lange um zu wissen, das Bella von sich selbst sprach. "Dieses Mädchen war jung", vermutete er ins Blaue und schätze die Chancen gut, das er recht hatte, denn Bella war ungefähr in seinem Alter "Ich bin älter, mein Kopf ist härter", verkündete er unter Schmerzen und rang sich für den Bruchteil einer Sekunde ein Lächeln ab.

Bella
sah sein gequältes Lächeln. Sie wusste sehr wohl, dass Sam erkannt hatte, dass sie mit dem kleinen Mädchen von sich selbst sprach. Doch es war noch nicht der Zeitpunkt mit der Sprache herauszurücken.
"Das Mädchen war sechs Jahre alt, Sam! Aiko ist grausam, unaufhaltsam und ergötzt sich am Leid anderer. Er ist schlichtweg...", doch sie stockte und führte ihren Satz nicht zu Ende. Sie wusste dass jedes Wort gegen Aiko weitere Schmerzen bedeuten konnten, und sie hatte nun wirklich schon genug erduldet. Aiko war der einzige Mensch der sie mit einem bloßen Fingerzeig zur Ruhe und mit einem einzelnen Lächeln zur Weißglut brinen konnte. Es gab keinen anderen Menschen der sie so sehr im Griff hatte und niemanden der sie so genau kannte wie den Mann den sie mehr hasste als sich selbst.
"Sam, du erinnerst mich an dieses Mädchen. Ich habe mit eigenen Augen gesehen wie sie gefoltert wurde! Du wärst hervorragend, und wenn du früher hierher gekommen wärst, wärest du ein perfekter Auftragskiller aber ich habe die Befürchtung, dass Aiko das nicht so sieht...", fuhr sie kalt fort doch ein Ausdruck von Schmerz war in ihre Augen getreten. Vor ihrem inneren Auge durchlegte sie erneut den Tag, an dem sie ihre Narbe bekommen hatte, und zusätzlich alle anderen Tage die zu den schlimmsten ihres Lebens zählten.
Unsanft drückte sie den alkoholverband ein letztes Mal auf die Wunde und legte ihn dann bei Seite. Das Blut quoll zwar noch immer aus der Wunde, doch der Blutfluss war schwächer geworden. Bella breitete einen längeren Streifen aus harter Watte aus (das Zeug das unten immer an Pflastern dranne ist) und wickelte einen Verband um Sams Brust. Sie musste erst warten bis die Blutung gestillt war. Dann konnte sie mit der eigentlichen Behandlung beginnen.

Sam
"Ein Monster..", vollendete er ihren Satz leise für sich. Er hatte den Ausdruck in Aikos Augen gesehen, als er dem Jungen die Kehle durchtrennt hatte. Es war ein mordlustiger Ausdruck gewesen. Es hatte ihm Spaß gemacht diesen Jungen zu töten... "Er wird mich nicht weich kriegen. Ich erlebe lieber mit, das er mir den Körper zerfetzt, mir Gliedmaßen abtrennt oder mir die Zunge rausschneidet, als irgendwen, selbst wenn ich diese Person abgrunftief hasse, zu töten" Und das war eine unumstößliche Aussage. Er würde niemanden töten, das war nicht er und er konnte sich nicht zu einer Person machen, die er nicht war. Als sie aufhörte an seiner Wunder herum zu hantieren, entspannte er sich ein wenig. Das Brennen hatte nachgelassen, nun fühlte es sich nur noch wie Nadelstiche an.

Bella
hielt einen Moment inne um Sam in die Augen zu sehen. In ihren eigenen war eine Mischung aus Trauer, Angst und Kälte zu erkennen. Ihre Blicke trafen sich kurz und Bella wandte ruckartig den Kopf ab, um den Verbandskasten wieder zurückzustellen, sodass ihr die Haare wieder vor die Augen fielen. Sie machte sich nicht die Mühe sie hinter die Ohren zu schieben.
Sie setzte sich auf einen Stuhl der am weitesten von Sam entfernt war und sah aus dem Fenster. Sams Zimmer war relativ weit oben und sie konnte ein wenig über die Mauer sehen und somit den dahinterliegenden Wald. Wie gerne würde sie jetzt dort hindurchstreifen. Frei von jeglicher Sorge. Sehnsucht legte sich auf ihre Züge, doch sie bemerkte es und baute mit einer aufsteigenden Wut die Mauer um sie herum wieder auf. Sie würde Sam nichts von ihren waren Gefühlen zeigen - und sie wollte es auch gar nicht.

Sam
Er stellte mit erstaunen fest, das in Bella ein wahrliches Gefühlschaos herrschte, von dem er Bruchstücke zu sehen bekam. Einerseits waren es Trauer, Angst und Hass, die in ihren Augen wieder zu finden waren, andereseits war es eine Sehnsucht. Die selbe Sehnsucht, die auch Sam hatte. Sie Sehnsucht nach Freiheit, nach einem Weg raus aus diesem Gefängnis, nach einem Weg, auf die andere Seite der Mauer, die so nah und doch so unerreichbar war...


Bella
"Genug!", murmelte sie, und ihre Stimme klang so kalt, dass es schien als wäre die Raumtemperatur um mindestens zehn Grad gesunken. Es konnte doch nicht sein, dass sie nur wegen eines kleinen Kratzers auf Sams Brust so aus der Fassnung geriet! Ruckartig stand sie auf, doch es wirkte so elegant als hätte sie sich sanft wie eine Katze bewegt. "Du, bleibst hier und rührst dich nicht vom Fleck! Du wirst nicht aufstehen wenn es an der Zimmertüre klopft, du wirst nicht aufstehen wenn das jemand von dir verlangt - außer es ist ein Lehrer. Du bleibst liegen, bis ich wiederkomme und dich behandelt habe. Verstanden?", sagte sie aufbrausend zu Sam, doch ohne eine Antwort zu erwarten rauschte sie aus dem Raum und warf die Türe hinter sich zu.
Mit schnellen Schritten eilte sie durch die Schule, in die Eingangshalle, durch das Portal nach draußen, von dort aus auf den Trainingsplatz und in den Schuppen mit den alten Schulwaffen der kaum gebraucht wurde. Dort drin suchte sie nach etwas, das sie schon ewig nicht mehr in der Hand gehabt hatte - und sie war sich sicher es hier vergraben zu haben. Verdammt, wo war es nur hin! Endlich fand sie es. Ein kleines Kästchen mit eingravierter lateinischer Schrift.

Sam
Von ihrem plötzlichen Abgang blieb er unbeeindruckt. Er hatte mit nichts anderem gerechnet. Er war zu nah an ihre Vergangenheit geschrammt, das schien sie selbst bemerkt zu haben. Doch er konnte sie besser verstehen als zuvor. Er konnte sich vorstellen was sie durchlebt hatte. Das einzige, was er sich nicht in Gedanken rufen konnte, war die Tatsache, das sie damals sechs war. Es musste noch schrecklicher für sie gewesen sein, als jetzt für ihn. Sie hatte wahrscheinlich nicht mal richtig gewusst was der Tod war, bis Aiko es ihr gelehrt hatte. Er lehnte sich tief in das Steinharte Bett und schloss die Augen. Er glaubte nicht, das Bella ein Monster war. Sie war nur ein Mädchen, das von einem Monster erzogen wurde.

Bella
"Facilis descensus averni!", las sie vor. Der Abstieg zur Hölle ist leicht. Sie schnaubte leise und dachte: ~Viel zu leicht! Man muss sich nur so einen Mis.tkerl wie Aiko suchen, und schon ist man an seinem Ziel!~ Dieses Kästchen war das einzige das sie an die Zeit vor dem Scar erinnerte. Vor langer Zeit, als sie noch sauer auf ihre Eltern gewesen war, weil diese einen Fehler begangen hatten, wodurch sie erst hierher gekommen war, hatte sie es hier versteckt.
Ruckartig stand sie auf, das Kästchen noch immer in der Hand. Sie öffnete es kurz um zu prüfen, ob das noch enthalten war, was sie vor gut neun Jahren dort hineingetan hatte, und nickte zufrieden. Nun eilte sie aus dem Schuppen wieder in Richtung von ihrem Zimmer und betrat es. Fein säuberlich plazierte sie die Schatulle auf ihrem Regal und eilte wieder aus ihrem Zimmer, aber nicht ohne ihre Tasche mit den Arznein mitzunehmen die sie sich selbst angelegt hatte. Es war ein Vorrat aus Pflanzen und Kräutermischungen die sie selbst gepflückt und verarbeitet hatte. Alle wuchsen im Wald hinter der Mauer oder im Garten des Scar. Von letzterem hatte sie immer etwas bei ihren Aufträgen mitgebracht. Aiko hatte nie etwas dagegen gesagt, deshalb hatte sie weiter an ihren Kräuter gearbeitet. Sie hatte sogar ein tödliches Gift entwickelt das unnachweibar war, doch sie war sich nicht sicher ob Aiko dies wusste.
Als sie Sams Zimmer erreichte trat sie ein ohne anzuklopfen und fand Sam mit geschlossenen Augen auf seinem Bett vor. Durch den Verband konnte man nur vereinzelte durchgeweichte Blutspuren sehen was darauf schließen ließ, dass die Wunde weitgehend aufgehört hatte zu bluten. Sie setzte sich wieder neben Sam um ihr Werk zu vollenden.

Sam
Er öffnete schlagartig die Augen, als er Bella bemerkte und sah sie direkt an. Nachdem er bemerkt hatte, das sie wieder ihre Maske vors Gesicht gezogen hatte fiel sein Blick auf die Tasche, die sie mit trug. Was sich darin wohl alles befand... Er hoffte das es nur irgendwelche Medikamente oder so etwas in der Art waren und er den Blick hinter ihre Maske nicht genau jetzt büßen müsste.

Bella
öffnete den Verschluss der Ledertasche und kramte ein wenig darin herum. Der Reihe nach stellte sie fünf Arzneien auf Sams Nachtkästchen und ließ die Tasche an ihrem Gurt zu Boden gleiten. Sie kam mit einem leisen, dumpfen Geräusch auf dem Boden auf, das Bella leise fluchen ließ. Doch sie machte sich nicht die Mühe die Tasche aufzuheben oder anders hinzustellen. Stattdessen nahm sie eine der vielen Fläschchen und Döschen vom Nachttisch und hielt sie prüfend ins Licht. Eine blaue, ungesund aussehende Flüssigkeit befand sich darin und als Bella das Fläschchen leicht schüttelte, schwappte sie träge hin und her - eine Mixtur aus Blaubeeren, die für die blaue Farbe verantwortlich waren, Spitzwegerich, als Verhinderung einer Infektion, und dem Gift einer Vogelbeere. Als Einnahme höchst giftig, der Tod würde innerhalb zehn Minuten eintreten, doch als Mittel zur Wundheilung ein wahres Wundermittel.
Vorsichtig öffnete sie den Verschluss und roch an der Substanz. Sie roch übel wie eh und je. Zufrieden träufelte sie ein paar Tropfen auf ein Stück Stoff das sie ebenfalls aus ihrer Ledertasche zog. Sanft tupfte sie damit die Wunde ab die nun kaum noch blutete. Diese Mixtur war für die Linderung der Schmerzen zuständig, es kühlte und verhinderte zudem noch Infektionen.

Sam
Misstrauisch betrachtete er das Zeug, das sie über seine Wunde verteilte. Es sah nicht sehr gesund aus und riechen tat es bestialisch. "Was ist das?", fragte er mit gerunzelter stirn. Ein Gift? Oder doch nur etwas harmloses zur Wundheilung?

Bella
sah einen Moment von ihrer Arbeit auf, ehe sie weiter mit der Mixtur die Wunde betupfte. Von dem Heilmittel färbte sich das restliche Blut leicht blau und sah auf den ersten Blick sehr ungesund aus. Wärend sie weiter mit dem, in der Mixtur getränkten, Tuch Sams Wunde bearbeitete antwortete sie: "Eine Mischung aus Blaubeeren, Spitzwegerich und Vogelbeeren. Das lindert den Schmerz und verhindert oder verzögert Infektionen. Zur Einnahme hoch giftig!" Ihre Stimme klang gleichermaßen kalt, wie gelangweilt, fast so als hätte sie diesen Text über Jahre gelernt und immer wieder und wieder aufgesagt.
Kaum hatte Bella fertiggesprochen, hörte sie auf, unablässig Sams Wunde zu betupfen und faltete das Tuch einmal so, dass eine weiße Fläche nach oben zeigte die sie mit einer durchsichtigen Substanz mit leichter Grünfärbung durchtränkte. Das war Wasser mit etwas Alkohol und betäubenden Kräutern. Die Betäubung wäre nicht nötig, wenn sie als nächsten Schritt nicht eine Salbe verwenden würde die so brannte, als würde die Haut in Flammen stehen. Deshalb betäubte sie die Haut erst ein wenig damit der Schmerz erträglicher war. Andererseits war die Mixtur die Bella nun verwendet auch dazu da, die blaue Mixtur weitgehend von der Haut zu entfernen, damit sie die Wunde genau sehen konnte - in der Wunde ließ sie das Heilmittel natürlich bestehen.
So sanft und vorsichtig, wie man es Bella wohl kaum zugetraut hätte, säuberte sie die Haut rund um die Wunde und betupfte die Wunde leicht mit der betäubenden, grünen Mixtur.

Sam
Er ließ seinen Blick an die Decke wandern. Wollte er eigentlich wissen was das nun war? Ersteres klang schon nicht sehr nett. Aber er wollte nicht wissen was sie nun auf sein Wunde gab. Das war ihm erstmal herzlich egal. Hauptsache es hörte endlich auf zu Bluten, denn ein leichter Blutmangel machte sich schon bei ihm breit. Er war ziemlich fertig, doch er war noch lange nicht am Ende.

Bella
beobachtete Sam der zur Decke schaute und laß an seinen Gesichtszügen, dass er furchtbar erschöpft war. Der Blutmangel machte ihm anscheindend zu schaffen, das war bei ihr damals auch so gewesen. Nur war sie vor zehn Jahren klein und schwach gewesen ohne jegliches Anzeichen von Überlebenschancen - und doch hatte sie es geschafft. Sie wäre dabei fast draufgegenagen, aber sie hatte überlebt. Sie konnte sich noch an den Kampf erinnern, der es gewesen war nicht immer in den Zustand zwischen Leben und Tod zu dämmern. Denn wenn sie dort einmal zu tief dringesteckt hätte, hätte nicht einmal Aiko sie noch retten können. Doch ihr Lehrer hatte dafür gesorgt, dass sie nicht in den Tod überging. Er hatte alles getan, wirklich alles. Aiko hatte ihr vorgelesen, mit ihr geredet und ihr Geschichten erzählt, und in solchen Moment empfand sie fast zuneinung zu dem Mann, der ihr ganzes Leben zerstört hatte. Sie hatte es damals auch nicht für möglich gehalten, doch in solchen Situationen war Aiko für sie fast wie ein Vater gewesen ... aber nur FAST!
Nach zwei Minuten nahm sie ein kleines Döschen zur Hand das eine weiße Salbe enthielt die nach Pfefferminze und Curry roch - und genau so scharf war sie auch. Vorsichtig und ebenfso sanft wie vorhin trug sie die Salbe auf sobei sie spürte wie sich Sams Muskeln unter ihrer Hand anspannten. Kaum hatte sie das Heilmittel über den ganzen Schnitt aufgetragen, bäumte sich Sams Körper vor Schmerz unter ihren Fingern auf, doch Bella drückte ihn so spielerisch leicht zurück in die Kissen dass es aussah als könnte jedes Mädchen einen eineinhalb Kopf größeren Mann vor dem Aufstehen hindern.
"Liegen bleiben, Sam! Du hast dir da ganz schön was eingebrockt. Ich muss die Wunde mit einer scharfen Salbe einschmieren, sonst wird es wohl nie richtig verheilen. Aber du wirst sicherlich eine Narbe zurückbehalten...", sagte sie streng zu ihm. Er erinnerte sie sehr an sich selbst. Damals hatte sie laut geschrien als Aiko ihr diese, oder eine ähnliche, Salbe aufgetragen hatte. Sie hatte gewimmert er solle sie von diesem Qualen erlösen und sie töten. Sie hatte ihn angefleht mit Tränen in den Augen, ihn angeschrien und gefragt warum er sie nicht umbrächte wie ihre Eltern. Doch kaum war dieser Schmerz verklungen, waren ihre Tränen für immer versiegt. Aiko hatte sie gebrochen mit allem was er zur Verfügung hatte, und das würde sie ihm wohl nie verzeien können.
Gedankenverloren berührte Bella die sternförmige Narbe an ihrem Unterarm, wobei sie ganz vergessen zu haben schien, dass Sam im Raum war.

Sam
Die nächste Salbe brannte wie Feuer auf seiner Haut. Es fiel ihm sichtlich schwer ruhig zu bleiben. Doch schließlich konnte er sich wieder auf eine ruhige Atmung konzentrieren. Er blickte kurz auf die Wunde und bemerkte, das die Muskeln um die Wunde zuckten, als stünden sie unter Strom. Als er grade seinen Blick zurück an die Decke heften wollte, sah er Bella, die völlig in Gedanken versunken war. Es kam ihm vor, als sei sie in einer völlig anderen Zeit. Einfach...weg. Obwohl sie genau hier vor ihm saß. Ihre Augen zeigten deutlichen Schmerz, was ihn überraschte. So deutlich hatte er bisher kein anderes Gefühl als Hass und Kälte gesehen. Doch nun war es Schmerz. Schmerz über vergangene Zeiten und da sie geistesabwesend über Narbe strich, vermutete er, das sie an das kleine Mädchen dachte, das in ihr gestorben war. Bevor er das Risiko einging und Bella bemerkte wie weit er nun hinter ihre Maske blicken konnte schloss er die Augen. Immer noch brannte die Wunde, doch nicht mehr so schrecklich wie zu Anfang

Bella
wandte sich wieder Sam zu und sah, dass er wieder einigermaßen ruhig war und erklärte sachlich und kalt: "Ich werde jetzt noch eine Mixtur zum stillen der Blutung und eine Salbe zur Verschließung und Heilung der Wunde verwenden, und dann bist du fertig!"
Sie nahm die letzte Viole vom Nachtkäschen und träufelte den Inhalt diesmal gleich auf die Wunde. Die öffnung war oben mit einem Tuch überspannt sodass nur Tropfenweise Flüssigkeit aus dem Fläschchen herauskam. Sorgfältig verteilte sie den Inhalt in der Wunde und wartete einen Moment, bis die Wirkung langsam eintrat. Dann nahm sie die Salbe zur Hand und massierte diese sanft und geschickt ein. Sie roch nach Orchideen und Rosen. Letzteres waren Bellas Lieblingsblumen.
Nun stand sie auf und packte die Arznein wieder zusammen. "Sam..." setzte sie an. Ihr Tonfall hatte so wenig Kälte wie selten. Kurz bevor sie den Satz sagte, der ihr auf der Zunge lag, 'Pass auf was du tust', entschied sie sich um und fuhr kalt fort: "Wenn du mich brauchst kannst du einfach rufen!"

Sam
Der Tonfall in ihrer Stimme verleitete ihn dazu die Augen wieder zu öffnen und sie anzusehen. Er hatte das Gefühl das die Eisblöcke langsam vor sich hin schmolzen. Langsam, ganz langsam. Doch sie schmolzen. UNd dann traf ihn die gewohnt kalte Stimme. "Danke" Und damit schloss er die Augen. Wenn sie wollten. Wenn sie wollten schmolzen sie, verbesserte er sich sofort.


Bella
sah Sam in die Augen und erkannte einen winzigen Moment lang Neugier und dann leise Belustigung. Sie verdrehte die Augen, ging wieder zum Fenster und sagte hart: "Los, frag schon!" Sie wusste selbst nicht warum sie ihn dazu aufforderte doch seine unverholene Neugier war nervtötender als jedes spitze Kommentar von irgendwem. Sie konnte es kaum ertragen dass er sie jedesmal, wenn sie mit Aiko sprach und er irgendein Kommentar fallen ließ, mit einem Blick ansah als wolle er ihr Gedächtnis durchforsten wie ein Buch, jedes noch so kleine Detail wissen.

Sam
"Ich habe keine Frage", erklärte er ohne sich die Mühe zu machen seine Augen zu öffnen. Er wusste das meiste was ihn interessierte schon. Oder er hatte es sich gedacht. Er wollte sie nicht fragen. Sie wäre wahrscheinlich nicht mal ehrlich gewesen. Er fand es erstaunlich, wie schnell sie sich aus dem Konzept bringen ließ.

Bella
murmelte etwas vor sich hin das schwer verständlich war, doch dann entspannte sich ihr ganzer Körper. "Gut!", sagte sie so ruhig als hätte es die vorherigen Augenblicke nie gegeben. Elegant und so sanft wie eine Katze drehte sie sich um und sah Sam einmal scharf an. Sie ging langsam zu ihm, wobei es schien als würden ihre Füße den Boden gar nicht berühren, und legte ihm ein paar Weiße Tabletten auf das Nachtkästchen. "Schmerztabletten", erklärte sie. "Wenn es wieder anfängt wehzutun, dann nimm das hier. Sei aber vorsichtig, eine Überdosis führt zum Tod!"
Dann ging sie geräuschlos aus dem Zimmer, wobei sie auf halbem Wege zu ihren Räumen, ihre Schritte versteifte und verschnellterte. Sie hatte vorgehabt, Sam vor die Wahl zwischen leben und Tod zu stellen, denn genau das war doch das was er wollte... Und ihr wäre es egal wenn er sterben würde!

Sam
Er öffnete die Augen erst wieder als Bella gegangen war. Er drehte den Kopf so, das er die kleinen weißen Tabletten sehen konnte. Er streckte den Arm aus und nahm zu auf. "Eine Überdosis", murmelte er und begutachtete die Tabletten. Er drehte sie zwischen seinen Fingern. "eine Überdosis", murmelte er erneut und sah nicht von den Tabletten ab. Vielleicht sollte er sie nehmen. Dann wäre endlich alles vorbei. Er seufzte und legte sie zurück. Verdammt. Nein. Das war es doch was Bella damit provozieren wollte! Er verschränkte die Arme hinter seinem Kopf und dachte nach. Er wusste dass das ihre persönliche kleine Rache war. Sie wusste das er hier raus wollte, koste es was es wolle. Doch er würde ihr keinen Grund geben anzunehmen, das sie es geschafft hatte ihn zu manipulieren. Er kam hier raus. Lebend.
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BeitragThema: Re: Bloody Trail ~ previously    Do Sep 11, 2014 6:17 am

Bella
ging mit schnellen Schritten zurück in die Turnhalle wo sie Aiko, die Überlebenden und ein paar Tote vorfand. Kalt sah sie auf das Geschehen und ihre Augen wanderten von Schüler zu Schüler und blieb schließlich an Aiko hängen der sie genau in diesem Moment ansah und grinste.
"Fertig!", sagt sie kalt und laut, sodass ihre Stimme durch den ganzen Raum hallte. Sie sah wie sich Aikos Miene aufhellte. Daraufhin fuhr sie fort: "Du anscheinend auch!" Diese Bemerkung hatte einen so sarkastischen Ton, dass ein paar der Überlebenden ebenfalls grinsten. Sie waren teilweise verletzt oder mit dem Blut ihrer toten Gegner beschmiert. Sie zog eine Augenbraue hoch während sie vollends eintrat und sich wieder auf der Sprossenwand platzierte.

Aiko
Er blickte auf das blutige Schlachtfeld vor sich und nickte Bella zu. "Sieht so aus", erwiderte er nicht ohne ein selbstgefäliges Grinsen. Nun hatte er nicht mehr die Mühe diejenigen zu töten, die es niemals schaffen würden. "Alle die noch in der Lage sind zu laufen dürfen nun verschwinden", erklärte er mit einer scheuchenden Handbewegung.

Bella
sprang von der Sprossenwand, machte aber keinerlei Anstalten aus der Turnhalle zu gehen so wie Aiko es angeordnet hatte. Stattdessen lehnte sie sich lässig dagegen und beobachtete Aikos nächste Taten sorgfältig. Sie war sich nicht sicher was er jetzt vor hatte. Ob er sie wegscheuchen würde, oder ob er noch etwas von ihr wollte. Deshalb entschloss sie sich einfach zu bleiben.
Als alle Schüler draußen waren, wandte sie ihren Blick von Aiko und ließ ihn erneut über das 'Schlachtfeld' wandern. "Wird schwierig sein das Blut von Wänden und Böden zu bekommen. Aber meine Frage wäre nicht die Sauberkeit der Turnhalle, denn bei deiner Pingeligkeit wird das schnell erledigt sein, sondern wie du die Toten entsorgen willst. Als erstes Problem wäre es, sie irgendwo verrotten zu lassen wo es niemand mitbekommen, übrigens stinkt sowas bestialisch, und die zweite Schwierigtkeit die sich mir auftut, wäre die Erklärung für die an die Eltern der armen Kinder und eventuell auch der Polizei. Denn wenn du den Eltern nicht den Tod ihrer Kinder mitteilst, wird es spätestens am Jahresende herauskommen wenn die Kinder nicht nach Hause kommen oder nicht wenigstens eine Karte schreiben - und dann wird die Polizei eingestaltet! Natürlich wäre ich dumm wenn ich mir nicht im Klaren darüber wäre, dass du einen Plan hast. Also, was hast du vor?"

Aiko
Er blickte sie an und grinste unverholen "Das Blut lass mal meine Sorge sein", erklärte er die Sache mit dem Blut und zuckte dann mit den Schultern. "Bella, wir sind eine Schule. Eine Schule an der auch Chemie unterrichtet wird. Ein Brand im Chemieraum, eine sehr tragische Sache, meine Liebe", erwiderte er mit solch einer Betonung, dass man glatt denken konnte er würde es ernst meinen. Dann machte er sich daran die Dolche aufzusammeln und an ihre Plätze zurück zu legen. "Hilfst du mir gleich die Leichen in den alten Trakt zu bringen? Es wird später ein kleines Feuer geben", murmelt er während er das Blut von den Dolchen entfernte.

Bella
zog eine Augenbraue in die Höhe, dann sagte sie, ebenfalls in einer Stimme, dass man meinen könne sie wäre ernsthaft besorgt: "Ein Brand im Chemieraum?! Ach du meine Güte, wie viele haben es nicht geschafft?" Doch an ihren Augen konnte man erkennen, dass sie weder Mitleid noch Mitgefühl mit den Eltern empfand. Ihre Augen waren kalt wie eh und je, kalt wie Eis!
Ohne jegliche vorsicht packte sie einen der Toten am Kragen und schleifte ihn mit einer fast unheimlichen Leichtigkeit zur offenen Hintertüre der Turnhalle. Durch ihr jahrelanges Training war sie ziemlich kräftig geworden, was man ihr jedoch nicht wirklich ansah da sie sehr dünn war und oft weite Klamotten trug.
"Ich hoffe...", murmelte sie Aiko zu, wärend sie durch die Türe trat "...das Feuer wird auch recht heiß, denn du weißt dass einige der Schüler hier nicht sonderlich über einen Brand mit menschlichen Überbleibseln erfreut sein wird!"

Aiko
Als er jeden Dolch wieder in seinen Urzustand gebracht hatte packte er gleich zwei der Toten an jeweils einem Arm und warf sie sich unsanft über die Schultern. Dann trat er zu ihr. "Glaube mir, es wird nicht einmal ein Knochen überbleiben. Wir werden nur noch einen Haufen Asche behalten", versicherte er mit erhobener Augenbraue. "Du solltest doch wissen das ich nicht auf Beweise stehe", tadelte er und lief zielstrebig an ihr vorbei auf den alten etwas abseits gelegenen Trakt der Schule zu.

Bella
murmelte etwas unverständliches und schleifte die Leiche hinter sich her. Das Gras wurde leicht rot verfärbt, doch als sie zum Himmel sah, kam ihr keine lachende Sonne entgegen sodern tristes Grau. Heute nach würde es regnen und dann wäre auch das blutige Gras kein Problem mehr.
Sie trat kurz nach Aiko in den Trakt und warf das tote Mädchen unsanft auf die beiden Toten die Aiko dort hineingebracht hatte. Dann machte sie mit einem letzten unbewegten Blick auf die drei Leichen kehrt und ging mit grimmigen Schritten zurück zur Schulturnhalle.
"Weißt du, Aiko. Ich weiß nicht ob du diesen Sam am Leben lassen solltest. Er ist sehr entschlossen hier rauszukommen und, ich muss es leider sagen, wenn man ihn nicht zurechtweist - und ich bin mir nicht sicher ob das überhaupt möglich ist - dann wird er entkommen. Vielleicht erst nächstes Jahr, aber er wird es schaffen!", sagte sie, als sie wieder in der Turnhalle waren und sie sich den nächsten Toten schnappte. Einen Jungen den sie vorhin beobachtet hatte.

Aiko
Er lauschte ihrer Bemerkung aufmerksam, während er erneut zwei der toten Schulterte, nickte er wissend. "Mir ist bewusst das er nicht hier bleiben wird. Aber manche, und du solltest es wissen, müssen erst zu ihrem Glück gezwungen werden. Ich habe ihn verschont, weil ich ihn besser einschätzen wollte. Ich habe ihn getestet und er ist härter im nehmen als der unbrauchbare Rest dieses Jahres", erwiderte er mit einem ausdruckslosen Gesicht. "Er ist keine Gefahr, aber ich werde Acht geben, was er wissen sollte und was ihm lieber verborgen bleibt, bis er gelernt hat das ich niemanden gewinnen lasse"

Bella
zog eine Augenbraue nach oben und zuckte die Achseln. "Wie du meinst, aber ich sage dir dass du ihm nicht trauen kannst. Er wird irgendwann fliehen, ob du es glaubst oder nicht!", sagte sie. Sie würde fest bei ihrer Meinung bleiben auch wenn Aiko anderes sagte.
"Und ja, ich weiß nur zu gut, wie du Leute zu ihrem Glück zwingst...", fügte sie hinzu und fuhr sich fast reflexartig an die Stelle an der die Sternförmige Narbe war. "Ich weiß das sogar sehr genau!"

Aiko
"Das ist mir bewusst, aber das Leben als Gejagter, ist so nerven aufreibend, das es selbst den stärksten Willen brechen kann", erklärte er ohne auch nur eine Gefühlsregung. Er kannte sich aus. Er selbst war Jahre lang auf der Flucht gewesen und Sam würde eine schlimmere Hölle erleben als er es damals musste,wenn er es wagen sollte auszubrechen. Als sie erneut bei dem alten Trakt ankamen nickte er "Gut so"

Bella
zuckte nur die Achseln und murmelte etwas unverstädliches, aus dem man die Worte "egal" und "hab's dir ja gesagt!" heraushören konnte. Sie hatte von Anfang an gewusst, dass Aiko ihr irgendeine Erklärung liefern würde. Sie schnappte sich dei letzte Leiche und eilte Aiko hinterher. "Fertig...", murmelte sie und warf diese achtlos auf den Haufen mit Leichen. "Wann willst du das Lagerfeuer machen? Sag mal, haben wir auch Marshmallows?" Ihre Stimme war kalt, aber das war sie immer. Manche von Bellas Bemerkungen wären eigentlich lustig, aber keiner außer Aiko konnte darüber lachen, da ihre Stimme meist so kalt war.

Aiko
"Ich denke ungefähr um die Essenszeit herum. Dann bekommen nicht alle den Gestank von verbrannter Haut mit", verkündete er gleichgültig und schloss die Tür zu diesem Trakt .Er lachte bei ihrer Bemerkung kurz auf. "Ich denke nicht, aber ich werde auf jedenfall nachschauen", versicherte er amüsiert und machte sich auf den Weg zurück in die Halle. Jetzt musste er bloß noch das Blut beseitigen, die Leichen und den alten Trakt mit Benzin überschütten und ein Feuerchen machen. Dann wäre kein Beweis mehr da.

Bella
zuckte die Achseln und ging zur Türe. Diese Geste drückte die Frage "Darf ich gehen?" aus. Sie war noch nie ein Mensch der vielen Worte gewesen und drückte ihre Gefühle oder das was sie sagen wollte, meistens durch Taten oder Gesten aus. Aiko hatte im Lauf der, nebenbei bemerkt viel zu vielen, Jahre gelernt diese kleinen Hinweise zu deuten und zu verstehen. Mittlerweile waren Bella und er schon so weit, dass sie sich in einem Kampf nur durch Blicke verständigen konnten.

Aiko
Er nickte auf ihre stumme Frage und machte lief schon zur Abstellkammer der Halle, in der er alles finden würde, was er dazu brauchte um das Blut ohne einen Fleck zu hinterlassen beseitigen konnte. Schließlich wollte er ja keine Beweise hier lassen, selbst wenn er sie als Kunstblut einer Theatergruppe erklären konnte. Um Ausflüchte war er nicht besorgt, ihm war bisher immer etwas logisches eingefallen um die Wahrheit um diese Schule zu verbergen.

Bella
ging durch die Schule in ihr Zimmer. Vielleicht sollte sie noch nach Sam schauen. ~Nein!~, ermahnte sie sich energisch. ~Darf er doch dort vergehen!~
Eine unzubändigende Wut ergriff sie und sie ging nur in ihr Zimmer um wenige Sekunden später wieder mit Pfeil und Bögen bepackt nach draußen zu kommen und auf den Trainingsolatz im Gärten des Scar zu gehen.

Sam
Gelangweilt verdrehte er seinen Hals so weit, bis er aus dem Fenster spähen konnte. In seinem Kopf rasten so viele Gedanken doch kein einziger drang richtig zu ihm durch. Er fühlte sich, abgesehen von den Schmerzen, nicht wirklich gut. Vielleicht hatte Bella ihm doch eine Art Gift verabreicht und die Tabletten waren ein Wink mit dem Zaunpfahl. Mit einem ganzen Gartenzaun... Er schloss die Augen und für einen Augenblick wünschte er sich nur zu sterben. Doch er wusste, das er so einfach nicht davon kommen würde.

Bella
blieb auf dem weg nach Draußen einen Moment unschlüssig vor Sams Türe stehen. Sollte sich doch nach ihm sehen? ~Nein!~, widersprach sie heftig. Sie würde ihm nicht auch noch die Genugtuung geben, sich um ihn zu sorgen. Nicht heute, nicht in ihrem ganzen Leben!

Sam
Er spürte wie die Wunde langsam anfing zu pochen. In einem so gleichmäßigen Takt, das es ihn irre machte. Er war nun also verdammt hier herum zu liegen, eigentlich sollte er sich glücklich schätzen. Er musste weder gegen jemanden kämpfen, noch irgendetwas über Mord lernen. Doch er fühlte sich einfach nur schrecklich. Er wollte keine Sekunde länger hier bleiben und es juckte ihm in den Fingern aufzuspringen und einen Fluchtversuch zu wagen. Er würde so einfach nicht aufgeben.

Nächster Tag

Sam
Er hatte den restlichen Tag und die Nacht damit verbracht Pläne zur Flucht zu schmieden, doch die meisten endeten damit, das er in einem Leichensarg hier raus kommen würde. Er brauchte irgendeine brilliante Idee, auf die selbst Aiko nicht kommen würde. Doch das war eine fast unmögliche Sache. Aiko war ein Genie auf seinem Gebiet und dieses Gebiet umfasst jedem die Gedanken in den Augen ablesen zu können. Ihm lief ein Schauer über den Rücken. Fast so als könnte er in den Kopf anderer sehen und alles hören was man dachte.

Bella
hatte sich gegen das Eintreten in Sams Zimmer entschieden und war wütend nach Draußen gestapft um zu Üben. Das hatte so lange funktioniert, bis sie vor Wut auf einen kleinen Schüler gezielt und gedroht hatte zu schießen wenn er nicht aufhören würde, sie so anzustarren. Dann war Aiko gekommen und hatte sie mehr oder weniger belustigt auf ihr Zimmer geschickt, außerdem hatte er ihr aufgetragen am nächsten Morgen nach Sam zu sehen. Daraufhin war Bella ohne ein Wort des Abschieds in ihr Zimmer gestapft, um dort aufgebracht im Kreis zu laufen. Sie war spät schlafen gegangen, da ihre Wut noch immer am toben gewesen war und sie deshalb probleme damit hatte zur Ruhe zu kommen. Doch letztendlich war sie eingeschlafen - und zwei Stunden später wieder aus dem üblichen Traum erwacht. So hatte sie sich die ganze Nacht gequält, wie immer.
Nun lag sie mit offenen Augen in ihrem Zimmer und starrte an die Decke. Sie wusste, dass sie Bild zu Sam musste, aber ihr stand nicht im geringsten der Sinn danach. Am liebsten hätte sie ihn in seinem Zimmer verhungern lassen. Doch dennnoch stand sie auf, wusch sich und zog sich an. Bella trat auf die Türe zu, doch genau in dem Moment als sie diese öffnen wollte, fiel ihr das Kästchen das sie gestern aus dem Schuppen geholt hatte wieder ins Auge. Sie öffnete es, und holte eine Kette mit einem meerblauen Stein daraushervor und hängte diese um. Dann schnappte sie sich ihre Medizintasche und verließ das Zimmer.

Sam
Nachdem er es aufgegeben hatte einen perfekten Ausweg aus diesem Gefängnis zu finden, bemerkte er erst wie müde er war. Er hatte keine Minute geschlafen und-welch Wunder- so fühlte er sich auch. Seine Augen waren schwer wie Blei, aber er wusste das er sowieso nicht schlafen konnte, selbst wenn er wollte. Er würde fünf Minuten Ruhe auf dieser Steinmatraze finden, dann würde er aufwachen und immer noch müde sein. Also ließ er es. Um sich von seinen wirren Gedanken abzulenken fing er an mit geschlossenen Augen irgendwelche Melodien die ihm durch den Kopf flogen zu summen. Irgendwie musste er sich schließlich beschäftigen.


Bella
betrat wenige Minuten später ohne zu klopfen das Zimmer von ihrem Patienten. Sie hatte noch vor dem Eintreten gehört, dass Sam gesummt hatte und begrüßte ihn nun mit den Worten: "Gut gelaunt, was? Nicht mehr lange. Aber wenn es dir schon gut genug geht um zu summen, kannst du dich gleich mal sporlich betätigen und dich aufsetzen, los!" Ihre Stimme war kalt und ihre Augen glitzerten gefährlich. Sie hatte fast die selbe Farbe wie die Kette die sie nun um den Hals trug - nur war in ihren Augen etwas mehr grau.
Als sie sich auf Sams Bettkante niederließ und den Medizinbeutel neben sich abstellte, fasste sie sich instinktiv an die Kette als würde sie prüfen ob diese noch da war. Sie bemerkte dass Sams Blicke ihrer Hand folgten und einen Moment auf dem Anhänger hängen blieben, doch sie beachtete es nicht weiter.

Sam
Er hatte gehört wie jemand den Raum betrat und ohne die Augen geöffnet zu haben wusste er, das es Bella war. Denn mit einem mal schien es um zehn Grad kälter zu sein. Er öffnete die Augen und verstummte, als sie mit ihm sprach. "Gut gelaunt nicht unbedingt", gab er zu und stemmte sich mit seinen Armen hoch "Nur gelangweilt" Sofort pochte die Wunde auf seinem Brustkorb und er seufzte innerlich. Hörte das denn nie auf? Als Bella nun neben ihm saß erkannte er die Kette die sie um den Hals trug erst, als sie diese umfasste. Trug sie diese schon immer? Er hätte schwören können das er sie noch nie mit einer Kette um den Hals gesehen hatte. "Neue Kette?", fragte er einfach aus Neugier. Er wusste zwar, das er andauernd in dasselbe Messer hineinrannte, doch irgendwie kam er ja doch nur mit ein paar Schrammen wieder heraus.

Bella
"Dann wird deine Laune gleich noch schlechter sein, und deine Langeweile vergehen!", konterte sie auf Sams erste Antwort. Sie mochte Sam nicht besonders, das war ihr klar, doch im Moment fühlte sie einen so unbeändigenden Hass auf diesen Jungen dass sie versucht war ihm irgendetwas einzuflößen das ihn ohne sicheren Nachweis töten würde.
~Nein...~, dachte sie jedoch. ~Aiko wüsste, dass ich es getan hätte. Und dann würde mir schlimmeres passieren als diese vergleichsweise 'läppische' Narbe am Arm!~ Bella musste sich eingestehen dass sie vor solch einer Strafe panische Angst hatte.
Da sie so in Gedanken versunken war, hatte sie kaum Sams Kommentar mitbekommen, der sie fast zur Weißglut trieb. "Nein!", sagte sie kalt und knapp. "Die Kette gehörte einst jemand anderem und ist mehr oder weniger alt! Aber das geht dich überhaupt nichts an, halt dich einfach aus meinem Leben raus, klar?!" Natürlich konnte, besser gesagt WOLLTE, sie Sam nicht sagen, dass sie einst ihrer Mutter gehört hatte - ihre Mutter die sie damals über alles geliebt hatte. Lange hatte Bella sich nicht eingestanden, dass sie sie vermisste, doch sie hatte sich selbst angelogen. Sie vermisste ihre liebe Mutter mehr als alles andere auf der Welt.
"Also, ist die Verletzung über Nacht besser oder schlimmer geworden?"
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BeitragThema: Re: Bloody Trail ~ previously    Do Sep 11, 2014 6:24 am

Sam
"Wundervoll", entgegnete er ohne auf den Hass, der in ihren Augen funkelte, zu achten. Langsam machte es ihm nicht mal mehr richtige Angst wenn sie mit ihrem eisigen Blick zu ihm sah. Was geschah hier eigentlich mit ihm? Früher hätte er den Kopf eingezogen und bloß keine Regung gemacht. Nun war er schon fast ZU selbstbewusst. "Schon gut, war ja nur eine Frage", beschwichtigte er sie, da er so eine Reaktion schon erwartet hatte. Auf ihre Frage zuckte er vorischtig die Schultern "Denke schlimmer, sie pocht andauernd als wolle sie meine Brust sprengen"

Bella
tauchte in ihrer Tasche ab und kramte nach einem Mittel dann kam sie wieder hervor und sah Sam an. Ihr Blick hatte etwas ungewohntes angenommen. Es war zwar immer noch der kalte Glanz, doch unter ihn hatte sie unendliche Trauer gemischt, trauer die sie schon seit Jahren mit sich herumtrug. Gedankenverlohren strich sie erst mit ihrer Hand über seinen Schnitt an der Brust und dann zu ihrer Sternförmigen Narbe am Unterarm. Sams Schnitt war rot und geschwollen und der Junge zuckte unter ihrer Berührung zusammen. Langsam nach sie die Kette ab und gab sie ihm, dabei sagte sie leise flüsternd: "Weißt du, Sam Hale, du erinnerst mich an jemanden den ich mal kannte. Ich weiß nicht was mit dieser Person passiert ist, aber sie ist an einem Tag vor 9 Jahren verschwunden und ich habe sie seit dem nicht wiedergesehen. Dieser Person gehörte auch diese Kette. Ich hatte sie an mich genommen und versteckt, bis zum heutigen Tage..." Mit 'dieser Person' meinte sie natürlich sich.
Ihr war nicht klar, warum sie Sam das erzählte, aber sie glaubte dass es sein müsste. Dass er einen Teil ihres Schmerzes verstehen würde, oder jedenfalls es versuchte. Keiner in der Schule hatte sie jemals so sehr an sich selbst erinnert, und weil Sam das tat erzählte sie es ihm wohl.

Sam
Der Schnitt war mit einer wahrscheinlichkeit von 100 Prozent schlimmer geworden, denn er tat höllisch weh als sie darüber strich. Überrascht über den Ausdruck auf ihrem Gesicht nahm er die Kette und blinzelte einen Moment um zu erfassen was sie grade gesagt hatte. Kopfschüttelnd sah er ihr fest in die Augen, während er die Kette in seiner Hand fest hielt. "Ich denke nicht das sie völlig verschwunden ist. Diese Person hat sich versteckt, vor etwas das sie nicht verstand. SIe hatte Angst und ich wette, das sie wieder kommt sobald es nichts mehr gibt, vor dem man ANgst haben muss", erklärte er und war sich seiner Worte so bewusst wie schon lange nicht mehr. Er wusste das Bella nicht die war, die sie vor 10 Jahren war. Nein, vor 10 Jahren war sie ein kleines verängstigtes Mädchen, jetzt war sie eine starke, aber innerlich zerstörte Frau. Doch er wusste instinktiv das das kleine Mädchen immer noch tief in ihr steckte. Das Mädchen das Angst vor Aiko hatte, weil er ein Monster war, das auch vor Qualen nicht zurück schreckte. Und Sam erkannte einen Teil von sich selbst in diesem kleinen Mädchen das Bella immer mehr weggeschlossen hatte. Er erkannte sich selbst in Bella. Er sah seine eigene Angst vor Aiko und wie er sie trotzdem niederstreckte um ihm diesen Triumph nicht zu gönnen. Er sah seine eigene Wut gegen einen übermächtigen Feind, die sich fast wie ein Messer durch jede Zelle seines Körpers bohrte. Und doch sah er auch seine eigene Feigheit. Das Fünkchen Verstand, das ihm immer wieder vor Augen hielt wie erbärmlich der Gedanke war sich Aiko zu wiedersetzen.

Bella
sah auf seinen Schnitt hinunter und sagte: "Du hättest nie herkommen dürfen, Sam!" Sie sah ihn mit einem Blick an, mit dem sie noch nie jemanden angesehen hatte. Die Kälte war gänzlich aus ihren Augen gewichen und durch Trauer und Vertrauen ersetzt worden. "Vielleicht bist du ja stärker als ich, aber wenn du zu lange bleibst, dann wird sich das ändern. Du musst gehen!"
Sie strich vorsichtig eine Salbe auf Sams Schnitt und massierte diese ein, damit sie ihre Wirkung entfalten sollte. Dann nahm sie eine Tablette und ein Blatt aus ihrer Tasche, das sie im Wald aufgelesen hatte. Sie füllte ein Glas mit Wasser und gab den Saft des Blattes und die Tablette bei, dann reichte sie es Sam. "Austrinken!", befahl sie in ihrem üblichen kalten Ton, ohne jedoch die Kälte in ihre Augen zurückkehren zu lassen. Dann stand sie auf, schnappte sich ihren Medizinbeutel und ging zur Türe um sie zu öffnen.
Die Hand auf der Türklinke drehte sie sich noch zu Sam um und sagte: "Das Mädchen versteckt sich übrigens nicht, es ist tot! Aber ich wünschte du wärst früher gekommen um das zu verhindern, Sam Hale..."

Sam
Er blickte zu Boden. Er stimmte all ihren Worten zu. Er war stärker als ein kleines Mädchen, doch er wusste das er nicht lange durchhalten würde, bis Aiko seinen Willen abgeschlachtet hatte. Ohne zu fragen was er trank, oder sich auch nur mit einem Wort zu wiedersetzen trank er das Glas aus. Er war dankbar und überrascht das Bella ihm vertraute. Es baute ihn auf, das sie, grade SIE, ihm traute. Er fühlte sich nicht mehr so sehr wie ein unbeudeutender Fleck in der Masse. "Ich glaube nicht daran. Egal was du denkst, ich sehe das dieses Mädchen noch da ist. Es ist nicht tot. Rede es dir nie ein", widersprach er und ließ sie gehen.

Bella
sah zu Boden und ihre Mundwinkel zuckten Freudlos, doch ein Lächeln brachte sie nicht zu stande. Ruckartig sah sie wieder nach oben und suchte Sams Augen. "Du bist zu spät, Sam. Du bist zehn Jahre zu spät!", antwortete sie ihm kalt und sah aus dem Fenster. "Zu lange bin ich schon hier, und kenne die Welt da draußen trotzdem besser als viele andere! Wie konnte es nur so weit kommen?!"
Vor zehn Jahren hatte sie alles verloren, alles außer sich selbst. Doch sie war nur noch eine leere Hülle ohne jegliche Gefühlsregung die sie selbst steuern konnte. Alles ging von Aiko aus, und das einzige was sie selbst fühlte war die unendliche Trauer über das Geschehene, doch selbst dieses letzte verbliebene Gefühl verdrängte sie wegen diesem fürchterlichen Mann!

Sam
"Nein. Wenn ich eines gelernt habe, dann das es NIE zu spät ist", widersprach er, diesmal heftiger als gewollt. "Hör auf dir selbst einzureden das es so ist. Vielleicht willst du es mir nicht glauben, aber ich sehe viel von diesem Mädchen. Und das was ich sehe, ist etwas das Aiko nicht verstehen kann. Weil er der Meinung ist, das das Mädchen tot ist, muss es noch lange nicht heißen, das er die Wahrheit spricht. Ich sehe etwas von dem Mädchen, selbst wenn es nicht mehr viel ist. Aber es ist da. Irgendwo tief in deinem Herzen und versucht verzweifelt sich vor Aiko zu verstecken, ihm nicht zu zeigen das es verletzbar ist. Weil du genau weißt das er jede Schwäche ausnutzt."

Bella
schüttelte den Kopf und sah zu Boden. "Für mich war es schon zu spät bevor ich hierher kam. Denn entweder hätte Aiko mich umgebracht wie ..." ~meine Eltern~, hätte sie fast gesagt, doch sie verkniff es sich und übergang das. "Oder, und dieser Fall ist eingetreten, er hat mich in seiner Hand. Also solltest du aufpassen was du tust, denn wenn er mir etwas befielt, dann werde ich es tun ohne zu zögern. Verlass' dich drauf!"
Ihr Blick traf sich wieder mit seinem, als sie ihren Kopf wieder hob, dann öffnete sie die Türe und verschwand mit den Worten: "Und wehe du erzählst jemandem von unserem Gespräch!", jedoch nicht ohne die Türe hinter sich zuzuknallen.
Draußen angekommen lehnte sie sich einen Moment gegen die Türe und atmete tief durch. Die blonden Haare hingen ihr Schweißnass im Gesicht und ihre kalten, blau-grauen Augen huschten Unruhig durch den Gang. Sie fasste sich erst wieder, als ein Schüler an ihr vorbei kam und sie mit einem verwirrt-neugierigen Blick bedachte. Bella fauchte ihm ein: "Du solltest dich lieber erstmal selbst im Spiegel angucken bevor du mich so anstarrst" entgegen und rauschte dann den Gang entlang in Richtung Speisesaal.

Sam
Seufzend ließ er sich auf das harte Bett zurückfallen und starrte aufgewühlt an die Decke. Einerseits konnte er Bellas Lage verstehen, andererseits war er erschüttert, das grade sie, die so unendlich stark war, klein bei gab. Er wusst das Aiko keinesfalls zu unterschätzen war, doch eben so gut wusste er, das auch er eine Schwachstelle besitzen musste. Egal welche es war. Irgendwann würde er sie finden und sie ausnutzen, wie Aiko es bei ihm versuchte.

Bella
ließ sich grimmig auf ihren Platz fallen und starrte wütend an die Wand gegenüber ohne sie wirklich zu sehen. Jeder Schüler machte einen Bogen um ihren Tisch und versuchte ihr nicht in die Augen zu sehen um nicht einen Wütenden Blick abzubekommen.
Gedankenverlohren aß sie den Apfel den sie sich eben geholt hatte, ohne ihn wirklich zu schmecken, denn ihre Gedanken weilten bei Sam und Aiko. Außerdem überlegte sie was, sie heute machen würde, denn die Unterrichtsstunde der kleinen würde nicht sonderlich spannend sein. Vielleicht konnte sie Aiko dazu überreden, sie zu den größeren zu lassen ...

Sam
In jeder Faser seines Körpers kribbelte es ihm sich endlich zu bewegen. Er wusste das einige der anderen Schüler nicht überlebt hatten und er wollte unbedingt wissen wer überlebt und somit getötet hatte. Er konnte sich nicht vorstellen das es viele waren, denn er hatte viel zögern gesehen, bevor er sich Aiko widersetzt hatte. Doch vielleicht hatte Aikos Strafe an ihn die anderen dazu bewegt doch zu kämpfen und zu töten. Er konnte es unmöglich deuten. Er stemmte sich erneut mit den Armen hoch und schwang seine Beine über den Bettrand. Sein Kopf schwirrte einen Augenblick und Blut floss in den mittlerweile verkrusteten Schnitt und einen Moment lang befürchtete er, das dieser aufplatzen würde. Doch kein einziger Tropfen trat aus. Entschlossen nicht länger hier herum zu sitzen stellte er sich auf. Der Raum drehte sich kurz. Er hatte viel zu lange gelegen. Als seine Sicht wieder klar war ging er zögerlich die ersten Schritte, bis sein Kreislauf wieder in Schwung gekommen war. Sein erster Gang galt seinem Koffer. Er suchte sich das weitetste Shirt heraus, das er fand und streifte es sich vorsichtig über. Er wollte seine Wunde nicht sehr gern aufreißen. Als das erledigt war trat er aus dem Zimmer. Er warf einen kurzen Blick auf die Uhr in seinem Zimmer, ehe er die Tür hinter sich schloss. Wahrscheinlich waren sie grade im Speisesaal. Die Bewegung tat ihm gut, außerdem war es irgendwie tröstend etwas anderes zu sehen als bloß das Gefängniszimmer. Vor der Tür des Speisesaals angekommen zögerte er. Sein Herz pochte laut in seiner Brust. Er kannte zwar kaum jemanden aus seiner Gruppe und doch schauderte es ihm beim Gedanken daran das einige von ihnen nun tot waren. Die Hand fast schon so weit die Tür aufzustoßen zog er sie abrupt wieder zurück. Nein. Nicht jetzt. Er konnte es grade nicht gebrauchen zu sehen wer alles getötet und überlebt hatte. Er behielt sie lieber in guter Erinnerung. Vorerst zum mindestens. Statt sich also zum Essen zu begeben machte er kehrt und lief mit großen Schritten auf den Ausgang des Gebäudes zu. Sein Schnitt pochte höllisch und Schmerz durchzuckte ihn bei jedem Schritt. Trotzdem hielt er kein einziges mal. Er brauchte frische Luft. Sofort.


Bella
warf nach mehreren Minuten einen Tisch zum Lehrertisch und bemerkte erst jetzt, dass Aiko sie eindringlich ansah. Sie runzelte die Stirn und schaute ihn direkt zurück, doch er machte keine Anstalten sein, für die Öffentlichkeit unhöfliches Verhalten, zu ändern.
Schließlich zog Bella eine Augenbraue nach oben, ehe sie sich wieder der Wand zuwande. Jedoch blieb ihr nicht lange Zeit dort sitzen zu bleiben, denn der erste Schulgong ertönte - dieser Gong wurde vor wenigen Jahren eingerichtet um die letzten Langschläfer aus den Betten zu klingeln. Für Bella war er immer das Zeichen, schon in den Klassenraum zu gehen. Nun hatten sie Strathegie bei Mr Cooper (den übrigens du spielst, Alec x'D). Schwerfällig erhob sie sich und machte sich auf den Weg in der Klassenzimmer das im Keller der Schule war. Dort setzte sie sich auf ihren Platz, legte die Beine auf den Tisch und wartete, dass die Schule begann.
Sie hasste dieses Fach, was wohl am Lehrer lag, doch Aiko hatte dafür gesorgt, dass sie trotz ihrem Abscheu gegen Lehrer und Fach weder schwänzte, noch schlecht war.

Sam
Erschrocken fuhr er zusammen als der Gong erklang. Sein Herz raste mit einem Mal als wäre er auf der Flucht. Dabei war es nicht verboten sich außerhalb des Gebäudes zu bewegen. Er fragte sich einen Moment ob er schon wieder am Unterricht teilnehmen musste, doch er ging nicht davon aus. Schließlich sollte er eigentlich gar nicht hier sein, sondern in dem Bett liegen und sich schonen. Aber er konnte nicht länger herumliegen. Leise seufzend stieß er die Tür auf und nahm einen tiefen Atemzug der frischen Luft.

Cooper
Er folgte einem kleinen Strom aus Schülern, die grade auf dem Weg in seinen Unterricht waren. Als er schließlich das Klassenzimmer betrat bemerkte er das die Anzahl der Schüler drastisch abgenommen hatte. "So So, Aiko hat schon ausgemüllt wie ich sehe", meinte er anerkennend und ließ seinen Blick durch die Runde schweifen. Nicht ohne Bella einen Vernichtenden Blick zu zu werfen. Das Aiko ausgerechnet sie in seinen Unterricht stopfte war wirklich unverschämt. "Da ihr alle schon wisst wie man tötet, und es in der Praxis durchgeführt habt. Wird es Zeit euch die wirklichen Strathegien beizubringen. Vielleicht wisst ihr schon einiges, doch um herauszufinden was genau ihr wisst, möchte ich das ihr nun einen Ausweg sucht: Ihr habt den Auftrag in einem Team von drei Personen einen Mann zu überwältigen. Er befindet sich mitten in der Stadt. Wie gelangt ihr zu eurem Ziel?", fragte er in die Runde und ließ ihnen einen Augenblick Zeit um sich eine Lösung zu suchen.

Bella
nahm mit einem Stöhnen die Füße vom Tisch und begnügte sich damit, den Stuhl immer nach hinten auf zwei Beine und wieder zurück zu kippeln. Sie hasste dieses Fach samt Lehrer, und trotzdem war sie eine der besten Schülerinnen.
Als Cooper die Aufgabe stellte verdrehte sie leicht die Augen. Warum in einem Team zusammen, wenn man es auch allein erledigen könnte? Im Team wäre es natürlich sinnvoll eine Person, die gut mit Worten umgehen kann, zu schicken um den Mann in eine abgelegene Gasse zu locken, diese Person würde ihn dann ablenken wärend sich die anderen Beiden auf den Tödlichen Schlag vorbereiten würden. Es wäre einfach - zu einfach. Bella fand, dass in einer Gruppe dieses gewisse Nervenkitzeln nicht vorhanden war, alleine jedoch war dies ohne zweifel zu spühren. Doch nicht deshalb arbeitete sie lieber alleine, sondern weil die anderen Schüler entweder überaus neugierig, nervtötend oder einfach nur strohdumm waren!

Cooper
Keiner der Schüler regte sich, niemand schien die Lösung gefunden zu haben, außer eine. Bella. Doch Cooper war viel zu eigen um sie einfach aufzurufen. Wenn sich keiner freiwillig melden würde, musste er anders vorgehen. "Genug nachgedacht. Wenn einer von euch kleinen möchtegern Rebellen nun die freundlichkeit besäße mir eine Antwort zu geben", erklärte er in einem schneidend ruhigen Ton. Immer noch hob sich kein Arm, niemand blickte ihn an. "Gut, wie ihr wollt. Wenn niemand diese einfache Aufgabe lösen kann, werde ich das Spielchen ein wenig lebendiger gestalten. Wer sich innerhalb der nächsten zwei Minuten nicht mit mindestens einer winzigen Idee vor mir behaupten kann, wird aussortiert. Ich denke ihr wisst was das bedeutet", fuhr er fort und durchbohrte jeden, einschließlich Bella, mit einem stechenden Blick.

Sam
Er ging ein paar Schritte und versuchte für einen Moment seine Schmerzen, die von Minute zu Minute unerträglicher wurden, zu vergessen. Da alle Schüler im Unterricht waren und die meisten Lehrer wahrscheinlich auch, hatte er nicht zu befürchten das ihn jemand, außer den Schränken die das Tor bewachten, sah.

Bella
zog eine Augenbraue in die Höhe und kippelte ihren Stuhl noch weiter hinter. Sie machte keine Anstalten ihren Arm zu heben - zum einen, weil sie Cooper damit provozieren wollte, andererseits, um ihren Lehrer zu ärgern, denn dieser wusste genau, dass Bella ihm in Geschick und Wendigkeit um einiges überlegen war, außerdem würde er Aikos Zorn auf sich ziehen, wenn Bella etwas ernsthaftes zustoßen würde.
Nach einer Minute ließ sie ihren Stuhl krachend wieder auf alle viere fallen und stütze ihre Füße am Tischrand ab. Mit ihrem Zeigefinger tippte sie auf die Stuhllehne um die Sekunden noch deutlich zu machen. "Sieht so aus, als gäbe es bald keine Neulinge mehr, was Cooper?", flüsterte sie gerade so laut, dass ihr verhasster Lehrer es hören konnte, ohne jedoch dabei das Tippen der Sekunden mit dem Zeigefinger zu vernachlässigen. Sie selbst machte noch immer keine Anstalten sich zu melden, sollten die anderen doch machen - ihr konnte es definitiv egal sein, obwohl Bella schon eingestehen musste dass diese noch ein verdammt leiches Problem war, und wie sie wohl heil durch den Unterricht kommen wollten wenn sie nichteinmal eine solch simple Aufgabe zu lösen vermochten.
"Zehn, neun, acht ..."

Cooper
Grade als er dazu ansetzen wollte ihr eine ganze Welle an Drohungen an den Kopf zu schmettern, blinkte sein Handy auf. Er schloss den Mund wieder und sah kurz auf die Nachricht die er erhalten hatte. "Aiko will dich sehen. Sofort. Scheinst dich mal wieder in irgendeine Sch,eiße geritten zu haben", sagte er selbstgefällig in Bellas Richtung.


Bella
zog eine Augenbraue nach oben. "Weißt du, Cooper, im Gegensatz du dir, hat Aiko noch Achtung vor mir und muss mich nicht durch irgendein dahergelaufenes Mädchen davon abhalten lassen kleineren den Hals umzudrehen!", zischte sie zu ihm und stand lässig auf. Und ohne noch einen Blick zurückzuwerfen ging sie aus dem Klassenzimmer in Richtung Aikos Büro.
Dort angekommen öffnete sie die Türe ohne mit Anklopfen Zeit zu verschwenden und trat ein. Ohne ihre kostbare Zeit mit einem Hallo zu vertrödeln fragte sie: "Und, warum bin ich hier? Ich war gerade dabei eine Diskussion mit Cooper anzufangen!"

Aiko
"Das ist ja schön und gut. Nur gibt es da ein kleines Problem. Wo hast du den lieben Sam gelassen?", fragte er und eine unverkennbare Warnung lag in seinen Augen. "Ich habe ihn in seinem Zimmer nicht vorgefunden. Hattest du ihm nicht klar gemacht, das er dort bleiben soll?", zischte er bedrohlich und baute sich wutentbrannt vor ihr auf. "Sollte ich herausfinden das er geflohen ist, wird dich eine Bestrafung erwarten"

Bella
runzelte einen Moment die Stirn und versuchte sich den Schrecken, den Aikos Worte in ihr auslösten, nicht anmerken zu lassen. Doch unter dem stechenden Blick ihres Lehrers war das eine so gut wie unmögliche angelegenheit und ihre Augen funkelten einen Moment angsterfüllt. Sie hatte sich jedoch schnell wieder im Griff.
"Er ist was?", fragte sie. Unwillkürlich ballten sich ihre Hände zu Fäusten. Ja, vielleicht hatte sie zu Sam gesagt, dass er fliehen musste, aber doch nicht in diesem Zustand! Wenn ihn jemand fand, dann wäre er tod ehe er nur noch ein Wort gesagt oder überhaupt die Gelegenheit zu einem Verteidigungs versuch gehabt hätte. Sie biss krampfhaft die Zähne zusammen und presste hasserfüllt hervor: "Dieser miese ... kleine ... wenn ich den zu fassen bekomme ... dann kann er ... was erleben!"
Sie wandte ihren Blick nicht von Aiko ab, der ihre Reaktion mit gemischter Miene beobachtete. Einerseits konnte sie Genugtuung erkennen, dass seine Worte eine so einschlagende Wirkung gehabt hatten, andererseits war er noch immer fuchsteufelswild. "Und ja, ich hatte ihm gesagt er soll auf seinem verdammten Zimmer bleiben! Falls du es vergessen hast: Das Heilen hast DU mir beigebracht und ich bin ganz sicherlich keine Amateurin! Also, was hast du jetzt vor?!"


Aiko
"Bring ihn mir. Lebend", war sein einziger Befehl. Er wusste das er spielraum in seiner Aussage gelassen hatte und Bella wusste es ebenso.Schließlich war die einzige Vorraussetzung das er mit einen schlagenden Herzen wieder hier ankam. Ob es nun kurz vorm Tode, oder noch in voller Kraft war. Er würde nicht weiter auf ihre Wut eingehen. Die sollte Sam eine Lehre sein. Bella war um einiges furchterregender wenn sie wütend war. Genau das richtige um so einen sturen Jungen unter Kontrolle zu kriegen.

Sam
Er bekam nicht einmal im Ansatz mit was Aiko da grade angezettelt hatte. Er ging einfach nur langsam auf dem Hof herum. Sich die Füße zu vertreten war um einiges besser als bloß herumzuliegen.

Bella
"Lebend...", murmelte sie und sie wusste genau wie Aiko was das bedeutend. Ob sie ihn nun mit einem Messer im Bauch halb sterbend oder bei völliger Gesundheit zu ihm brachte, war ihm relativ egal - hauptsache er konnte ihn sich vorknöpfen, sei es auch nur für die letzten paar Minuten seines Lebens.
Schließlich nickte sie und antwortete: "Gib mir eine halbe Stunde, dann bin ich mit Sam wieder hier! Der kann was erleben!" Mit diesen Worten drehte sie sich um und eilte aus dem Büro und hielt sich gerade so lange auf, um die Türe krachend hinter sich ins Schloss zu werfen.
Sie stürmte aus dem Hauptportal des Internats in den Garten, und wollte sich gerade zum Haupttor mit den Wachen bewegen um diese zu nach Sam zu fragen, und ihnen gegebenenfalls eine Lektion zu erteilen - da sah sie eine Bewegung rechts von sich. Sie schnellte herum und was sie sah nahm ihr einen Moment den Atem. Da lief er, Sam, ganz lässig im Garten nichts ahnend.

Sam
Als er die Tür erneut zufallen hörte wandte er sich langsam um und entdeckte Bella. War der Unterricht schon vorbei? Oder warum lief sie hier herum. Doch sofort verneinte er seinen ersten Gedanken, den kein anderer Schüler regte sich im Schulgebäude. Sie musste irgendetwas vorhaben. Und als er bemerkte wie sie ihn ansah, wusste er das sie auf der Suche nach ihm war. "Ohoh", murmelte er leise zu sich selbst und blieb unsicher stehen.

Bella
ballte ihre Hände erneut zu Fäusten und sah Sam mit einem so kalten und durchdringenden Blick an, dass er in sich zusammenzuschrumpfen schien. "Sam Hale!", zischte sie mit messerscharfen Stimme und man kannte sich fast vorstellen, wie das Messer durch die eiserne Stille schnitt, die sich zwischen ihnen ausgebreitet hatte, und alles niedermezelte was sich zwischen sie und Sam stellte.
"Hatten wir uns nicht darauf geeinigt, dass du im Bett bleibst?!", fauchte sie ihn an und trat zwei große Schritte auf ihn zu und stand nun kaum mehr zehn Zentimeter vor ihm. Ihre Hand schnellte an seinen Kragen nach oben und packte ihn so fest, dass ihre Fingernägel Löcher in den Stoff bohrten. Es wäre für sie ein leichtes gewesen ihn mit einer einigen Handbewegung zu töten, doch Aiko hatte ihr befohlen ihm am Leben zu lassen. Kalt fuhr sie fot: "Aiko will dich sehen, und du kannst froh sein noch zu leben, wenn er mit dir fertig ist! Du bist so ein Idiot, Hale!"
Sie sprach ihn absichtlich mit seinem Nachnamen an und den Abscheu zu verdeutlichen, den sie empfand wenn sie nur seinen Vornamen hörte. "Du kommst jetzt mit!"
Ohne ihren Griff an seinem Kragen zu lockern drehte sie sich um und zerrte ihn mit sich. Bei der Ruckartigen Bewegung färbte sich sein T-Shirt rot, weil die kaum verheilte Wunde wieder aufgerissen war. Doch das war ihr egal. Nein, das kümmerte sie weniger als ein Anfänger der mit einem Messer vor ihr stand. Sie musste ihn zu Aiko bringen und nichts würde sie davon abhalten, selbst wenn sie Sam am Ohr mitschleifen musste, weil er ohnmächtig zusammengebrochen war.

Sam
"Schei,ße verdammt! Lass ich los", fauchte er und versuchte sich trotz höllischer Schmerzen loszureißen. "Ich kann auch gehen ohne das du mir die Wunde wieder aufreißt!" Er lehnte sich stark gegen ihren Griff auf. Doch alles was er erreichte war, das nur noch mehr Blut aus der Wunde floss. schwarze Punkte tanzten in seinen Augenwinkeln, doch er zwang sich dazu nicht zusammenzuklappen. Egal wie heftig die Schmerzen waren, er würde jetzt nicht ohnmächtig werden!
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BeitragThema: Re: Bloody Trail ~ previously    Do Sep 11, 2014 6:28 am

Bella
"Das ist nicht zu übersehen, Hale. Laufen kannst du definitiv - und zwar in dein Verderben! Du solltest lieber nur laufen, w.e.n.n jemand dich festhält, denn sonst stolperst du von einem Problem ins nächste, wenn es dich zwischendurch nicht mal Kopf voraus auf die Nase legt!!!", knurrte sie ihm aus dem Mundwinkel zu und ihre unzubändigende Wut war wie Elektrizität in der Luft und in jedem Zentimeter ihres Körpers zu sehen: Ihre Augen waren kalt und so von Wut überschattet das keine andere Gefühlsregung daraus sprach; Bellas Muskeln waren extrem angespannt, fast so, als stünde ihr ein harter Kampf bevor und ihre Stimme zitterte vor Wut, sodass es schwer viel, vernünftig zu verstehen was sie redete.
Sie näherten sich mit großen Schritten der Türe, in die Eingangshalle der Schule führte, und sie zerrte Sam die Treppe nach oben, ohne auf seine heftige Gegenwehr zu reagieren. Sie hatte ihn fest im Griff und würde so schnell auch nicht wieder loslassen. Dieser Junge brachte sie nur in Schwierigkeiten seit er da war und wenn sie pech hatte, wurde nicht nur er bestraft sondern sie gleich mit, weil die Verantwortung für ihn bei ihr lag.
Nach wenigen Minuten erreichten sie Aikos Bürotüre und Ruckartig stieß sie die Türe auf, im gleichen Moment in dem sie Sam losließ und ihn unsanft und ohne auf sein schmerzerfülltes Keuchen zu achten ins Büro stieß. Aiko saß noch immer an seinem Schreibtisch und beobachtete sie alle mit distanzierter, aber sowohl interessierter als amüsierter Miene.

Aiko
"Musstest du ihn ausgerechnet auf den Teppich werfen? Blutflecken sind schwer rauszukriegen", erklärte er amüsiert beim Anblick von Sam, der blutend und mit schmerzerfüllter Miene vor seinem Schreibtisch auf dem Boden lag. "Wo hat der Ausreißer sich herumgetrieben Bella? Du warst nicht sehr ange unterwegs", stellte er nun wieder steinern und ernst fest. "Er kann ja kaum über die Mauer gekommen sein. Schon garnicht in diesem unzumutbaren Zustand" Er schüttelte angewidert den Kopf und wandte sich dann mit eiskalter Wut an Sam. "Hast du nichts aus deinen Fehlern gelernt? Nicht ein klein bisschen Vernunft angenommen? Das ist schade, weißt du. Du könntest gut sein. Sogar sehr gut. Aber wie es aussieht wirst du deine nächsten Wochen mit Schmerzen im Bett verbringen", erklärte er trocken und trat einige Schritte auf ihn zu. "Es ist bedauerlich so eine Verschwendung zu sehen", murmelte er kopfschüttelnd und zückte einen kleinen Dolch. Langsam, ganz langsam zog er es über Sam's Schlüsselbein.

Sam
Der Schmerz war unerträglich. Nicht das nur sein Brustkorb schmerzte, nein, die Wunde die Aiko ihm verpasste brannte als hätte dieser Mann seine Haut in Flammen gesetzt. Er keuchte auf und krümmte sich unter Schmerzen. Nicht aufgeben Sam! Befahl er sich selbst und biss die Zähne aufeinander. "Es ist bedauerlich so ein Monster am Leben zu lassen", knurrte er Aiko entgegen. Ihm war egal was dieser Mann nun tun würde. Viel schlimmer konnte es nicht mehr werden. Er würde vielleicht eine wandelnde Fleischwunde sein, doch er verspürte keine Angst davor. Er hatte sich längst mit dem Gedanken angefreundet zu sterben. Er hörte Aiko's lachen nun wieder weiter von sich entfernt und ebenso hörte er wie er Bella befahl ihn zurück auf sein Zimmer zu bringen und ihn so lange bluten zu lassen, bis er seine Lektion gelernt habe.

Bella
zog eine Augenbraue nach oben. "Also wirklich, Aiko. Du willst mir doch nicht erzählen, dass gerade DU nicht weißt wie man Blutflecken entfernt!", antwortete sie, ohne ihren Blick von dem keuchenden Sam zu wenden. Einerseits erfüllte sie sein Schmerz mit genugtuung, andererseits schmerzte sie es, ihn so zu sehen - doch schließlich gewann die Genugtuung und sie sah mit kaltem Blick zu, wie sehr Sam sich quälte.
Als Aiko sie auftrug ihn auf sein Zimmer zu bringen, packte sie ihn unter den Achseln und trug ihn halb und schleifte ihn halb aus Aikos Büro. Draußen angekommen lehnte sie ihn zwei Korridore weiter an eine Wand und kniete sich vor ihn hin. "Sam!", sprach sie eindringlich auf ihn ein. "Warum hast du das getan ... Hey! Bleib wach, nicht ohnmächtig werden!"

Sam
Mit schweren Augen schaffte er es Bella anzusehen. Immer wieder zuckten seine Augen unkontrolliert von ihr weg. Doch er hörte genau was sie sagte. "Hatte keinen Grund", verriet er ihr, doch es war nur ein Hauch seiner Stimme. Die Augen fielen ihm zu, doch er zog sie angestrengt wieder auf. Er sah so viel Blut. War das wirklich alles seins? War er jetzt dran zu sterben? Hoffentlich, dachte er bitter und sein Blick wurde langsam leer. So viel Blut hatte er noch nie verloren. Er hatte auch noch nie so viel Blut gesehen. Wie erstaunlich das ihm nicht übel wurde. Doch wie aufs Stichwort erbrach er direkt vor sich auf den Boden. Verdammt!

Bella
sprang einen Schritt zurück, als Sam sich ergab, wartete aber nicht lange, um sich neben ihn zu setzten und ihm eine schallende Ohrfeige zu verpassen. "Sam, verdammt nochmal! Weißt du in welche Schwierigkeiten du dich und mich gebracht hast, ist dir das klar? Wenn du irgendwelchen Mist baust, hänge ich da mit drin, weil Aiko mir die Verantwortung für dich übertragen hat, also reiß dich einfach zusammen! Und jetzt schau mich an - nicht ohnmächtig werden!", zischte sie ihm zu und zwickte ihm kurz danach noch einmal schmerzhaft in die Backe. Als er nicht antwortete packte sie ihn wieder an den Schultern und zog ihn nach oben. Sie zog ihn in sein Zimmer, wobei sie eine lange Blutspur auf dem Boden hinterließ. DAbei murmelte sie unablässig Flüche über Sams verhalten.
Sie legte den schwer verletzten Jungen auf sein Bett und nahm ihre Medizintasche zur Hand. "Du bist so ein Idiot, Hale!"

Sam
Die Ohrfeige saß, doch leider half sie nicht wirklich seine vernebelten Gedanken wieder in Reih und Glied zu bringen. Ihre Worte, Flüche und Drohungen drangen nur noch leise und aus weiter Ferne zu ihm. Doch er ermahnte sich die Augen offen zu behalten. Und so sah er wie die Decke über seinem kopf sich bewegte, als Bella ihn in sein Zimmer schleifte. Jetzt würde er sein gesamtes Gefängnisbett vollbluten. Na das war ja mal wieder eine tolle Nachricht. Er hörte zwar was sie zu ihm sagte, jedoch konnte sein Kopf die Worte nicht so einsortieren, das sie Sinn ergaben. Es war so als würden alle Worte wieder abprallen. Sein Blick huschte unverhofft auf den Boden, der eine dicke, rote Blutspur auswies. Schlagartig wurde ihm wieder übel, doch er versuchte die Übelkeit wieder runter zu kämpfen. Hey, das war ein gutes zeichen, sein Körper reagierte immerhin noch. Wenn auch nicht so wie erhofft.

Bella
stellte den Beutel neben sich ab und reihte ein paar Substanzen auf dem Nachtisch auf, doch sie begann nicht, Sam zu verarzten - sie wagte es nicht. Aiko hatte zu ihr gesagt, sie sollte ihn so lange bluten lassen, bis er seine Lektion gelernt hatte, und Bella hatte schon vor Langem gelernt, Aikos Anweisungen in jedem Fall zu folgen.
"Sam...", fragte sie ihn und streckte eine Hand aus, die sie an seinen Kopf legte um ihn zu sich zu drehen. "Sam, hör mir zu! Versprichst du, nie wieder etwas zu machen, das meinen oder Aikos Anweisungen dirket widerspricht? Du weißt, dass du damit nicht nur dich, sondern auch mich in Gefahr bringst - und ich bin nicht sonderlich erpicht darauf, mich mit Aiko anzulegen!"
Dann ließ sie seinen Kopf los, der wieder zurück in seine vorherige Haltung glitt und Bella beobachtete, wie seine Augen noch immer unruhig im Raum umherglitten, doch seine Lippen verzweifelt versuchten Worte zu formen.

Sam
Erst einige Zeit nachdem sie gesprochen hatte wurde ihm klar was sie gesagt hatte. Er versuchte seinen Blick auf sie zu richten, scheiterte aber kläglich. Er wollte ein 'Lieber sterbe ich' hervorkeuchen, doch aus seiner Kehle kam nichts als heiße Luft. Er hätte so viel sagen wollen. Doch er bekam nichts heraus. Als er schließlich immer mehr Mühe hatte überhaupt noch klar zu sehen sprach er das einzige Wort aus, das er noch im Stande war zu sagen. "Ja"

Bella
kniff die Augen zusammen. Sie glaubte ihn noch, doch sie fragte aus Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand nicht näher nach und machte sich einfach an das Heilen.
Sie tat das gleiche wie schon beim ersten Mal, doch diesmal brauchte sie bedeutend länger da es erst zehn Minuten brauchte bis die Wunde aufhörte zu bluten. im Minutenabstand fragte sie Sam etwas und erwartete dass er antwortete, damit er nicht das Bewusstsein verlor, denn das würde die Behandlung um einiges erschweren. Erst als sie fertig war, gestattete sie ihm, einzuschlafen, doch seine Augen blieben offen und auf sie gerichtet.
Sie spürte seinen Blick im Nacken, als sie die Heilmittel zurück in den Beutel sortierte und in die Ecke stellte.
"Gibt es noch etwas? Oder warum schaust du mich so an?", fragte sie schließlich halb genervt. Sie unterdrückte den besorgten Ton in ihrer Stimme denn wütend war sie auf Sam noch immer. Wegen ihm war sie, mal wieder, in Schwierigkeiten geraten, die ihr fast Schmerzen eingebracht hätten!

Sam
Er hatte ziemliche Mühe Bellas Fragen zu beantworten, nicht etwa weil sie schwere Fragen stellte, nein im Gegenteil, wie er hieß wusste er im Schlaf, aber er bekam fast kein Wort heraus, was die ganze Antwort Geschichte schwerer gestaltete. Als sie fertig war, war er zugegebenermaßen doch froh noch am leben zu sein. Er hatte sich die ganze Zeit aufs verbluten eingestellt, darauf nicht mehr wach bleiben zu können, das ihm nun eine riesige Last von den Schultern fiel. Doch als sie endlich von ihm abließ und ihm somit das stumme Zeichen gab, das er nun schlafen konnte, da war sein Körper trotz der Müdigkeit in jeder Faser nicht bereit einzuschlafen. "Wie kann jemand der so stark ist wie du, jemandem gehorchen wie Aiko? Du bist mindestens ebenso stark wie er...", murmelte er seinen momentanen Gedanken unter schweren Lippen hervor. "Ich verstehe ja nicht viel von diesem Mann, aber ich sehe das er genau weiß wie gefährlich du für ihn werden kannst, wenn du dich traust...", fuhr er fort und wusste, das jedes seiner Worte die Wahrheit mit sich trug, selbst wenn es nur ein Funke sein sollte, es war nicht gelogen. Er hatte diesen Ausdruck, den er zu anfang nicht deuten konnte in Aikos Augen aufblitzen sehen, mehrmals schon. Doch immer nur, wenn er Bella ansah. Es war eigentlich ein Blick aus strenge und unbändiger Kälte, doch er hatte etwas anderes darin gesehen. Etwas das zeigte, das Aiko auch Sorge hatte. Sorge das sich seine stärkste Waffe gegen ihn richten könnte.

Bella
ließ den Beutel bei seinen Fragen und Feststellungen fallen. Dass er gerade jetzt, da er halb tot auf dem Bett lat, ausgeblutet und kaum noch zum reden fähig, solche Fragen stellte, kam völlig unerwartet - nein, sie hatte sich auf alles vorbereitet nur nicht auf das!
Sie lehnte sich gegen die Türe und holte einmal tief Luft, in Gedanken zu sich sagen: ~Hör auf damit! Bleib stehen, und sei nicht so schwach! Das ist doch nur ein unwissender Bengel der ... Ach, was mache ich mir da noch vor... Er war der erste der mich durchschaut hat, nun muss ich ihm auch alles erzählen!~
Sie sank langsam an der Türe hinunter und schloss sie mit zitternden Händen und leise Keuchend ab. Dann verbarg sie ihr Gesicht in den Händen und versuchte ihren Atem zu beruhigen.
Als sie nach wenigen Minuten wieder aufsah, bemerkte sie, dass Sam sie die ganze Zeit beobachtet hatte. Sie sah ihm in die Augen und bemerkte, wie die Maske von ihrem Gesicht glitt, als sie in die seinen sah. Ihre Augen verloren den kalten Schimmer und die blanke Angst gemischt mit Schmerz und Trauer kamen zum Vorschein.
"Weißt du...", begann sie mit tonloser zu erzählen. "...der Grund warum ich hier bin, ist dass Aiko mich bei sich aufgenommen hat, denn ich bin nicht normal an diese Schule gekommen, ist dass meine Eltern tot sind. Es war am 22. Mai vor zehn Jahren, nebenbei bemerkt an meinem Geburtstag, als ich nachts aufwachte und einen Schrei aus unserem Wohnzimmer hörte. Nun ja, ich bin nach unten gegangen und habe mit angesehen, wie meine Eltern erstochen wurden - und zwar von Aiko! Jede Nacht träume ich davon."
Sie machte eine kurze Pause in der sie aus dem Fenster auf etwas sah, dass dort nicht war. "Vielleicht...", sprach sie weiter. "... vielleicht kannst du jetzt verstehen, warum ich das tue! Ich habe Angst vor diesem Mann Sam!"

Sam
Stumm blickte er zur Decke, die Müdigkeit, die eben noch in seinen Knochen gesteckt hatte, war mit einem Mal verschwunden. Er fühlte sich wach. Wacher als je zuvor. Er wusste das Aiko ein Monster war, das vor nichts zurück schreckte, doch er hätte selbst ihm nicht zugetraut so etwas zu machen. An der Angst, die sich in Bellas Gesicht wie die Falten bei einer alten Frau abgezeichnet hatte, musste er erkennen, das Bella sich nicht gegen ihn stellen KONNTE. Er konnte sich vorstellen wie gern sie Rache üben würde, doch ebenso gut konnte er sich ausmalen das dieser Mann sie in so frühen Jahren so stark geprägt hatte, das sie keine andere Wahl hatte als ihm zu gehorchen. Wäre er jünger gewesen, er wäre ihm ebenso hilflos ausgeliefert gewesen wie sie es damals war. Da war eben doch noch ein Stück das kleinen Mädchens. Das Stück, das immer noch Angst vor Aiko hat. Aiko dem übermächtigen, der eigentlich nicht stärker war als sie. Doch er hatte ihr von klein auf die Botschaft mitgegeben, das er unbesiegbar war. Das jeder ihn respektierte und das ihm niemand ungestraft ungehorsam leistete. "Du bist nicht mehr das kleine Mädchen von damals, Bella. Du bist groß und stark. Er kann mich vielleicht töten, ja das mit Sicherheit. Aber dich nicht. Eher würde er gegen eine Wand aus Granit rennen,als dich bezwingen zu können. Irgendwann wird das kleine Mädchen verstehen das Aiko nur ein kleines Würmchen ist. Ich glaube fest daran, das du irgendwann keine Angst mehr haben wirst", erwiderte er so laut es seine schweren Lippen zuließen.

Bella
schüttelte den Kopf und stand langsam auf. "Nein, ich werde immer Angst vor ihm haben, das hat er mir mehr als nur einmal deutlich gemacht - und ich kann nichts anderes als ihm zu glauben!", sagte sie klang dabei fast schon verzweifelt.
Sie trat energisch auf sein Bett zu und zo ihren Ärmel nach oben, sodass einem die sternförmige Narbe, wie mit kleinen Glühlampen versehen, weiß entgegenstrahlte. "Das...", erklärte sie. "... war dafür, dass ich nicht mit Pfeil und Bogen auf einen Mitschüler ziehlen wollte. Und die anderen..." sie zog den anderen Ärmel nach unten, und erst jetzt fiehlen die vielen weißen striche die sich über ihre Hände zogen auf. "... waren für andere Dinge, die ich hätte tun müssen, aber nicht getan habe... Sam, ich weiß nicht ob DU es begriffen hast, aber er hat mich in der Hand, und wenn er zu mir sagen würde ich soll dich töten..." Bella stockte einen Moment, dann senkte sich die Maske wieder auf ihr Gesicht und sie sagte so kalt wie zuvor: "... ich würde es tun!"

Sam
"Ich habe die dumme Angewohnheit, jedem Menschen ein Herz zuzuordnen. Eines das irgendwann den richtigen Weg vorgibt. Wann du den finden wirst, weiß ich nicht und bei Aiko bin ich mir nicht mal sicher ob er es verdient hat ein Herz zu besitzen, aber irgendwann findest du einen richtigen Weg. Ob dieser Weg bedeutet mich zu töten, oder andere, oder ob er bedeutet Aiko das zu geben was er verdient hat. Ich weiß es nicht. Aber du wirst es herausfinden. Glaub mir", erklärte er ohne jegliche Angst. Er hatte sich mit dem Gedanken angefreundet noch in diesem Jahr zu sterben. Es war noch lang und an dieser Schule wurde er schon zum zweiten Mal lebensgefährlich verwundet. Trotzdem war er fest entschlossen sich weiter gegen Aiko aufzulehnen. Vielleicht wird Bella denken er würde nicht aus seinen Fehlern lernen. Doch er wusste es besser. Er wusste das seine 'Fehler' ihm klar machten nicht aufzugeben. Aiko hatte einen Grund, eine ziemlich triftigen, wie er fand, um ihn am Leben zu lassen. Ob er es ein weiteres Mal duldete war ungewiss, aber er würde es versuchen. Bis sein Blut die gesamte Schule besudelt.

Bella
"Du bist ein verdammter Optimist...", murmelte sie, dann trat sie aus dem Zimmer und ging mit schnellen Schritten den Gang entlang zu Aikos Büro hin, um ihm Nachricht über Sams Zustand zu berichten.
Auf dem Weg begegneten ihr mehrere Schüler, die sie mit wütenden Kommentaren bedachte oder ihnen mit Schlägen drohten, wenn sie nicht sofort aufhörten zu lachen oder sie anzustarren.
Schließlich kam sie bei Aikos Büro an, klopfte energisch und trat ohne ein Zeichen ein. "Sam hat zwar versprochen es nicht wieder zu tun" fing sie ohne Umschweife an zu berichten. "Aber ich glaube ihm kein Wort!"

Aiko
Er blickte zu Bella und nickte, ohne auch nur eine Regung im Gesicht. "Er ist dickköpfiger als ich angenommen habe", erklärte er mit einem Hauch Anerkennung. "Aber auch der dickste Schädel bricht irgendwann", fuhr er fort und ein lächeln, das nur ein Monster hätte tragen können, legte sich auf seine Gesichtszüge. "Warte noch ein paar Tage, dann wird er nie wieder ein Versprechen missachten" Er machte eine wegwischende Handbewegung "Geh jetzt."

Bella
nickte kurz und trat rückwärts aus Aikos Büro. Sie wusste das es nicht die richtige Zeit zum diskutieren war und dass sie Aiko jetzt nicht sagen sollte, was sie von Sam hielt. Deshalb hatte sie sich zurückgehalten und lieber nichts gesagt, denn Aikos Zorn war ... unverwechselbar und sehr sehr offensichtlich.
Auf dem Weg zurück auf ihr Zimmer wurden ihre Schritte immer härter udn langsamer, bis sie schließlich vor Sams Zimmertüre stehen blieb und zögerte. Nach einer Minute jedoch schüttelte sie energisch den Kopf und machte eine Geste, als wollte sie Sam samt seinem Zimmer in die Luft jagen und kehrte in ihr eigenes zurück wo sie sich auf das Fensterbrett saß und auf die hohe Mauer starrte, die das Scar umgab, als könnte sie damit Löcher hineinschauen durch die sie dann entfliehen konnte.

//Wir spulen dann denke ich mal bis es Sam wieder einigermaßen gut geht^^
Sam
Die Tage und Wochen schlichen endlos vor sich hin. Er hatte mal höllische Schmerzen, mal fühlte sich sein gesamter Körper taub an und mal war alles gut. Bella kam einmal am Tag vorbei um seine Wunden zu versorgen, er hatte versucht ein Gespräch mit ihr zu führen, aber sie brach ihr eisiges schweigen in der gesamten Zeit nicht mehr. Somit hatte er seit gefühlten Jahren keine menschenseele mehr um sich gehabt, die auch nur in irgendeiner Art und Weise mit ihm sprach. Um so glücklicher war er, dass er heute wohl endlich wieder aus dem Gefängniszimmer heraus durfte. Aber noch war Bella nicht aufgetaucht um ihm zu sagen das er jetzt wieder dem Horror des Unterrichts hier beiwohnen konnte.

Bella
merkte schon lange nicht mehr, wie Tage, Wochen und Jahre vergingen. Für sie war jeder Tag nur ein kleiner Abschnitt ihres Lebens, der wie ein Film vor ihr ablief, denn jeden Tag tat sie das gleiche. Von Aiko terroriesiert, von den Neuen genervt und von den anderen schief angeschaut lebte sie jeden Tag und ihr kam es so vor als würde auf die helligkeit am Morgen, gleich das dämmrige Licht des Abends folgen.
Nur einmal am Tag riss dieser Film und sie fand sich in Sams Zimmer wieder. Er hatte mehrmals versucht sie ins Gespräch zu verwickeln, doch sie hatte geschwiegen und ihn ignoriert. Und doch konnte sie sich an jedes seiner gesprochenen Worte erinnern und in manchen Momenten hatte sie sich zwingen müssen ihm nicht zu antworten, diesem hoffnungsvollen Jungen der in ihr noch das kleine wehrlose Mädchen sah und sie nun kannte. Bella wusste nicht, warum sie ihm nicht geantwortet hatte, ob sie es für sich selbst oder für Sam tat, aber sie hatte das Gefühl nicht normal mit ihm reden zu können. Vielleicht tat sie es, um sich selbst zu schützen, aber vielleicht wollte sie auch Sam vor sich schützen ... sie wusste es nicht, aber sich war, dass sie sich nie mit ihm unterhalten würde können ohne an den Tag zu denken, an dem sie ihm alles verraten hatte.
Und wieder, nach schier endlosen Wochen in denen sie ihn behandelt und gesundgepflegt hatte, stand sie vor Sams Zimmer und wieder lief der Film vor ihr ab in dem sie jedes von Sam gesprochene Wort wiederhörte. Sie schüttelte energisch den Kopf um die Gedanken loszuwerden, doch das einzige was sie erreichte war, dass die Worte lauter in ihrem Kopf wiederhallten. Schließlich war sie sich sicher, dass es nicht vergehen würde, und so trat sie einfach in das Zimmer ihres Schützlings ein, der gerade am Fenster stand und zu der hohen Mauer hinübersah.
Sie beobachtete ihn und wieder fiel ihr auf, wie sehr sich sein Zustand in den letzten Wochen gebessert hatte. In ihren Gedanken tauchte wieder ein Bild vom geschwächten Sam auf, der halb tot auf Aiks Teppich lag, und nun stand er dort, kerzengerade am Fenster und sah Gedankenverloren nach Draußen.
Als Bella sich räusperte, drehte er sich um und Lächelte. Sie versucht ihre Maske zu halten und nicht ihren Stolz, dass es ihm durch ihre Behandlung wieder gut ging, durch ihre Augen verraten zu lassen und schaute ihn mit üblich kalten Augen an. Und dann, nach etlichen Wochen, sprach sie ihn zum ersten Mal an: "Du bist wieder völlig gesund, solltest dich aber im Unterricht schonen. Du darfst an den Theoretischen Stunden teilnehmen, aber an der Praxis noch nicht!"
Ihre Stimme brach am Anfang leicht, doch sie hatte sich schnell wieder im Griff und versuchte ihre Augen nicht direkt auf die seinen zu heften, denn sie hatte das gefühlt, dass sie beide irgendetwas verband und sie hatte Angst er würde ihre Gedanken und Gefühle erraten, wenn sie ihm direkt in die Augen sähe.

Sam
Er war froh das erste Mal seit Wochen wieder ihre Stimme zu hören. Selbst wenn sie mit der Kühle in ihrer Stimme nicht sparte wusste er doch, dass er sich nichts dabei denken musste. Auch das was sie sagte löste ein kleines Glücksgefühl in ihm aus. Er durfte nun also endlich mehr gehen als nur den Weg zum Bad und zurück. Dann konnte er dieses verdammte Zimmer hinter sich lassen, zum mindenstens so lange bis es hieß wieder auf diesem Stein einschlafen zu müssen. Andererseits war er auch froh dem Unterricht von Aiko entkommen zu können und somit auch Aiko. Aber da waren immer noch die anderen Fächer, die nicht weniger schrecklich waren. Nicht mehr lange, beruhigte er sich und blickte Bella an. Er bemerkte das sie seinem Blick auswich und er konnte sich fast denken wieso. "Das ist das beste, was ich in den letzten Monaten gehört habe", gab er zu und atmete erleichtert aus. Er war zwar immer noch an dieser Schule, jedoch war er nicht mehr wehrlos. Er konnte sich nun wieder vor jemandem aufstellen und fühlte sich für alles bereit.

Bella
"Freu dich nicht zu früh... Aiko will dich nämlich jetzt sofort in seinem Büro sprechen. Ich an deiner Stelle würde mich auf die Socken machen!", antwortete sie kalt und drehte sich um. "Ach ja...", sagte sie noch über die Schulter "... sag am besten das was er hören will, und nicht das was du denkst!"
Mit diesen Worten ging sie davon in ihr Zimmer und ihre Sachen für den Strathegieunterricht bei Cooper zu packen. Und fünf Minuten später saß sie schon, auf dem Stuhl kippelnd, in dessen Klassenzimmer und wartete ungeduldig auf die anderen Schüler.

Sam
Er wollte Aiko eigentlich aus dem Weg gehen, dieser Plan war wohl gescheitert. Er nickte widerwillig und machte sic auf den Weg quer durch das Gebäude zu Aikos Büro. Dort angekommen zögerte er und als hätte Aiko das bemerkt, ertönte seine Stimme von Innen. "Komm endlich rein, Sam!", herrschte er und Sam handelte instinktiv, als er den Türgriff runter drückte und in den Raum eintrat. Sein erster Blick galt dem Teppich, auf dem er vor knapp zwei Monaten blutend und halb tot gelegen hatte. Er fand keinen einzigen Fleck mehr darauf. Sein nächster Blick galt dem Mann hinter dem Schreibtisch. "Du hast dich gut erholt", stellte Aiko fest. Sam rührte sich nicht, er verengte die Augen und fixierte den Mann. "Warum versuchen Sie mich zu quälen?", fragte er und versucte eine gewisse schärfe in seine Stimme zu legen. Aiko zog eine Augenbraue in die Höhe. "Versuch dich zu quälen, oder quäle ich dich tatsächlich?", fragte er und ein boshaftes lächeln zierte sein Gesicht. Sam kannte die Antwort. Und sie gefiel ihm nicht. Ganz und gar nicht. "Warum quälen Sie uns alle? Was wollen Sie damit bezwecken? Denken Sie, das sie ewig so weiter machen können? Irgendwann sind alle hier nicht mehr genug Mensch um sich quälen zu lassen. Was machen Sie dann?", zischte er und konnte nicht verhindern an Bella zu denken. Selbst sie, die schon zehn lange Jahre unter Aikos Komando lebte, ließ sich noch von ihm quälen. Sie hatte immer noch Angst vor ihm, Angst die sie daran hinderte sich gegen ihn zu wehren. "Ich glaube du verstehst nicht was ich hier mache. Wahrscheinlich ist das auch gut so, doch ich möchte versuchen es dir zu erklären. Ich mache euch stark und wiederstandsfähig. Ich mache euch gefährlich und besonnen zugleich. Ich mache euch zu Monstern, wenn du es so willst, doch ich mache euch zu denkenden Monstern. Jeder der hier war, wird über alle seine Taten nachdenken, genauer als jeder andere. Irgendwann wirst du vielleicht verstehen was ich damit meine, Sam. Du wirst sehen, dass es dir helfen wird stark zu sein", erklärte er und sah Sam so tief in die Augen, das er das Gefühl hatte er könne direkt in seine Seele sehen. Als könne er all das sehen, was Sam zu verbergen versuchte. "Du kannst gehen, ach und Sam, vergiss nicht: Ich habe dich im Auge" Diese Warnung war angekommen, jedoch was Sam entschlossen sie zu missachte, egal wie heftig ihm die schauer über den Rücken liefen.

Cooper
Er betrat den fast noch leeren Raum und erkannte sofort eine der einzigen Personen die sich darin befanden. Bella. Sie war schließlich immer da, an ein und der selben Stelle und er könnte sie jedes Mal in der Luft zerreißen. "Guten Morgen, Isabella", begrüßte er sie und wusste genau das es sie reizte wenn er sie beim vollen Namen nannte.

Bella
"Schönen guten Morgen!", antwortete Bella ungewöhnlich höflich, jedoch kalt, und schaffte es dabei perfekt ihre Wut darüber, dass Cooper sie beim vollen Namen genannt hatte, zu unterdrücken.
Natürlich mochte sie es nicht, wenn Cooper sie beim vollen Namen nannte, doch aus einem unerfindlichen Grund hatte sie ihre Wut heute besser im Griff als jedes andere mal, vor allem in der Zeit als sie unter Aikos Terror, Sam zu heilen, und unter Stress gestanden hatte.

Sam
Da er grade ein wenig orientierungslos war, schloss er sich einfach ein paar bekannten Gesichtern an und folgte denen zum Unterricht, der ihn - wie er genervt feststellen musste - genau in Coopers Strathegieunterricht führte. Nicht der schon wieder. Er hatte grade viel zu viel im Kopf und einen Idioten wie Cooper auszuhalten. Trotzdem konnte er sich wohl nicht drücken, konnte schon, doch er wollte nicht gleich wieder Monate lang in seinem Zimmer herum liegen und schmerzen haben. Deshalb ging er artig mit allen anderen in die Klasse und setzte sich auf den einzigen noch freien Platz. Und der war - welch Wunder- direkt neben Bella. Okey, er hatte nichts gegen Bella, doch es nervte ihn nun zwei Terrorleute um sich zu haben. Eine direkt neben und einer direkt vor ihm. Das nervte!

Cooper
Überrascht stellte er fest das Bella heute wohl gute Laune hatte. Schade eigentlich. Er hätte sie gerne zur Weißglut gebracht, wie in den letzten Tagen. Auch bemerkte er das Sam wieder im Unterricht war. "So so, du bist also von den Toten wieder auferstanden", stellte er amüsiert fest und Sam riss sich zusammen um nicht genervt zu stöhnen "Mal sehen wie lange es anhält" Der bullige Mann lehnte sich gegen das Pult und blickte sich in dem Raum um. "Willkommen zurück, wie gestern angekündigt werde ich euch auf einen Auftrag vorbereiten, den Aiko zwei von euch überlassen wird. Er hat mir nicht verraten was genau der Auftrag war, deshalb gehen wir heute alle Strathegien im Schnelldurchlauf durch", erhob er die Stimme und stellte zufrieden fest das fast alle aufpassten. Die einzigen beiden, die scheinbar desinteressiert da saßen waren Bella und Sam. Cooper war erstaunt wie viel Mumm der Junge durch seine Verletzung bekommen hatte.
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BeitragThema: Re: Bloody Trail ~ previously    Do Sep 11, 2014 6:32 am

Bella
verdrehte die Augen und fragte sich erneut wieso Aiko sie immer in diesen langweiligen Unterricht steckte. Warum konnte sie den Strathegie Unterricht nicht mit den größeren haben, denn da würde sie noch etwas lernen - nun gut, die wöchentlichen einzelstunden bei Aiko machten das wieder wet, aber trotzdem ärgerte sie es jedesmal wieder.
Lässig hatte sie ihre Beine gegen den Tischrand gestellt und kippelte mit dem Stuhl nach hinten. Ihr waren die Strathegien so geläufig, dass sie diese im Schlaf aufsagen konnte - und selbst da würde nicht ein Fehler zu finden sein.
Als Cooper anfing die erste Strathegie im schnelldurchlauf zu erläutertn erlaubte sie sich ein Aufstöhnen, das jedoch nicht so laut war, als wie wenn sie schlechte Laune gehabt hätte. Gelangweilt nahm sie sich ein Blatt Papier zur Hand und fing an Strathegieschaubilder zu zeichnen.

Sam
Er hatte keine Ahnung weshalb er auf einmal eine Angst mehr vor Cooper hatte, vielleicht weil er Aiko in Rage erlebt hatte. Aber es gefiel ihm trotzdem kein Stück. Das war doch nicht mehr er. Er war ein verdammter Feigling, jemand sich klein machte und versuchte nicht negativ und auch nich positiv aufzufallen. Einfach durchschnitt zu sein. Warum war er nun so mutig? Irgendwas lief hier gewaltig schief, doch er hatte keine Ahnung wie er das ändern sollte. Doch er konzentrierte sich einfach auf die Schnelldurchläufe der Strathegien um seinen eigenen Gedanken aus dem Weg zu gehen.

Bella
legte die Schaubilder zur Seite und sah zu Cooper auf. Sie hatte zu jeder von ihm erklärten Strathegie ein beipielhaftes Schaubild gezeichnet und wartete nun auf einen etwas spannenderen Teil - der wohl nie kommen würde.
Schließlich schob sie die Schaubilder zu Sam hinüber und sagte zu ihm, gerade solaut, dass nur er es hören konnte: "Nimm sie! Wenn Aiko dich auswählt, was sehr wahrscheinlich ist, dann wirst du dich über jede noch so kleine Hilfe freuen, denn diesmal werde ich wahrscheinlich nicht dabei sein..." Bellas Stimme war kalt wie immer und ließ nicht den geringsten Zweifel daran, dass sie kein 'Nein' von Sam akzeptieren würde. Nach einer kurzen Pause sprach sie weiter, und sie sagte genau das was sie dachte, denn das Lügen hatte Aiko ihr ausgetrieben. "Er will dich scheitern sehen, Sam! Nachdem du ein oder zwei Sportstunden absolviert haben wirst, und das wird spätestens nächste Woche sein, glaub mir, bist du an der Reihe. Aiko will sehen wie du verlierst - ob nur einen Kampf oder dein Leben - aber das darfst du nicht zulassen, klar?!", schärfte sie ihm ein und fügte so leise, dass man die Worte von ihren Lippen ablesen musste, hinzu: "Wenn du einmal verlierst, hat er dich in der Hand!"
Dann wandte sie sich ab, ohne Sam noch eines Blickes zu würdigen und begnügte sich damit Coopers wütende Blicke über ihr Gespräch mit Sam zu ignorieren und aus dem Fenster nach draußen auf einen Punkt zu schauen, den niemand außer ihr selbst sehen konnte.

Sam
Er wusste geau wie wahr jedes von Bellas Worten war. Ihm war schon seit erwähnen dieses 'Auftrags' klar gewesen das es SEIN Auftrag werden würde. Jedoch hatte er zu anfang angenommen Aiko würde Bella mit ihm losschicken. Wie zuvor auch schon. Aber nachdem er so viel verbockt hatte, nachdem er sich so gegen Aiko aufgelehnt hatte, wollte er ihn leiden sehen. Er wollte die Hilflosigkeit in seinem Gesicht sehen. Aber Sam wollte ihm einen Strich durch die rechnung machen und er war froh das Bella ihn unterstützte, wenn sie es auch nie zugeben würde. Er wollte Aiko dazu bringen aufzugeben. Koste es was es wolle. Sam wollte IHN leiden sehen. Er wollte sehen wie all seine Pläne in der Luft verwehten. Selbst wenn er dafür noch so viel bluten würde.
Als Cooper schließlich den Unterricht, dem er kein Stück gefolgt war, beendete, war er heilfroh das die nächste Stunde Sport war. DAs hieß für ihn, das er sich erstmal entspannen konnte. Selbst wenn er schon fast der annahme war, das Aiko irgendetwas für ihn geplant hatte.

Bella
erhob sich abwesend von ihrem Stuhl und ging ohne weiter auf Cooper, Sam oder die anderen Schüler zu achten aus dem Klassenzimmer. Dort angelangt blieb sie einen Moment stehen, in dem Sam genug Zeit gehabt haben sollte sie einzuholen, dann ging sie mit unverändert energischem und schnellem Schritt in Richtung Turnhalle wo sie Aiko schon erwarten würde.

Sam
Er wusste nicht recht ob er nun mit in die Halle kommen sollte, oder ob er vielleicht einfach zurück in sein Zimmer gehen sollte. Er entschied vorerst nicht auf Aikos Nerven zu gehen und ging deshalb ebenso wie alle anderen mit in die Sporthalle. Irgendwas hatte dieser Mann sowieso geplant...

Aiko
"Cooper beschwerte sich bei mir über dich. Pass beim nächsten Mal darauf auf, dass er nicht zu sehr bemerkt das du gelangweilt bist. Verstanden?",bemerkte er ruhig, aber doch mit einem Unterton, der ahnen ließ, dass es ihn keineswegs erfreute. "Über Sam beschwerte er sich auch. Denkst du Sam wird bald wieder Schwierigkeiten machen?", fragte er, obwohl er mit Sicherheit sagen konnte, dass Sams Widerwille noch nicht erloschen war.

Bella
"Ich wäre ich nicht so genervt, wenn du mir endlich erlauben würdest statt den Einzelstundewn bei dir, den Unterricht mit den Schülern zu verbringen die ungefähr auf meinem Niveau sind!", zischte sie ihm zu. Schon so oft hatte sie darum gebeten, doch immer kam die gleiche Antwort.
"Und ja, ich glaube Sam wird wieder Schwierigkeiten machen - wann kann ich nicht sagen. Vielleicht schon heute, vielleicht aber auch erst nachdem er an deinem Auftrag gescheitert ist. So wie ich dich kenne, ist er für ihn nahezu unlösbar... nicht wahr?"

Aiko
"Mach dich nicht lächerlich, es gibt hier auf der gesamten Schule keinen einzigen Schüler, und schon gar keine ganze Klasse die deinem Niveau auch nur im Ansatz nahe kommt", spottete er und drehte einen Dolch in seiner Hand. "Nicht nur nahezu. Er IST wahrlich unlösbar für einen so unerfahrenen Jungen wie ihn", erklärte er amüsiert und sah die ersten Schüler eintrudeln.

Sam
Er bemühte sich möglichst einer der letzten zu sein. Vielleicht würde Aiko ihn so übersehen. In einer so minimalen Gruppe zwar unmöglich, vor allem bei einem Mann wie Aiko, aber die Hoffnung starb ja bekanntlich zu letzt.

Bella
schnaubte wieder. Sie murmelte etwas das wie "Soll das bedeuten, dass es besser ist mich bei den Kleinen zu lassen anstatt mich in die Klassen zu stecken die etwas mehr erfahrung haben?!" doch sie erwartete von Aiko keine Antwort. Stattdessen fragte sie: "Okay, was hast du für Sam vorbereitet?"
Natürlich war sie neugierig. Es gab zwar viele Aufgaben die zu schwer für einen neuen Schüler waren, aber nichts war unmöglich und alles war schon vorgekommen - sogar der Fall dass ein unerfahrener Schüler einen Fall zuende gebracht hatte, bei dem ein Erfahrener Schüler gescheitert war. Doch was war so schwer, dass es für einen Anfänger -, wie hatte Aiko es ausgedrückt...? - 'Wahrlich unlösbar' war.
Bella selbst hatte schon einige schwierige Aufgaben hinter sich gebracht. Selbst im Kindesalter hatte sie Menschen unter so Schwierigen Umständen getötet, unter denen es mache der älteren Schüler nicht hinbekommen hatte. Aber unter Aikos Führung war es wohl kein Wunder, dass sie an noch keinem Auftrag gescheitert war.

Aiko
"Ich schweige bis der Tag gekommen ist. Ich will ja niemandem die Überraschung verderben", erklärte er und die Drohung in seiner Stimme war unverkennbar. Er war keines Wegs blöd genug um nicht mitzubekommen, dass Bella Sam half. Auch Cooper hatte diesen Verdacht noch mehr zu einer Feststellung verhärtet. Als er Sam in der Gruppe erblickte klatschte er laut in die Hände um die Gespräche abrupt zum abbrechen zu bringen. Gott wie er dieses Gefühl von Macht genoss. "Sam, willkommen zurück. Durch deine Verletzung wirst du heute sauber machen. Es wird nicht so viel Blut sein, wie du es beim letzten Mal, als du am Unterricht teilgenommen hattest, gesehen hast. Aber versprechen kann ich nichts", verkündete er amüsiert und wies die restlichen Schüler in ihre neue Aufgabe ein, die darin bestand zum ersten Mal mit einem Revolver zu schießen. Absolutes Neuland, wo er doch die letzten Stunden auf die alten Techniken geschworen hatte. Aber auch Aiko, der sehr an seinen Schwertern und Messern hin, musste mit dem Fortschritt mithalten und das tat er, wie eigentlich bei allem, sehr gut.

Sam
Er seufzte als sein Name von Aikos Stimme gerufen wurde. Na toll, nun durfte er also Putze spielen und Blut und Schweiß wegwischen. Das war doch reine Schikane!

Bella
murmelte etwas, das aber so undeutlich war, dass man keinen Satz daraus bilden konnte. Als Aiko anfing zu klatschen sah sie gerade aus, genau in das Gesicht von Sam.
Ihr Blick verhärtete sich. Und als Aiko ihm verkündete, er dürfe heute Putzen zuckte sie leicht die Achseln. "Pass auf, Aiko. Nicht dass du ihm noch zu anspruchsvolle Aufgaben zuteilst!", murmelte sie ihrem Lehrer zu, so leise dass nur er es hören konnte. Sie hatte sich diesen Kommentar als Antwort auf Sams verärgerten Blick nicht verkneifen können.
Nach diesem Gedankengang wandte sich sich der heutigen Unterrichtslektion zu. Mit einem Revolver schießen... Wie sie es hasste. Natürlich war sie auch darin ein Ass, aber trotzdem hasste sie das laute Knallen, wenn eine Kugel abgefeuert wurde, und das aggressive Klicken wenn man die Pistole entsicherte. Sie liebte die Stille und das Heimliche, dabei konnte sie keine übermäßig laute und auffällige Waffe gebrauchen...

Aiko
Er nahm eine der Waffen in die Hand und entsicherte sie mit einem lauten Klicken. "Es sind keine besonders unauffälligen Waffen, auch sind sie nicht sehr Zielsicher und der Rückschlag sollte von niemandem unterschätzt werden", wies er sie an, zielte locker mit einer Hand auf den Dummy und drückte ab. Der Knall ließ viele der Schüler zusammenzucken. Aiko hielt dem Rückschlag ohne bemüht auszusehen stand und die Kugel durchschlug das Herz des Dummys in weniger als einer Sekunde.

Sam
Der Knall der Waffe machte ihm nichts aus, durch die zahlreichen Bodyguards, die um seinen Vater schwirrten, war er deren Trainingsgeballer gewohnt. Eher faszinierte ihn die lockere Handhabung von Aiko. Bei jedem der Bodyguards, waren die Arme angespannt, als würden sie versuchen ein Flugzeug mit den Händen zu stoppen, dabei sah es bei Aiko wie ein Kinderspiel aus. Doch bei ihm, wie auch bei Bella, sah alles viel zu leicht aus.

Bella
zuckte, wie jedes Mal bei dem Lärm zusammen. Mit zusammngebissenen Zähnen murmelte sie einen Fluch der sowohl Aiko als auch dem lauten Knall galt.
Es war schon immer so gewesen. Sie konnte keinen Gewehrkugelknall hören ohne dabei wenigstens mit der Wimper zu zucken oder nervös an ihren Haaren zu spielen. Ja, laute Geräusche war eins der wenigen Dinge, die Bella aus der Fassung brachten.
Ein leieses Tuscheln war von den Neuen zu hören, die scheinbar bemerkt hatte, dass der Schuss sie erschreckt hatte. Als sie genauer hinhörte, nahm sie die Worte eines bulligen Jungens wahr, der zu seinem Freund sprach: "... und dabei müsste sie doch eigentlich daran gewöhnt sein ... muss ja schon Jahre hier sein ... lächerlich ..."
Bella hatte nicht alles mithören können, da der Junge teils zu leise gesprochen hatte, doch bei dem letzten Wort das sie verstand knirschte sie mit den Zähnen und hätte sich beinahe umgedreht und ihm uns Gesicht geschlagen, wenn nicht genau in diesem Moment Aiko vor ihr gestanden hätte.
Es kostete sie ungewöhnlich viel Selbstbeherrschung sich nicht umzudrehen sondern sich au Aikos worte zu konzentrieren.

Aiko
"Ich teile zwei Gruppen ein, du zeigst der einen wie man schießt", erklärte er Bella, obwohl er in ihrer angespannten Haltung sah, dass sie etwas ablente. "Konzentrier dich gefälligst wenn ich mit dir rede", zischte er ihr mit einem drohenden Blick zu und wandte sich dann ohne eine Antwort zu erwarten ab. "Alphabetische Reihenfolge. Die ersten 5 gehen zu Bella, die anderen zu mir", forderte er auf und alle gehorchten. Er warf Bella einen Revolver zu, natürlich einen scharfen, doch das war ihm egal. Bella kannte ihn schließlich und würde wissen waas sie zu beachten hatte. Er selbst nahm sich dann ebenfalls einen weiteren Revolver und entsicherte diesen, ehe er sich zu der Reihe der Schüler umwandte und begann ihnen zu erklären wie man schoss.

Bella
hatte Aikos kleine Fingerbewegung gesehen, mit der er den Revolver entsichert hatte und bereitete sich auf einen dementsprechenden Fang zu.
Mit spitzen aber doch sicheren Fingern fing sie den Rovolver vorsichtig auf, wobei man ihre Abneigung kaum sehen konnte. Wenn Bella erst eine Waffe in der Hand hatte, konnte kaum jemand sie aufhalten und Aiko hatte schon gesagt, dass sich Bellas Verhalten mit einer Waffe in der Hand komplett veränderte - damit hatte er wohl recht.
Sie ließ den Revolver locker an dem Ring um den Abzug kreisen und ließ die Pistole dann gekonnt in ihre Hand schnellen, den Zeigefinger auf dem Abzug. Mit einem einzigen Blick erfasste sie die Positionen der Zielscheiben, zielte und schoss. Der Ruckstoß war kaum mehr als ein leichtes zucken ihrer Hand und ihre Körperhaltung war so entspannt als befände sie sich beim Messerwerfen.
Aiko hatte ihr im Laufe der Jahre Techniken gezeigt, die so simpel aber so wirkungsvoll waren, dass Bella sich heute noch über deren Erfolg wunderte.
"Also!", sagte sie und drehte sich wirbelnd um. Ihre Stimme war kalt und in ihren Augen erschien ein kaltes leuchten als sie den bulligen Jungen von eben hinter sich stehen sah. Sie herrschte ihn an: "Du da, du kleiner dicker! Schnapp dir einen Revolver und komm zu mir! ... bisschen schneller wenn ich bitten darf. Wir sind hier nicht beim Schneckenrennen!" Ihre Stimme war ungeduldig, feindsehlig und kalt.
Kaum stand der bullige Junge neben ihr, stellte sie sich hinter ihn, die Pistole noch immer in der Hand, und brachte Arme und Beine in die Richtige Position. Dieser schien sich angesichts der ungesicherten Pistole in Bellas Hand leicht unwohl zu fühlen, und Bella genoss es. "Wehe...", zischte sie ihm ins Ohr, sodass nur er es hören konnte. "Wehe ich höre noch ein Wort aus deinem Munde das gegen mich gerichtet ist!" Danach trat sie einen Schritt weg und wies ihn an: "So, jetzt stell dir vor du stehst am Rande eines Abgrundes und nur noch deine Versen haben Bodenkontakt, denn sie sind jetzt das Wichtigste um zu verhindern, dass du aufgrund des Rückstoßes nach hinten umkippst. Also los! Zielen und schießen! Wie man einen Revolver entsichert weiß du doch wohl!"

Sam
Als Bella sich einen etwas korpulenteren Jungen zu sich pfiff und dem sowieso schon verängstigten Kind die Waffe in die Hand drückte, juckte es Sam in den Figern dahin zu gehen, sich die Waffe zu schnappen und für diesen kleines Wicht zu schießen. Doch er wusste das Aiko etwas dagegen haben würde und wenn er ehrlich war, hatte er in diesem Moment keine sonderliche Lust auf eine Auseinandersetzung mit diesem Mann.
Als sein Blick nun aber zu eben diesem glitt, sah er, dass auch Aiko in seinem Tun innhielt um die Szenarie um Bella zu beobachten. Er beobachtete das ganze aber eher mit einem genüßlichen Ausdruck auf dem Gesicht. Fast so als würde er sich von der Angst des Jungen ernähren. War wahrscheinlich auch so, dachte er bitter.
Er wandte sich wieder Bella zu, die den Jungen mittlerweile anblaffte er solle schießen. An der Art und Weise, wie er die Waffe hielt und wie er verzweifelt versuchte sie zu entsichern betete er, dass er sie nicht alle ausversehen abknallte. Dieser Idiot wedelte mit der Waffe als wäre es eine Fahne. Wollte er jeden hier umbringen? Kein so abwegiger Gedanke, musste er jedoch zugeben. Trotzdem hätte er beinahe den Kopf über diesen Jungen geschüttelt. Gut, vielleicht hatte nicht jeder einen Daddy mit einer Millionen Bodyguards, aber mit einer Waffe herumzuwedeln war die dümmste Idee, auch für absolute Neulinge. Interessiert wartete er nun auf Bellas Reaktion. Er sah ihren Raubtierblick, mit dem sie den armen Jungen schon aufgefressen hatte, bevor er die Waffe in die Hand genommen hatte. Ihre Finger ballten sich schon zu Fäusten, als die Hand des Jungen zu zittern begann und er ahnte böses für den kleien Wicht. Grade in diesem Moment war er froh, nicht in dieser Lage sein zu müssen, obwohl er sich weit weniger dumm angestellt hätte.

Bella
sah dem unbeholfenen Jungen zu und konnte es nicht verhindern dass sie mit einem genervten stöhner die rechte Hand vor ihre Augen schlug. "Nein nein nein!", beschwerte sie sich und nahm dem Schüler die Waffe wieder aus der Hand. Es war fast peinlich auch nur zuzusehen wie lächerlich dumm er sich mit dem entsicherten Revolver anstellte.
Natürlich war es Bella am Anfang auch so ergangen, doch sie konnte sich nicht erinnern, dass sie so hilflos dagestanden hatte - nun gut, wenn Aiko neben einem stand, strengte man sich gleich doppelt an... aber es ärgerte sie dennoch. Das war wieder verlorene Zeit.
Der jungen Schülerin war sehr wohl Sams Blick aufgefallen und sie drehte sich zu ihm um. "Wie wäre es...", fragte sie den Jungen, den sie Wochenlang behandelt hatte. "...wenn du uns einen Schuss vorführen würdest? So viel ich weiß, kennst du dich besser mit Waffen aus als dieser ... Dummkopf hier. Warum versuchst du es nicht?"
Bella wusste sehr wohl, dass Sam noch nicht beim Sportunterricht mitwirken durfte, doch ihr war ebenso klar, dass der Rückstoß keinerlei negative Wirkung auf die Heilung der Wunde hatte, da es sich beim anfänglichen Schießen nicht um komplizierte Bewegungsabläufe handelte.
"Also?", fragte sie und zog herausfordernd eine Augenbraue nach oben.

Sam
Er blickte ihr unverwandt entgegen während er versuchte die Tatsache zu ignorieren, dass alle der Schüler ihn anstarrten. Stattdessen warf er einen Blick zu Aiko. Dieser hatte sich wieder seinen Schülern zugewandt, was ihm das Gefühl gab, dass er nichts dagegen hatte. Denn er war sich zu hunder Prozent sicher, dass er es gehört hatte. Also ging er in gemächlichem Tempo auf Bella zu. Schießen. Das war das einzige was er richtig konnte. Er war bei jeder Schießübung der Securityleute dabei gewesen und diese hätten ihn angestellt, wäre er nicht noch Minderjährig. Er kam nun bei Bella an, nahm die Waffe entgegen, entsicherte sie und streckte den Arm. Einen Moment genoss er bloß das Gefühl den kalten Stahl des Revolvers in der Hand liegen zu spüren und konzentrierte ich nicht richtig darauf zu zielen. Doch einige Sekunden später richtete er seinen Arm auf den Dummy aus und legte den Finger an den Abzug. Sein Arm spannte sich ein wenig an, in dem Wissen, dass der Rückstoß gleich kommen würde und dann drückte er ab. Der Knall zuckte durch seine Ohren und der Ruck durch seinen Körper. Er stand immer noch in einem sicheren Stand an Ort und Stelle, sein Arm entspannte sich und er senkte die Waffe um seinen Schuss zu begutachten. Ein Schuss glatt durch die Schulter. Sein Lieblingsschuss. Er hasste es immer ins Herz oder in den Kopf schießen zu müssen. Die Schulter oder das Bein waren doch viel effektiver. Damit war der Angreifer bewegungsunfähig, oder zum mindestens eingeschränkt und nicht immer sofort tot. Er reichte Bella die Waffe und atemte tief durch. Was für ein befreiendes Gefühl. Es fühlte sich an, als hätte er vor Jahren das letzte Mal geschossen, dabei war er kurz vor seiner Abreise noch bei der Security seineres Vater gewesen und hatte oft genug ab die Scheiben eingeschosse.


Bella
schaute dem Jungen kalt zu, wärend er auf sie zutrat und die Waffe entgegennahm. Äußerlich vollkommen desinteressiert, innerlich neugierig wie ein fünfjähriges Kind, sah sie dabei zu, wie er die Positionen der Ziele erfasste, blitzschnell eines mit den Augen auswählte und anvisierte, zielte und schoss.
Treffer! Genau in die Rechte Schuler und wäre der Mensch echt gewsen hätte die Chance auf eine Schulterblattverletzung und bleibende Schäden bestanden. Wäre das Opfer dann auch noch ein Kämpfer gewesen, hätte dieser gleich einpacken können - ein Kämpfer ohne funktionierende Schulter war nutzlos, genau das was ein kämpferisch unterlegener Auftragskiller brauchte um sein Opfer zu töten.
Bella musste zugeben, dass sie von Sam beeindruckt war. Sie hatte erwartet, dass er einen Streif- oder Kopfschuss schaffen würde, doch dass er zielsicher genau in rechte Schulter treffen würde, in den Wissen welchen Schaden er anrichtete, war mehr als erwartet.
Von den Tatsachen geschlagen und mit einem leichten Anflug von Respekt - den jedoch nur Personen wahrnehmen konnten, die Bella gut kannten - klatschte sie kalt in die Hände. Ihre grau-blauen immerzu kalten Augen waren noch immer auf den Dummy gerichtet den Sam scheinbar spielend leicht getroffen hatte. Seine Bewegungen waren fast so geschmeidig weich gewesen wie die von Aiko und Bella und wärend der Junge geschossen hatte, hatte Bella einen unverkennbar befreienden Ausdruck in Sams Augen wahrnehmen können. ~Also mag er das Schießen! Gut zu wissen!~, dachte sie sich verschmitzt und wusste, dass dies eines Tages von Nutzen sein würde.
"Weißt du, Sam, das war mehr als ich von dir erwartet hatte. Vor ein paar Tagen noch lagst du mit Fieber im Bett weil sich deine kleine Verletzung entzündet hatte, und heute stehst du hier und zielst auf einen Dummy, den du so zielsicher triffst als hättest du jahrelang nichts anderes gemacht...", fing sie an zu sprechen und ihre Stimme war gefährlich und hörte sich so an, als würde sie ihn bald anspringen. Ein leichtes zischen hatte sich in ihre Worte gelegt und man konnte hören, dass sieauf irgendetwas unheimlich wütend war.
Ja, Bella war stinksauer auf diesen unschuldig wirkenden Idioten, der dastand, mit der Waffe in der Hand und fast schon lächelte. Sam war so talentiert wie es nur wenige von sich behaupten konnten, und ausgerechnet er lehnte genau das ab, was ihm helfen konnte seine Talente zu fördern!
Genau in diesem Moment trat Aiko nach vorne und Bella, die gerade zu einem weiteren Satz ansetzen wollte, schloss ihren Mund schlagartig wieder und trat einen Schritt zurück.

Sam
Ein kleines lächeln zuckte über seine Gesichtszüge, als er an Bellas Köpersprache erkannte, das sie stinkwütend war. Auch ihre Stimme verbarg diesen Zustand nur schlecht, doch es war ihm egal. Zum aller ersten Mal in seinem Leben war es ihm egal ob Bella zufrieden, oder unzufrieden mit ihm war. Er wollte nicht als Aikos Marionette enden. Er wollte hier raus kommen oder sterben. Und diesen Plan würde er verfolgen, ob es Bella, Aiko oder allen andern passte oder nicht. Sein Leben, seine Entscheidungen.
Er atmete tief durch, als er bemerkte wie Bella zurück wich. Das konnte nur heißen das Aiko kam. Er wandte sich um und blickte direkt in die zu Eis erstarrten Augen, in denen nicht ein Gefühl lag. "Wo hast du schießen gelernt?", fragte der Mann ihn und er machte eine abwirkende Handbewegung. "Mein Vater hat viel Security um sich herum schwirren und einige-" "Ich habe danach gefragt wo du schießen gelernt hast, nicht was deine Geschichte ist!", unterbrach Aiko ihn harsch und Sam hätte beinahe den Kopf eingezogen. "Bei der Security meines Vaters", erklärte er schließlich und Aiko nickte. "Eine Verschwendung das diese Bullenköpfe mehr Einfluss auf dich haben als ich", stellte Aiko abwertend fest. Sam grinste " Sie schlitzen mich auch nicht auf und nennen mich eine Verschwendung", erwiderte er und mit einem Mal stand ungehaltene Wut auf dem Gesicht des Mannes vor ihm.
Aiko trat einen Schritt auf ihn zu, Sam stolperte einen nach hinten. Klar, dieser Mann war unglaublich furchteinflößend, aber er musste standhaft bleiben!, ermahnte er sich und blickte Aiko entschlossen entgegen. "Sie wissen genau das ich recht habe. Wissen sie, wenn sie nicht mit Angst, sondern mit Respekt arbeiten würden, dann wäre ich nicht eine solche Verschwendung", fuhr er fort, siher in der Annahme das es ihn reizen würde. Aiko trat näher, er blieb standhaft und wich keinen Millimeter nach hinten. Aiko kam näher, so lange, bis nur noch ein Fingerbreit zwischen sie passen konnte und baute sich wie eine riesige Welle vor ihm auf. "Du hast mehr Wortkraft als Verstand, mein Lieber", sagte seine Stimme nah bei Sams Kopf.
Das weckte die Wut in ihm. Er spürte sie von seinen Zehenspitzen den Körper hinauf klettern. Wie Efeuranken schloss sie ihn ein, erreichte jeden Muskel, jede Faser seines Körpers. Und im Bruchteil einer Sekunde fasste er einen Entschluss. Blitzartig wandte er sich um, sprang auf den Tisch hinter sich zu, griff eine der bereitliegenden Waffen, ein Magazin und fügte beides zusammen, während er wieder herumwirbelte und die Waffe direkt auf Aikos Kopf hielt. "Warum bin ich bloß jetzt erst darauf gekommen?", fragte er zwischen vor Wut knirschenden Zähnen. Sein Finger drückte leicht gegen den Abzug und in diesem Moment spürte er fast wie eine Art Tunnelblick über ihn kam. Ihm war nicht mehr bewusst, dass er in der Sporthalle war, ihm war nicht klar, dass die Schüler inklusive Bella dabei waren. Doch es wäre ihm andernfalls auch egal gewesen. Die Waffe so fest in der Hand, das die Knöchel hervortraten, war er bereit diesen Mann zu erschießen.
"Schieß", forderte ihn Aiko auf, der ihm ungerührt in die Augen blickte. Als er nichts sagte, keine Bewegung tat und auch nicht schoss, lachte Aiko auf. "Du traust dich nicht. So einfach ist das. Du traust dich nicht einen Menschen zu erschießen, egal wie sehr du ihn hasst. Egal wie tief die Wut liegt. Stimmt es nicht, Sam?", fragte er diesen. Sam's Gedanken rasten, er wollte schießen, aber alles in seinem Kopf schrie er solle aufhören, alles in ihm rief er sei kein Mörder. Er war kein Mörder und er würde auch keiner werden.
In einem letzten verzweifelten Versuch befahl er seinem Finger abzudrücken, doch anstatt Druck aufzubauen, lockerte sich sein Griff. Sein Arm senkte sich und sein Blick senkte sich auf den Boden. Aiko hatte Recht. Er konnte nicht abdrücken, egal wie sehr er wollte. Dummys zu erschießen, das war gut und schön. Doch er würde niemals auf eine Person schießen. Er war kein Monster wie Aiko es war. Aiko trat gelassen auf ihn zu, nahm die Waffe an sich und trat an ihm vorbei um sie zurück zu den anderen zu legen.
Während er an ihm vorüber trat, knurrte er Sam etwas zu. Böser Fehler..., hallte seine Stimme in Sams Kopf wieder. Dieser hatte den Blick nicht wieder vom Boden gehoben. Verdammt. Er setzte sich in Bewegung, mit großen Schritten trat er auf den Ausgang zu und verschwand durch diesen nach draußen. Er sah noch im Augenwinkel wie Aiko Bella mit einem Kopfnicken zu verstehen gab, dass sie ihm folgen sollte. Doch das war egal. Gott er hatte alles falsch gemacht. Jetzt wusste Aiko das von ihm niemals eine Gefahr ausgehen würde, weil er ihn nicht anschießen könnte, geschweige denn ihn erschießen.

Bella
war wärend dem Rückwärtsgehen an den Tisch mit den Revolvern gestoßen und konnte nicht weiter zurückgehen. Noch dazu war sie gebannt von dem, was zwischen Aiko und Sam passierte - noch nie hatte sie einen Schüler gesehen, der so mit Aiko gesprochen, geschweigedenn außerhalb der Übungseinheit eine Waffe auf diesen gerichtet hatte.
Die junge Schülerin fragte sich jedes Mal wieder, woher Sam diesen Mut nahm und wieso er keine Angst vor der Aussicht hatte, in zwei Sekunden tot zu sein.
"Schieß", sagte Aiko und riss Bella damit aus ihren Gedanken. Sie brauchte einen Moment Zeit um seine Worte zu realisieren und zu verarbeiten. ~Sam soll schießen!~, war das erste was sie dachte. Doch sie dachte nicht daran Aiko oder sogar Sam voneinander zu trennen und dem Schüler den Revolver abzunehmen, denn Aiko war wohl der beste Auftragskiller in ganz Amerika und würde mehr als nur eine Möglichkeit kennen Sam aufzuhalten. Wenn Sam wirklich schoss ... - nein, Sam würde nicht schießen! Dazu kannte Bella ihn zu gut, denn in der Zeit seiner Verletzung hatte sie oft mit ihm gesprochen und viel über seinen Charakter herausgefunden.
Der Junge hatte einen außergewöhnlichen Gerechtigkeitssinn und würde es nicht übers Herz bringen auf einen Menschen zu schießen. Sei es ein Freund oder jemand den er aus ganzer Seele hasste - Sam würde niemals töten.
Kaum hatte Bella diesen Gedankengang beendet ließ er, wie erwartet, die Waffe sinken und ließ sie sich wortlos von Aiko abnehmen. Wenige Sekunden später setzte er sich in Bewegung in Richtung Sporthallentüre. Als Bella zu Aiko schaute, nickte er ihr zu zum Zeichen, sie solle ihm nachlaufen, woraufhin Bella ein stöhnen unterdrückte.
Warum musste sie eigentlich den Babysitter für diesen Nichtskönner spielen? Konnte dafür nicht jemand anders herlaten? Erst mit seiner Verletzung und jetzt musste sie auch noch so tun als täte er ihr leid weil er seinen Willen gegen Aiko nicht hatte durchsetzen könne. Aber Sam tat ihr nicht leid - nein ganz im Gegenteil: Nun war sie noch wütender auf den Jungen.
Bella setzte sich in Bewegung und ging mit schnellen aber lautlosen Schritten aus der Turnhalle und hatte ihn kaum einer Minute auch schon Sam eingeholt. Wortlos verlangsamte sie ihr Tempo und lief neben ihm her.


Sam
Er spürte die Anwesenheit von Bella noch bevor diese bei ihm ankam. Der kalte Schauer der seinen Rücken hinunter rann, wenn sie ihn mit einem Blick durchbohrte, verriet ihm alles. Sie war stinkwütend. Aber es war ihm weiterhin egal. Er hätte schießen sollen. Er hätte diesem Sch,eißkerl das lachen aus dem Gesicht schießen sollen. Einfach abdrücken. Den Abzug drücken und sehen wie das grinsen dem entsetzen wich.
Das wäre besser als jeder Schuss auf einen Dummy. Das wäre gerechtfertigt. Dieser Mann hat schon Millionen Morde auf seinem Konto. Warum hatte sich dann trotzdem jede Faser seines Körpers gegen den Schuss gesträubt? Wenn er es so verdient hatte, warum konnte er es dann nicht. Aiko hatte ihn sogar aufgefordert. Verdammt! Nicht mal erschießen hätte er ihn, einfach anschießen. Warum nur war er so feige.
Er bemerkte erst, dass Bella noch da war, als diese in seinem Augenwinkel auftauchte. "Er wird mich umbringen", sagte er und musste lachen. Ja, eindeutig. Er war ein toter Mann. Er hatte so eben sein eigenes Todesurteil unterzeichnet. Wenn Aiko ihn jetzt nicht töten würde, dann wäre die Angst der anderen Schüler im Keim erstickt. Dann wäre er der lebende Beweis, dass man sich Aiko ohne tödliche Folgen widersetzen konnte. Nein, sowas würde Aiko nicht dulden, niemals.

Bella
hatte das Gefühl Sams Gedanken sehen zu können. Seine genugtuung als er die Waffe in der Hand gehalten hatte, seine Wut auf Aiko aber dennnoch diese alles betäubende Angst abzudrücken.
"Es... es war gut dass du nicht geschossen hast!", sagte sie schließlich ohne den kalten Tonfall in ihrer Stimme zu vernachlässigen. Ihr fiel es schwer auch nur für einen Moment in Sams Gegenwart ihre Maske fallen zu lassen, denn sie erinnerte sich noch gut an das letzte Mal als sie das getan hatte. Damals hatte sie den Tränen nahe neben Sams Bett gesessen und ihm von ihrer Vergangenheit erzählt.
"Aiko...", sprach Bella weiter, und ihre Stimme war zwar leise, aber in der vollkommenen Stille der leeren Gänge deutlich zu vernehmen. "... er hätte einen Weg gefunden dich zuerst sterben zu lassen. Und hätte er selbst nichts tun können, wäre es ich gewesen, die dich am Schießen gehindert hätte. Im Laufe in der Jahre kann ich Aikos Befehle verstehen ohne dass er auch nur ein Wort zu mir sagt - das Zucken eines Fingers in meine Richtung hätte ausgereicht um mir zu sagen, dass ich dich aufhalten soll."
Sie legte eine Pause ein, dann sprach sie weiter, doch ihre Worte waren kaum mehr ein flüstern: "Nein Sam, du wirst nicht sterben - jedenfalls noch nicht. Aiko ... er wird dich quälen... so lässt er nicht mit sich reden und das was du eben getan hast, wirst du büßen - und das erste Mal bei dem Auftrag den er angekündigt hat... Er wird dafür sorgen, dass du keine Chance hast aber dennnoch nicht getötet wirst - so musst du mit der Schmach leben, es vielleicht nicht einmal bis über das Feld vor dem Wald geschafft zu haben... Er ... er will dich vernichten!"

Sam
"Aber was wenn ich es schaffe? Was wenn diese Monster Aufgabe gar nicht so beängstigend schwer ist? Was wenn ich es nicht nur bis über das Feld, sondern bis zur Stadt und darüber hinaus schaffe?", fragte er und sah sie an. "Was wenn ich nicht der dumme Junge bin, den alle in mir sehen? Was wenn ich einen Plan verfolge? Wer sagt dir, dass das nicht alles geplant ist? Wer will wissen, was ich vielleicht schon damit anstrebe? Mein kopf bleibt mir. Den kannst weder du, noch Aiko mir nehmen. Gut, das war unglücklich formuliert, nehmen könnte man ihn mir schon, aber doch würde man keinen meiner Gedanke kriegen. Ich BIN nicht der dumme Junge, der bloß versucht sich gegen den bösen Lehrer aufzulehnen", erklärte er und verschränkte seine Arme hinter dem Kopf. "Seit ich mit dem Fuß durch das Tor getreten bin, habe ich geplant. Ich bin nicht ohne Grund hier. Ich bin nicht dumm, ich bin nicht aufsässig und ungehorsam und ich bin nicht so naiv um zu denken, dass du Aiko das alles verheimlichst. Erzähl ihm das er bald nicht mehr der furchterregende Killer ist, den er so gerne raushängen lässt. Er will mich vernichten...ich will ihn vernichten. Oder erzähl es ihm nicht. Ist mir auch egal", endete er und ließ Bella erstmal mit diesen Tatsachen in Frieden. Das war wahrscheinlich ein odentlicher Brocken zu schlucken. Nein, schießen hätte er trotzdem nicht gekonnt. Weil er kein Mörder war. Doch er wusste wie er hier raus kam und er wusste genau wann der beste Zeitpunkt dazu war.

Bella
blieb stehen und sah Sam hinterher. Sie hatte eine solche Antwort erwartet, jedoch nicht wirklich registiert, was er wirklich gesagt hatte. Es gab nur einen Gedanken, der ihr die ganze Zeit im Kopf herumschwirrte.
Einerseits wollte sie ihn aussprechen, andererseits schämte sie sich zu tun. Wenn sie den Gedanken in Worte umformen würde, dann wäre es ausgesprochen - fast so wie ein besigelter Vertrag.
Bella rang eine Weile mit sich selbst, ehe sie unerwartet aber ganz leise sagte: "Sam!"
Der Junge drehte sich nicht zu ihr um, blieb jedoch stehen. "Du musst fliehen!"
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